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Comic-Besprechung - Sankarea 2

Geschichten:
Sankarea 2

Autor / Zeichner: Mitsuru Hattori


Story:
Rea ist nun wirklich ein Zombiemädchen geworden, entwickelt aber zum Glück nicht die üblichen Vorlieben der Untoten. Stattdessen möchte sie gerne shoppen gehen, was für Chihiro zu einer besonderen Herausforderung wird. Denn nicht nur seine Cousine Ranko entdeckt Rea und damit ihre Eifersucht, sondern auch der tyrannische Vater. Und der setzt alles daran, Rea zurück zu bekommen.


Meinung:
Der erste Band der neuen Mangaserie überraschte im äußerst positiven Sinne und konnte dem Zombiegenre doch eine gewisse Frische und einen neuen Ansatz verleihen, was man wohl insgesamt kaum noch erwarten durfte. Auch wenn der Boom langsam wieder am abflauen ist, da im Grunde alles erzählt worden ist und sich langsam vieles nur noch wiederholt, so konnte hier der Beweis angetreten werden, das es doch noch lohnenswerte Geschichten mit den Untoten gibt.

Oder ist das Pulver schon verschossen? Sind die Leser nur geködert worden mit einem ersten Band, der schon alles aufgeboten hat, um die Leserschaft zu gewinnen, die jetzt mit der Wiederholung des immer gleichen gefüttert werden sollen? Beide Fragen können mit einem sicheren Nein beantwortet werden. Der gute Eindruck nach dem Serienstart setzt sich fort und es schon erstaunlich das den Zombies hier ein neuer Kniff gegeben wird. Was vor allem daran liegt, dass die Klischees weggelassen werden. Sprich: der Zombie, denn im Grunde geht es ja nur um einen einzelnen, ist nicht der typisch herumschlurfende menschenfressende Untote, der allein als Projektionsfläche dient. Ja, die Heldin ist untot und damit ein Zombie, aber den Appetit auf Menschenfleisch hat sie (noch?) nicht und besitzt auch noch alle menschenrelevanten Eigenschaften. Sie kann empfinden, reden, denken, etc. Im Grunde ist sie ein Mensch. Nur eben tot und das sich der Körper mit der Zeit wahrscheinlich zersetzt, wenn sie nicht eine bestimmte Maßnahme eingehen wird. Und diese ist überraschend und sorgt für einige witzige Szenen. Werden Hardboiled-Zombiefans schon von der Konzeption her abgeschreckt werden, so ist die Serie auch nicht gerade als Horror zu bezeichnen. Obwohl die Elemente vorkommen. In einer der überraschendsten Szenen kommt es zu einer Wendung, die einen dazu bringen wird, gespannt den nächsten Band zu erwarten.

Dramatische Entwicklungen ergeben sich nicht in einem apokalyptischen Ausmaß, sondern im rein privaten. Was den Leser zu einer Empathie einlädt, die man diesen Charakteren gerne entgegenbringt. Gerade hier gibt es einige sehr unerwartete Twists und es scheint schon fast so, als ob ein zentraler Konfliktpunkt der ganzen Serie schon im zweiten Teil aufgehoben werden wird. Aber das ist kaum vorstellbar.

Die Liebesverwirrung hingegen ist wenig überraschend und es war schon von Beginn an abzusehen, dass sich hier eine Dreiecksgeschichte entwickeln wird. Aber sie ist doch so charmant erzählt, dass man ihr schmunzelnd weiter folgen will und sich aufgrund der Realitätsnähe in einem irrealen Setting sich doch wiederfinden kann. Der gehörige Anteil von Witz tut dabei natürlich seinen Teil bei, wobei es sowohl Slapstick als auch Wortwitz gibt, der zum Glück nie zotig oder übertrieben wird. Selbst der Slapstick ist immer im Bereich des Glaubwürdigen.

Apropos Glaubwürdigkeit: auch die Erotik ist alles andere als überzogen und selbst kleine Alltagsszenen, wie das Mümmeln eines Blattes, kann da erotisch aufgeladen sein in dem Sinne das es sehr sinnlich wirkt. Es geht nicht um Sex und das Zeigen von nackter Haut. Es geht um die Spannung, das Knistern und die erotische Aufladung welche durch Andeutungen und Gesten aufgebaut wird. Da ist Sankarea nicht nur jugendfrei, sondern vor allem sehr realistisch. Denn auf der Straße begegnet man keiner Red Sonja, sondern eben einer Frau oder einem Mädchen mit einem Kleid das den Körper umweht. Die Erotik spielt sich hauptsächlich auf der graphischen Ebene ab und auch wenn in der Story gerade in witzigen Szenen es etwas deutlicher wird, so steht diese nicht im Vordergrund, sondern wird eher durch Perspektiven hergestellt. Die im Übrigen sehr dynamisch sind und manchmal mit ungewöhnlichen Blickwinkeln überraschen und somit gefallen.

Kurz: nach dem zweiten Band ist man immer noch so süchtig nach der Serie wie die hier auftretende Katze nach Hortensien.

Fazit:
Der gute erste Eindruck setzt sich fort und man ist schon süchtig nach dieser bezaubernden Serie, die es mit leichter Hand schafft, viele verschiedene, sich eigentlich widersprechende Elemente harmonisch miteinander zu kombinieren.

Sankarea 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sankarea 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 10:
3770482611

ISBN 13:
978-3770482610

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • funktionierender Genremix
  • Charme, Witz, Spannung, Grusel
  • dezente Erotik
  • Glaubwürdigkeit
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 03.08.2014
Kategorie: Mangas
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