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Comic-Besprechung - Carbon Grey 1

Geschichten:
Carbon Grey 1: Schwestern im Krieg (Carbon Grey 1 - 3)

Autor: Hoang Nguyen, Khari Evans, Paul Gardner, Mike Kennedy
Zeichner: Khari Evans, Kinsun Loh, Hoang Nguyen



Story:
In der Mitte Europas liegt ein Staat, der sich strikte Neutralität verordnet hat. Das ist nicht nur dem europäischen Kaiser ein Dorn im Auge. Durch ein Attentat entbrennt ein großer Krieg. Als der Kaiser vermeintlich von seiner weiblichen Leibwächterin ermordet wird, drohen die Ereignisse weiter zu eskalieren. Denn Giselle gehört zu den legendären Grey-Schwestern, deren Schicksal untrennbar mit der des Reiches verwoben ist.


Meinung:
Optisch ist dieser Start einer neuen Serie sehr beeindruckend und wirkt insgesamt sehr europäisch, obwohl die Originale bei dem amerikanischen Verlag Image erschienen sind. Da sind einige Sachen zusammengeschmolzen. So hat Carbon Grey nicht nur etwas von der Monumentalität eines Kinoblockbusters, sondern auch von einem Videospiel, nicht zuletzt aufgrund der Optik. Wobei hier kein Missverständnis entstehen soll: die Zeichnungen sind nicht komplett an einem Rechner entstanden, sondern von Hand. Und natürlich stammt die letzte Zutat dieses Mischmasches von einem Comic. Man ist zunächst etwas verwundert. Ist Carbon Grey eine Adaption eines Filmes oder eines Videospieles, wie es sie in letzter Zeit so oft und viel gegeben hat? Nein, ist sie nicht. Die Serie ist eigenständig und basiert auf keinem Videospiel oder Kinofilm. Die Einflüsse der Medien sind aber deutlich. Nicht zuletzt da einige der Schöpfer ursprünglich Videogamedesigner sind. Das merkt man im positiven als auch negativen Sinne.

Positiv wird das auf jeden Fall in der Optik deutlich, die einen in ihrem naturalistischen Stil in den Bann schlägt. Das erinnert einen sehr an europäische Serien wie Yiu und auch sonst hat eher die kontinentale Tradition durchgeschlagen. Auf Splashpanels wird größtenteils verzichtet und die Panelanordnung ist viel experimenteller, als man von amerikanischen Serien gewohnt ist. Insgesamt ist das alles nicht nur sehr naturalistisch so dass man es schon fast mit einem Videospiel verwechseln kann, aber auch sehr blutig. Die Gewalt geht manchmal durchaus in den Bereich des Splatter über.

Negativ merkt man die Einflüsse eines Videospiels insofern, dass hier die Story schwächelt. Sie ist nicht nur unübersichtlich, sondern richtig chaotisch. Da geht die Spannung schnell verloren, wenn sich der Leser in dem Dickicht der Handlung zurechtfinden muss und nicht von ihr getragen wird. Da gibt es sogar Schwierigkeiten die titelgebenden Schwestern zu identifizieren, geschweige denn sie zu charakterisieren und auseinanderzuhalten. Aber auch insgesamt ist es schwierig auseinanderzuhalten, wer zu wem gehört und wie die interpersonalen Konstellationen aussehen. Wer ist hier überhaupt wer? Ist eine der Heldinnen überhaupt eine Heldin? Gehört sie gar zu den Schwestern? Warum und wofür wird denn eigentlich gekämpft? Auch die Motive so gut wie jeder Person  sind nicht zu durchschauen.

Vor lauter mentalen Fragezeichen verliert man sich dann schon ganz gerne in den optischen Dschungel dieser Steampunkwelt. Allein reicht das aber nicht aus. Man ist zwar in abgeschwächtem Maße auf die Fortsetzung neugierig, aber die braucht definitiv eine dramaturgische Struktur. Allein schon eine festgelegte Erzählperspektive wäre da hilfreich. Aber man ist ja schon zufrieden, wenn wenigstens künftig Zeitsprünge unterbunden werden würden, die nicht nur überflüssig sind, sondern alles noch unnötig zusätzlich komplizieren.

Fazit:
Optisch beeindruckend, ist die Story leider völlig chaotisch und hat keinerlei Struktur. Da fehlen Identifizierungen, Motive, eine Erzählperspektive und man ist sich selbst darüber nicht im Klaren wer eigentlich die Heldinnen sind.

Carbon Grey 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Carbon Grey 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,95

ISBN 10:
3862017400

ISBN 13:
978-3862017409

100 Seiten

Carbon Grey 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Optik
  • Dynamik
Negativ aufgefallen
  • völlig chaotische Story
  • keine Motive und Charakterisierungen
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Rezension vom: 10.09.2013
Kategorie: Rezensionen
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