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Comic-Besprechung - Fables 22

Geschichten:
US-Fables 114 - 129 „A Revolution in Oz“ und „Snow White“
Autor: Bill Willingham
Zeichner: Mark Buckingham, Shawn McManus
Farben: Steve Leialoha, Andrew Pepoy

Nach dem traurigen Vorgängerband „Welpen im Spielzeugland“ bleibt der Autor Bill Willingham bei der Familie Snow White und Bigby Wolf. Während letzterer noch nach seinen verlorengegangenen Kindern sucht, steht dieses Mal Snow White im Mittelpunkt der Geschichte. Ein langer vergessener Mann, dem sie einst versprochen war, ist zurück und fordert ihre Hand, sehr zum Leidwesen von Snow White und ganz Fabletown.
Genau bei derartigen Geschichten sieht der Leser wieder wie enorm breitgefächert der Autor seine Serie aufgezogen hat. Selbst wenn es an allen Ecken und Enden brennt findet Willingham immer noch ein paar Ausgaben Zeit für eine Geschichte, die sich nur mit einer Person beschäftigt. Snow White kam dabei in den letzten Ausgaben quasi nur als Frau von Bigby Wolf vor. Wirklich eigenständig war sie kaum. Dies wird nun in der vorliegenden Ausgabe komplett umgekrempelt. Sie steht im Mittelpunkt und muss sich gegen den brutalen neuen Liebhaber wehren.

Leider ist Bill Willingham nicht gerade für Happy Ends bekannt und so scheint auch diese Geschichte die Figuren immer tiefer hineinzuziehen. Als Leser kann man nur Fingernägelknabbernd vor dem Comic sitzen und dabei zusehen, wie einige der Hauptpersonen wohlwissend in den Abgrund stürzen. Sprich es werden Opfer gebracht. Und als wenn in der Vorgängerausgabe nicht schon viele Märchenfiguren das Zeitliche segnen mussten, so vergreift sich der Autor nun auch an die Stützen der Serie. Wo soll das noch alles hinführen? Die Vorschau auf die nächste Ausgabe gibt die Antwort: Auf das Ende von „Fables“!

So gesehen gibt sich Willingham hier nicht mehr mit Kleinigkeiten zufrieden. Im Gegensatz zu Serien, die sich einfach totgelaufen haben, ist, „Fables“ weiterhin ungemein attraktiv und auch wenn es quasi „Fünf vor Zwölf“ ist, ein Einstieg ist aufgrund der erzählstarken Episoden, die gerade jetzt en mass auf den Leser einprasseln, noch nicht zu spät.

Neben dem spannenden „Snow White“ Krimi wird wieder ein Blick auf den geflügelten Affen Bufkin geworfen, der in Oz eine Revolution anzettelt. Zudem gibt es eine Weiterführung dieses Abenteuers ganz im Märchenstil „Und wenn sie nicht gestorben sind ...“. Dies wird actionlastig umgesetzt und zeigt viele verschiedene Abenteuer des alternden Affen. Natürlich lockt die Hauptserie in Fabletown den Leser, aber auch Bufkins Aktionen mit Blechmännern und verrückten Despoten kann sich lesen lassen.

Gerade der eben erwähnte Abschnitt überrascht mit einer humorvollen Grafik, die sehr an dem OZ-Stil anknüpft. Matte Pasteltöne, wilde Panelzusammenstellungen und ein stetiges Durcheinander bei Massenszenen, das sieht sehr überzeugend aus.
Die Darstellungen von Mark Buckingham in der Hauptserie stehen dem in nichts nach. Ein abwechslungsreich gestalteter Seitenaufriss mit Blumenranken als Rahmen und eine je nach Erzähltempo angepasste Panelanordnung machen wirklich Lust auf diesen Comic. Gerade die Darstellung des großen bösen Wolfes in all seiner Pracht ist ein Schmankerl fürs Auge.

Folglich kann auch diese „Fables“-Ausgabe wieder durchweg überzeugen. Das Geschehen um Snow White ist allergrößte Erzählkunst, die auch vor schmerzlichen Einschnitten nicht Halt macht. Wer Comics mit Gefühlssprüngen, vergeblicher Hoffnung, überraschenden Wendungen und starken Figuren mag, muss diesen Band einfach kaufen.

Fables 22 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Fables 22

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,99

ISBN 13:
978-3957981677

172 Seiten

Fables 22 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • spannend bis zum letzten Panel
  • Autor macht auch vor unpopulären Maßnahmen nicht halt
  • grafisch ein wahrer Augenschmaus
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 08.02.2015
Kategorie: Fables
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