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Comic-Besprechung - Thunderbolts

Geschichten:
Thunderbolts 1: Heftige Gegenwehr (Thunderbolts (2013) 1-6)

Autor: Daniel Way
Zeichner: Steve Dillon
Colorist: Guru eFX


Story:
General Thunderbolt Ross, alias der Rote Hulk, will das Team der Thunderbolts wieder auferstehen lassen und schart eine Gruppe von Einzelkämpfern um sich, um Verbrecher und Diktatoren ein für alle Mal auszuschalten. Doch nicht nur die Armee eines Diktators und dessen Leibwächter machen dem neuen Team Probleme, sondern auch die Mitglieder an sich. War es eine gute Idee, den Punisher, Elektra, Deadpool und Venom zu vereinen?


Meinung:
Die neuen Thunderbolts vereinigen einige Fanlieblinge in ihren Reihen, die entweder  in ihren Soloabenteuern sehr erfolgreich sind oder immer wieder gerne als Gaststars gesehen werden. Der Punisher und Deadpool sind in ihren eigenen Serien sehr erfolgreich. Elektra und Venom haben es da schon etwas schwerer, sind aber als Gaststars immer wieder gerne gesehen. Und dann noch der rote Hulk als Anführer. Alles sind Individualisten, die nur ihre Radikalität gemeinsam haben. Sie wollen die Bösen weniger einfangen und bestrafen, als schlicht und ergreifend töten. Und diese Charaktere werden nun zu einem Team zusammengewürfelt. Naja, Team?

Eben dieser Aspekt macht die Geschichte, unter anderem, so spannend. Können die sich überhaupt als Team bewähren? Jeder Charakter an sich weckt schon das Interesse der Fans und man kann anhand deren Konzeption mit Fug und Recht befürchten, dass dann die eigentliche Story in der Action untergehen wird. Es gibt hier zwar einiges an Action, die passend zu den Teammitgliedern auch streckenweise sehr brutal ausfällt, aber die Geschichte ertrinkt zum Glück nicht darin. Das hat zum einem mit der Teamfindung zu tun, wobei nicht nur der Individualismus einiges zu stören droht, sondern auch Eifersucht und Antipathie, sondern weil eben auch in der Story so einige Fragen aufgeworfen werden und nicht alles so glatt abläuft wie geplant. Vor allem der rote Hulk erzählt nicht alles und hält seine gefährlichen Mitstreiter in Unwissenheit. Was seinen Plan fast zu scheitern drohen lässt.

Die Dynamik zwischen den Einzelkämpfern schlägt sich auf das ganze Abenteuer nieder und die Spannungen gehen dann auf Kosten derjenigen, denen man eigentlich helfen wollte, was der ganzen Aktion ein mehr als schalen Nachgeschmack verleiht und die Anti-Helden nicht gerade sympathischer erscheinen lässt.
Es ist auch sehr lobenswert, das deutlich gemacht wird, wie der zu bekämpfende Diktator erst von den USA installiert worden ist und nur durch die CIA an die Macht kam. Das weckt natürlich Erinnerungen an realpolitische Ereignisse und zeigt wieder einmal, dass man die Monster die man bekämpft erst selber schuf. Und zwar sind diese so gewaltig, dass es dafür dann wieder andere Monster in Form dieser Vigilanten bedarf.

Zeichenstar Steve Dillon hat das alles wunderbar gestaltet und seine Art das Minenspiel darzustellen ist einzigartig. Große graphische Ideen, wie er es oft im Seitenaufbau oder in der Panelanordnung macht, sind hier allerdings nicht zu finden, so dass seine Arbeit deutlich als solide Auftragsarbeit zu kennzeichnen ist. Dennoch macht es immer wieder Spaß sein Werk anzuschauen. Allein schon die Blicke zwischen Elektra und dem Punisher reichen aus, um Spannung zu schüren. Dafür hätte ein anderer Zeichner einen ausufernden Off-Kommentar des Autors benötigt. Hier reichen die Augen und eine hochgezogene Augenbraue. Klasse.


Fazit:
Da trotz aller Action und Brutalität eine gelungene Story vorliegt, die nicht nur Spannung erschaffen kann, sondern auch bissige Seitenhiebe auf die amerikanische Außenpolitik verteilt, ist der Auftakt der neuen Serie um die Thunderbolts mehr als gelungen. Dass sich hier auch noch einige Fanlieblinge tummeln, macht den Band erst recht zu einem Pflichtkauf.

Thunderbolts - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Thunderbolts

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 13:
4198579214990

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zusammenkunft Fanlieblinge
  • funktionierende, spannende Story
  • Seitenhiebe auf US-Politik
  • kontroverse Charaktere nicht geschönt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 11.11.2013
Kategorie: Thunderbolts
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