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Comic-Besprechung - Green Blood 1

Geschichten:
Green Blood 1
Autor / Zeichner: Masasumi Kakizaki


Story:
Die Brüder Luke und Brad Burns leben im New York des Jahres 1865 in dem berüchtigtsten Slum der Welt. Die sogenannten Five Points sind geprägt von Gewalt, Raub, Mord, Verwahrlosung, Alkoholismus, Rassismus und Prostitution. Sie kommen gerade so zurecht, aber was der junge Luke nicht weiß: sein Bruder Brad ist der berüchtigte Grim Reaper, der gefürchtete Auftragsmörder einer der gefährlichsten Banden.


Meinung:
Stilistisch dürfte die neue Manga-Serie Green Blood auch für Nicht- Manga-Leser interessant sein. Denn die bekannten gestalterischen Elemente der asiatischen Comics sind nicht jedermanns Sache und gerade wenn man mit franko-belgischen Traditionen groß geworden ist, so hat man doch ein um das andere Mal Schwierigkeiten sich mit dem exaltierten Stil von Mangas anzufreunden, der immer wieder mal auch realistisch gehaltene Zeichnungen verzerrt und die Figuren komplett verwandelt. Green Blood ist allerdings sehr naturalistisch gehalten und verzichtet auf Stilbrüche. So wirkt er sehr westlich und auch wenn die Gesichter eindeutig aus dem japanischen Raum kommen mit ihren großen Frauenaugen und den androgynen Männergesichtern, so ist doch ansonsten keine Verfremdung hier zu finden, sondern alles sehr realistisch, ja geradezu naturalistisch anzusehen. Zum Vorteil geriert sich da die Dynamik, ohne das auf viele Speedlines zurückgegriffen wird. Stattdessen werden die Panels an sich etwas schraffiert. Immer wenn es bedrohlich oder blutig wird, so sind weiße Linien auf dem schwarzen Hintergrund zu sehen, was nicht nur die erforderliche düstere Stimmung erschafft, sondern auch aufzeigt, wie sehr die Ordnung gestört ist und das sich die Protagonisten in einem Spinnennetz befinden aus dem sie im Moment nicht herauskommen und sich mit jeder bösen Tat stattdessen noch weiter drin verstricken.

Wird graphisch herausragendes geliefert, ohne dabei auf Blut und Sex zu verzichten, so ist auch die Thematik deutlich auf einen größeren, sprich internationalen, Lesekreis hin ausgerichtet. Die Story und das Setting erinnern natürlich sehr an das filmische Meisterwerk Gangs of New York von Martin Scorsese. Schließlich spielen diese Serie als auch der Film in dem berüchtigten historischen Slum New Yorks, den Five Points.  Wie es sich für den Serienstart gehört werden hier ein paar Grundkonflikte eingeführt, welche allerdings nicht gerade innovativ sind, aber doch für eine Spannung sorgen und man  neugierig sein kann ob es sich so entwickelt wie man es aufgrund der Leseerfahrung erwartet. Leider ist das also etwas klischeehaft und die Story kann somit nur bedingt überzeugen. Auch optisch wird hier trotz einiger guter Einfälle gerne auf Klischees zurückgegriffen. Gerade die Bösen sind schon aufgrund ihrer Physiognomie als solche zu erkennen und man fühlt sich angesichts dieser plakativen Gestaltung um Jahrzehnte zurückgesetzt, als die Schurken im Western Schnurrbärte und schwarze Hüte trugen.

Der größte Pluspunkt bislang dürfte vor allem die Atmosphäre sein welche durch den Detailreichtum geschaffen wird und den Leser in die düstere und bedrohliche Welt hineinzieht in der an jeder Ecke der Tod wartet. Insofern ist man doch fasziniert und neugierig, wie sich die Geschichte wohl entwickeln wird.

Fazit:
Trotz einer klischeehaften Story und einigen veralteten graphischen Mittel ist der Serienstart faszinierend, da die Zeichnungen und die Atmosphäre zu überzeugen vermögen.

Green Blood 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Green Blood 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 7,95

ISBN 10:
3551775753

ISBN 13:
978-3551775757

200 Seiten

Green Blood 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Atmosphäre und Setting
  • graphische Umsetzung
  • Action und Dramatik
Negativ aufgefallen
  • klischeehafte Story
  • einige veraltete graphische Mittel
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Rezension vom: 27.12.2014
Kategorie: Green Blood
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