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Comic-Besprechung - Portland Underground 2

Geschichten:
Portland Underground 2
Autor: Daniel Vandermolen, Zeichner: Chris Kohler


Story:
Bud und Michael sehen sich einer Zombieinvasion gegenüber. Doch Bud hatte schon lange damit gerechnet und eine kleine Gruppe formiert, die sich den Untoten entgegen stellen will. Michael schließt sich ihnen an, muss aber vorher noch eine Aufgabe erfüllen.


Meinung:
War das erste Heft der Independentserie Portland Underground eine große positive Überraschung, so fällt die Fortsetzung doch bereits erheblich ab.  Wobei einer der Faktoren dafür kaum zu vermeiden war. Denn zum einen machte die hohe Qualität des Debüts ja aus, das man nicht wusste was man erwarten konnte. Doch nun steht der Inhalt fest und man weiß, dass es um Zombies geht, also ein Genrestück vorliegt. So haben sich nun die Genreerwartungen automatisiert und als Leser vergleicht man automatisch die Serie mit anderen Auftritten der wandelnden Toten. Das war nicht zu vermeiden, da man ja schließlich irgendwann einmal sein inhaltliches Thema präsentieren muss.

Aber der zweite wesentliche Faktor für die vorliegende Schwäche wäre sehr einfach zu vermeiden gewesen. Punktete der Auftakt noch damit, dass der Dialog auf das wesentlichste reduziert worden und ein Off-Kommentar so gut wie gar nicht vorhanden war, so ufert hier der Wortschwall aus. Lieferte das erste Heft seinen Inhalt fast allein durch die Bilder, hat man hier den Eindruck, dass man den Wortmangel aus dem Debüt nun kompensieren muss und viele überflüssige Wortgefechte mitliefert. Das geht leider auf Kosten der Dynamik und der Spannung. Es waren ja gerade die Zeichnungen welches letzteres lieferte. Nun wird leider alles verkleistert.

Immerhin gibt es einige schöne satirische Spitzen. Nicht nur gegen das Zombiegenre an sich, wobei das vor allem die vermeintlichen Heroen betrifft. Statt mit einem Panzer oder sonst wie gerüstet gegen die Untoten vorzugehen, fahren die Helden mit Fahrrädern in den Einsatz. Inklusive kleinen Wimpeln am Gepäckträger. Vor allem die verschiedenen ersten Zombieangriffe gehören zu den Glanzpunkten des Heftes. Da gibt es durchaus Spitzen gegenüber verschiedene  Arten von Leuten. Etwa snobistische und arrogante Verkäufer oder Vertreter. Beide bekommen ihr Fett und Fleisch ab. Aber auch hier gibt es im Dialog etwas zu viel. Dafür sind die Angriffe sehr spannend gestaltet und es wird geschickt mit Bildausschnitten gespielt, was geradezu für Slapstick sorgt, der aber weniger auf die Lachmuskeln zielt, sondern zugleich die Spannung erhöht. Da gibt es etwa einen Mann, der für seinen Lebensgefährten (?) Frühstück machen will und nicht bemerkt, dass er es mit einem Zombie zu tun hat. Er redet weiter und weiter, während der Zombie versucht ihn zu fassen zu bekommen, was für ihn gar nicht einfach ist, da sein Freund in der Küche hin und her läuft, um Zutaten und Besteck zu sammeln. Das ist lustig und spannend zugleich, gibt eine satirische Spitze ab und zieht alles doch nicht in das Lächerliche. Dafür sind die Zombieeinsätze auch viel zu blutig ausgefallen und können Freunde des Splatter begeistern.
Aber leider verpufft das satirische zumeist bei den Möchtegernhelden. Sie sind etwas zu überdreht gestaltet. Wenn man sie ernster genommen hätte, so hätte das auch angesichts der Gewalt mehr Wucht gehabt. Auch wie im ersten Heft geht es also brutal zu, wobei die Gewalt durch die Witze etwas abgemildert werden und sich so der Tonfall gegenüber dem ersten Heft ziemlich ändert.

Graphisch ist das immer noch sehr gut und plastisch, aber die Story ist recht dürftig und man hat schon fast ein ganz unterschiedliches Heft in der Hand welches eine andere Serie darstellen könnte. Selten hat man einen solchen Bruch erlebt.

Fazit:
Leider kann bereits die zweite Ausgabe nicht mehr mit dem Debüt mithalten. Ein wahrer Wortschwall erstickt die Spannung und die Helden sind zu überdreht. Aber die Spannungsmomente sind sehr geschickt gemacht und liefern gleichzeitig etwas Slapstick.

Portland Underground 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Portland Underground 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Plem Plem Productions

Preis:
€ 4,90

32 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Slapstick und Spannung
  • plastische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • dürftige Story
  • zu geschwätzig
  • überdrehte Helden
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Bewertung:
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Rezension vom: 31.07.2015
Kategorie: Rezensionen
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