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Comic-Besprechung - Witchblade Rebirth 2

Geschichten:
Witchblade Rebirth 2: Portale (Witchblade 156-163)

Autor: Tim Seeley
Zeichner: Diego Bernard
Inker: Fred Benes, Allisson Rodrigues
Colorist: Arif Prianto, Beny Maulana



Story:
Sara Pezzini, die Trägerin der Witchblade, ist nun als Privatdetektivin in Chicago tätig. Als solche hat sie noch ihre Probleme sich einzufinden und die Fälle, mit denen sie zu tun hat, machen das alles nicht gerade einfacher. So muss sie etwa Geister jagen und wird sogar in das Reich der Feen verschlagen.


Meinung:
Starautor Tim Seeley (Hack/Slash) übernahm die Abenteuer der bekannten Heldin Sara Pezzini mit Rebirth 1 und kann der Serie durchaus frischen Atem verleihen. So hebt Seeley etwa deutlich den Horroranteil hervor. Dabei übernimmt er nicht gerade die Genreregeln, was einen aber auch nicht sonderlich überraschen dürfte, da er schon in seiner Hauptserie Hack/Slash diese ironisch betrachtet und parodiert hatte. So ignoriert er teilweise durchaus die Klischees des Horrors und verknüpft viel lieber das Genre mit demjenigen der Superhelden, der Fantasy und des Krimis und bläst ein bisschen mehr als kräftiges Mystery hinein. So kann der Verbund der Krimielemente mit Geistern und Superhelden, allein schon durch die Waffe der Witchbalde, überzeugen und alle ergänzen sich wunderschön. Allerdings ist hier kein Witz oder Ironie wie in seinen anderen Serien zu finden, sondern er geht mit Ernst und Respekt an die Sache heran.

So sind die hier versammelten Storys sehr spannende und teils auch sehr bewegende Geschichten. Vor allem überrascht es einen doch in gewisser Hinsicht, das durchgehend alle Charaktere, auch die Nebenfiguren, sehr interessant sind und Tiefe besitzen. Das ist wirklich selten. Denn meist dienen die Nebenfiguren nur dazu eine Schablone, einen Hintergrund für den Helden zu liefern, vor dem er sich profilieren kann. Hier gilt das nicht. Schließlich ist die Heldin schon etabliert genug und es geht nicht darum, sie neu zu erfinden, sondern  den Background anders zu gestalten. Nicht nur das macht den Band zu einem wahren Lesevergnügen.

Zudem gibt es hier kein schematisches Gut- und-Böse-Bild, es wird nicht alles in Schwarz/Weiß gesehen, sondern auch die Bösen bekommen sympathische Seiten und die Guten böse Aspekte verliehen. So kann man in einer Szene durchaus Mitleid mit den Schurken haben und alles ist sehr viel differenzierter gestaltet als man es gemeinhin aus dem Genre kennt. Dementsprechend ist die Heldin selber ein um das andere Mal deutlich verwirrt. Als Polizistin kannte sie nur Recht und Gesetz und eben das was dagegen verstoßen hatte und geahndet werden musste. Nun als Privatdetektivin wird sie mit den Grautönen der Gesellschaft konfrontiert und muss erst noch damit klar kommen. All diese Aspekte führen dazu, dass die Abenteuer einen deutlichen Touch von Noir bekommen. All das passt zu hervorragend zu der neuen Sichtweise, der Erzählperspektive des private eye der noch mehr als Polizisten im Zwielicht agiert.

Die Zeichnungen sind sehr schön realistisch und doch fantasievoll gehalten, welche immer auch, bei aller Verankerung im Realismus, die Möglichkeit bieten, sich fantasievoll austoben zu können. Stark.


Fazit:
Die Witchblade hat deutlich Rückenwind bekommen. Starautor Seeley erhöht den Horroranteil und vermag es, die Klischees zu umschiffen. Die Storys sind durchwegs spannend und abwechslungsreich, wobei gerade die differenzierte Sichtweise und die Gestaltung der Nebenfiguren positiv überrascht.

Witchblade Rebirth 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Witchblade Rebirth 2

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,95

ISBN 13:
4198354119953

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • keine Klischees
  • Gestaltung Nebenfiguren
  • Genremixtur
  • kein Gut-Böse-Schema
  • realistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 21.12.2013
Kategorie: Witchblade
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