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Comic-Besprechung - Marvel Maximum 54: Wolverine Max 1

Geschichten:
Marvel Maximum 54: Wolverine - Der ewige Zorn (Wolverine Max 1-5, Permanent Rage)

Autor: Jason Starr
Zeichner: Roland Boschi, Connor Willumsen (Heft 1), Felix Ruiz (Hefte 2-5)
Inker: Craig Yeung (2), Felix Ruiz (2)
Colorist: Dan Brown, Andres Mossa (2), Lee Loughridge (5)


Story:
Logan, alias Wolverine, findet sich nach einem Flugzeugabsturz im Japanischen Meer wieder. Leider kann er sich an nichts mehr erinnern und so steckt er voller Zweifel, ob nicht er selbst an dem Unglück Schuld ist. Gejagt von der Polizei versucht er herauszufinden, was geschehen ist. Die einzige Spur hat er durch eine Frau, die offensichtlich mit ihm gereist war. Schon bald trifft er auf einen Feind aus der Vergangenheit.


Meinung:
Irgendwie wird man bei der Lektüre des Bandes aus der Marvel Max-Reihe Der ewige Zorn das Gefühl nicht los das der Romanautor Jason Starr, der diesmal die Geschicke des Klauenträgers lenkt, nicht sonderlich viel mit dem Charakter und dem Format anzufangen wusste.

Was das Format angeht ist es ja schließlich bekannt, dass das Max Label durchaus blutigere und kontroversere Inhalte verträgt als es sonst bei Marvel üblich ist. Da dürfen nicht nur in punkto Gewalt, aber bloß nicht beim Sex (ist das schon mal jemand aufgefallen?), in die Vollen gegangen werden und auch inhaltlich dürfen dann kontroverse Aspekte zur Sprache kommen, in dem Bewusstsein, dass ein reiferes Publikum für das Label geeignet ist. Ja, es geht auch hier blutig zur Sache. Aber eher nebenbei. So nach dem Motto „Okay, anstatt nur K.O. zu gehen, sind die Leute halt tot“. Da sieht man auch ab und an Gedärm und andere Ekligkeiten, aber irgendwie wirkt es verzagt und in Form einer Bringschuld eingebaut. Denn inhaltlich gibt dieses Wolverine-Abenteuer eigentlich nichts dafür her. Starr sagte sich wohl: „Okay, es gibt Gewalt, hier habt ihr sie, aber es interessiert mich nicht.“

Vielmehr besteht ein Problem des Bandes darin, das er sich deutlich auf die Schultern von anderen stellt. So bekommt man die eine und andere bekannte Zutat vorgesetzt, so dass man beginnt sich selber zu versichern, ob hier auch wirklich eine Neuerscheinung vorliegt. Auch wird kein Thema angepackt, welches etwa den Charakter von Wolverine anders als sonst beleuchten würde. Generell scheint der Charakter unantastbar zu sein und die Einflüsse besonders von Frank Miller sind überdeutlich. Andererseits wird wieder das mittlerweile, auch bei Wolverine, völlig ausgelutschte Thema Gedächtnisverlust behandelt. Hier wirkt es zudem alles andere als überzeugend und es schafft auch keine Spannung, da ja der Leser um den Charakter weiß (im Gegensatz zu solchen meisterhaften und verschlüsselten Serien wie XIII). Das dann noch das Thema Japan gewählt wird, ist zwar ganz in der Tradition der Serie, wieder: Frank Miller, aber alles andere als neu. Hier wird deutlich auf den aktuellen Film geschielt und ehrlich gesagt, ist das ganze Konzept nicht sonderlich überzeugend ausgefallen.

Immerhin ist der Konflikt mit Victor Creed, alias Sabretooth, gut und er dient als dunkles Spiegelbild des beliebten Helden. Nur das die Unterschiede in der Moral und nicht in den Handlungen zu finden sind und somit diese Doppelung etwas sehr bemüht und plakativ ausgefallen ist.

Mäßig wie der ganze Band sind auch die Zeichnungen die nicht so ganz wissen, wohin die Reise gehen soll. Manche Szenen sind gelungen, etwa der Verlust der Augen und wie Wolverine mit seinen Sinnen reagiert, aber im Großen und Ganzen ist dieser Band eine Enttäuschung.

Fazit:
Da hätte man von Wolverine in der Marvel Max Reihe mehr erwarten können. Die Gewalt entsteht nebenbei und ist bemüht und es wird kein kontroverses Thema behandelt. Vielmehr wird nur altbekanntes zitiert und das ganze Konzept wirkt altbacken und uninspiriert.

Marvel Maximum 54: Wolverine Max 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Maximum 54: Wolverine Max 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 13:
4196453214999

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tempo
  • Konflikt mit dunklem Spiegelbild
Negativ aufgefallen
  • nichts aus dem Konzept und Charakter gemacht
  • wirkt alles bemüht
  • verbrauchtes Thema Gedächtnisverlust
  • uninspirierte Zeichnungen
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Rezension vom: 25.09.2013
Kategorie: Marvel Max
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