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Comic-Besprechung - 100% Marvel 71: Daredevil - Das Ende aller Tage

Geschichten:
Das Ende aller Tage
“Untitled“ Daredevil: End of Days 1-8
Autor: Brian M. Bendis, David Mack
Zeichner / Inker: Klaus Janson, Bill Sienkiewicz, Alex Maleev, David Mack
Colorist: Matt Hollingsworth
Übersetzer: Robert Syska



Story:

Daredevil wird auf offener Straße ermordet. Kurz vor seinem letzten Atemzug raunt er ein Wort: Mapone. Sein Freund, der Reporter Ben Urich, macht sich auf die Suche nach der Bedeutung des Wortes. Er interviewt viele Menschen, die Matt Murdock kannten. Doch je näher er der Wahrheit kommt, umso gefährlicher wird die Suche. Jemand will das Mapone ein Geheimnis bleibt und ist bereit dafür über Leichen zu gehen.



Meinung:

Neben der Origin, also der Entstehung eines Helden, gehört auch der Schwanengesang zur wiederkehrenden Erzählstruktur in den Superheldencomics. Ähnlich wie die Klassiker “Was wurde aus dem dunklen Ritter” von Neil Gaiman oder “Was wurde aus dem Mann von Morgen” von Alan Moore bekommt auch der Mann ohne Furcht einen Ausblick in die Zukunft. Inszeniert wird Daredevils Requiem von Brian Michael Bendis und David Mack. Bendis war selbst jahrelang für die Abenteuer von Hells Kitchens Beschützer verantwortlich. In seinem legendären Run hat er Matt Murdock systematisch dekonstruiert und ihn immer wieder an seine Grenzen gebracht. Durch seine Erfahrung mit Daredevil ist Bendis prädestiniert für die letzte große Geschichte über den Mann ohne Furcht.

Das Abenteuer beginnt in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft. Alles ist düster und hoffnungslos. Viele Helden haben sich zurückgezogen, doch Daredevil sorgt in New York weiter für Recht und Ordnung. Bei einem brutalen Kampf gegen Bullseye stribt Daredevil. Gemeinsam mit Ben Urich besucht der Leser nun verschiedene Stationen im Leben von Daredevil. Man trifft auf alte Erzfeinde, ehemalige Liebesaffären und Mitstreiter aus der guten alten Zeit. Der Aufhänger der Geschichte ist das geheimnisvolle letzte Wort von Daredevil. Hier assoziiert man unweigerlich den Film Citizien Kane von Orson Welles. Bendis ist sich dessen bewusst und platziert sogar einen Hinweis auf den Film. Ein weiteres Thema ist das Vermächtnis eines Helden. So trifft man während der Geschichte auf erstaunlich viele Kinder, die Ähnlichkeit mit Matt Murdock haben. Hier lässt der Autor dem Leser genügend Interpretationsspielraum.

Hin und wieder kommt es zu Brüchen in der Kontinuität. So spielt die Geschichte zwar in der Zukunft, Ben Urich trifft dennoch auf den ersten Nick Fury und nicht auf den aktuellen, der dem aus den zahlreichen Marvel-Verfilmungen ähnlicher sieht. Vermutlich hat Bendis die Geschichte konzipiert, bevor Marvel Nick Fury gegen seinen Sohn austauschte. Das mindert aber nicht den Lesespaß.

Der düstere und raue Zeichenstil der vier Künstler passt genau zur endzeitlichen Atmosphäre und der bedrückten Stimmung, die den Comic beherrscht. In ganzseitigen, einem Kunstwerk ebenbürtigen Zeichnungen wird den vielen Wegbegleitern von Daredevil ein eindrucksvolles Denkmal gesetzt. Die Künstler betonen dabei die Beziehung zwischen dem Mann ohne Furcht und der dargestellten Figur. Dabei wird es teilweise sogar erotisch und die sexuelle Spannung zwischen den Charakteren wird nahezu spürbar. In den Sequenzen, die nicht großformatig angelegt sind, gibt es viele Dialogpassagen mit einer Menge kleiner Panels, so wird viel Inhalt transportiert. Daher stören auch die vielen ganzseitigen Zeichnungen nicht. Insgesamt eine gelungene optische Revue von Daredevils Leben.



Fazit:

Stimmungsvoller und emotionaler Abgesang auf den Beschützer von Hells Kitchen. Unzählige Stationen aus Daredevils Karriere werden beleuchtet und sinnvoll in einem erzählerischen Rahmen, der an Citizien Kane erinnert, eingebaut. Anspruchsvolle Comicunterhaltung, nicht nur für Fans vom Mann ohne Furcht.



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100% Marvel 71: Daredevil - Das Ende aller Tage

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,99

208 Seiten

100% Marvel 71: Daredevil - Das Ende aller Tage bei Comic Combo Leipzig online bestellen
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Rezension vom: 20.05.2014
Kategorie: 100 % Marvel
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