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Comic-Besprechung - Dial H - Bei Anruf Held 2

Geschichten:
Dial H - Bei Anruf Held 2: Scheibenkleister! (Dial H 6-15)

Autor: China Mieville
Zeichner: David Lapham (6, 7), Alberto Ponticelli (8-15)
Inker: David Lapham (6, 7),Dan Green (8-15)
Colorist: Richard Horie (6-15), Tanya Horie (6-15), Allen Passalaqua (12)


Story:
Nelson und Roxie versuchen mehr über die geheimnisvollen Wählscheiben herauszufinden und die eine defekte zu reparieren. Währenddessen hat ein geheimnisvoller und skrupelloser Agent namens Tausendfüßler ihre Spur aufgenommen. Doch seine Absichten sind alles andere als freundlich und führen zu einer Verfolgungsjagd durch mehrere Dimensionen.


Meinung:
Der zweite Tradepaperbackband von Dial H ist leider schon der letzte. Was allerdings nicht an der Qualität liegt, sondern schlicht und ergreifend daran, das sich die Serie auf dem amerikanischen Markt ziemlich schwer getan hatte und dann eingestellt worden ist. Wobei der geneigte Leser direkt beruhigt sein kann, denn die angebrochene Storyline wird zu Ende geführt und man wird nicht im Regen stehen gelassen voller offener Fragen und ohne Antworten. Wobei letzteres einigermaßen relativiert werden muss. Denn die Optionen für eine mögliche Fortsetzung sind schon gegeben. Aber ob die in Form einer regulär erscheinenden Heftserie stattfinden wird ist mehr als fraglich. Eher wird es wohl einige One-Shots geben, die in der Tat auch bald ihren Weg nach Deutschland finden werden. Warum es nun aber die Serie auf dem US-Markt so schwer hatte? Ganz leicht zu beantworten ist das nicht. Aber es besteht die Vermutung das sie für den Mainstreamgeschmack etwas zu absurd ist, zu abgedreht und sich der Romanautor China Mieville als doch zu europäisch entpuppt. Vielleicht liegt den Amerikanern das ironische Spiel mit den Superhelden auch nicht mehr. Aber das kann alles nur Vermutung sein.

Die Serie hat zwar ihre Schwächen, aber doch genügend Pluspunkte um den Leser zu verzaubern. Wie schon der erste Teil, ist, fast schon in logischer Fortführung, auch der zweite stellenweise recht chaotisch. Da gibt es manche logische Sprünge und Lücken, was manchmal angesichts der drohenden Einstellung erklärt werden könnte. So gibt es gleich zweimal erhebliche chronologische Sprünge festzustellen wo ganze Handlungsstränge nicht mehr weiter verfolgt werden. Das legt den Verdacht nahe, das Mieville angehalten worden ist, möglichst schnell zu Ende zu kommen. Das ergibt zwar eine rasante Achterbahnfahrt, aber solch wunderschöne Momente wie gleich zu Beginn dieses Sammelbandes, der mit seinem Wortwitz, der Situation und der Psychologie einen genialen Einstieg und gleichzeitig eine Metaebene und einen ironischen Witz zu den gesamten Superhelden bildet, kommen dann leider nicht mehr vor. Dafür braucht es Zeit. So wird mit fortlaufenden Seitenzahlen der Band auch schwächer und schwächer, wobei er nie schlecht wird.

Das liegt vor allem an der immensen Liebe zum Detail und der überbordenden Fantasie die hier gezündet wird. Generell wird hier ein Psychotrip durch gleich mehrere Universen geboten. In jedem Panel gibt es dann abgedrehte Figuren, Superhelden und Wesen, von denen man mehr wissen möchte. Und mit den Amalgams auch gleich einige satirische Seitenhiebe auf die damals erfolgreiche Heftserie von DC und Marvel welche die Crossovers auf die Spitze trieb. Durchgeknallt, aber lustig und intelligent. Voller Überraschungen und absurder Ideen hat man eine wahre Wundertüte an graphischen und detailreichen Einfällen vor sich und es gilt viele Anspielungen zu entdecken. Allein schon die lebenden Graffitis und die Querverweise auf Batman sind schon fast satirisches Sakrileg, machen aber auch die Eindimensionalität vieler Helden deutlich. Wobei ausgerechnet Batman hier eine Ausnahme darstellt. Jedenfalls wird auch Humor geboten. Bei all den bizarren Hintergründen und Details leidet dann wieder die Story bei der nicht sonderlich viel erklärt wird und der Leser mehr als einmal etwas hilflos davor sitzt und sich zwischen seinen Fragezeichen zurechtfinden muss. Da diente die eigentliche Geschichte deutlich als Transportmittel für das ganze wunderschöne Beiwerk. Aber für einen Klassiker reicht das dann nicht.


Fazit:
Die überbordende Fantasie und die Liebe zum Detail können die schwächelnde und teils äußerst konfuse Story kaum überdecken. Leider gibt es gleich mehrere große Sprünge, die nur bedingt durch die satirischen Anspielungen wett gemacht werden können.

Dial H - Bei Anruf Held 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Dial H - Bei Anruf Held 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,99

ISBN 10:
3862018776

ISBN 13:
978-3862018772

220 Seiten

Dial H - Bei Anruf Held 2 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • überbordende Fantasie
  • satirische Seitenhiebe
  • Metaebenen
  • jedes Panel eine Idee
  • Charaktere
Negativ aufgefallen
  • sehr konfuse Story
  • große inhaltliche Sprünge
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Rezension vom: 05.04.2014
Kategorie: Hefte
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