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Comic-Besprechung - Smile

Geschichten:
Smile (Smile)

Autor / Zeichner: Raina Telgemeier
Colorist: Stephanie Yue


Story:
Raina ist ein junges Mädchen, die zu ihrem Leidwesen eine Zahnspange bekommen soll. Am selben Tag an dem sie die Hiobsbotschaft erhalten hat, erleidet sie allerdings einen leichten Unfall, bei dem sie sich zwei Zähne ausschlägt. Es beginnt eine wahre Odyssee bei Zahnärzten und Kieferchirurgen. Nicht nur Schmerzen und der Spott ihrer Freundinnen quälen sie zudem, denn sie ist dabei, sich zu verlieben. Doch wie soll sie ihren Angebeteten anlächeln können, wenn sie „Schneeketten“ im Mund hat?

Meinung:
Die Pubertät ist eine Zeit größter Veränderungen. Man wird sich in dieser Phase zunehmend selber fremd. Nicht nur macht die geistige Entwicklung ganze Schübe durch, da immer mehr neuronale Verbindungen im Gehirn verknüpft werden, sondern die als sehr viel dramatischer empfundene Entwicklung ist diejenige des Körpers an sich. Man wird sich seiner Umgebung immer bewusster, was mit einer großen Unsicherheit einhergeht. Da ist es nicht besonders hilfreich, wenn man sich selber fremd in einem Gefäß fühlt, dass nicht mehr als das eigene erscheint. Damit einher gehen auch die Veränderungen der Gefühle, die sich mit dem Körper ändern. Man wird immer mehr von außen beeinflusst. War vorher die maßgebliche Einheit für die Identifikation und der Selbstbestätigung die Familie, werden es mehr und mehr die Freunde, die sogenannte peer-group, und das andere Geschlecht. So achtet man mehr als vorher auf seine Außenwirkung und macht viele seiner Empfindungen und der Gesamtstimmung abhängig von anderen Menschen.

Was muss es da für ein Rückschlag sein, wenn man eine Zahnspange bekommt und sich so vermeintlich hässlich vorkommt und ein Stück Metall dementsprechend alles verändert.  Der im Wachstum begriffene fremde Körper wird noch zusätzlich „verunstaltet“ und künstlich verformt. Und das in einer Zeit wo die Meinung anderer einem immer wichtiger wird. Das kann dem Selbstwertgefühl einen herben Rückschlag versetzen. All diese Thematik wird indirekt durch die wunderschöne und zu Recht ausgezeichnete Graphic Novel Smile von Raina Telgemeier angesprochen. Die Veränderungen sind nicht alleine das zentrale Thema, sondern auf der Inhaltsebene ist der Kampf mit den Zähnen an sich bestimmend. Jeder, der mal eine Spange getragen hat, kann hier mitfühlen bis mitleiden, da er beim Lesen wieder hilflos auf dem Stuhl eines Kieferchirurgen sitzt und an einem herum geschraubt wird. Auch wenn jetzt die gesamtkörperliche Entwicklung nicht in den Vordergrund gerückt wird, so ist sie doch das maßgebliche Thema. Wofür die Zähne vielmehr stellvertretend stehen und die damit leidgeplagten Jugendlichen direkt aus der Realität abgeholt werden. Denn die autobiographische Heldin wird durch die Spange und das Unglück mit den Zähnen sehr beeinflusst und prägt ihre Umwelt und die Sichtweise erheblich. Denn wie man die Welt sieht, bestimmt das Verhalten ihr gegenüber. Das macht Telgemeier nicht nur für ehemalige Spangenträger nachvollziehbar.
Smile hat viel Charme und Witz und zeigt große Empathie und kann sehr gut mit teilweise einfachen Mitteln erzählen. Etwa wenn ein Erdbeben durch Panelverschiebungen deutlich gemacht wird und die Untersicht auf Zahnärzte denen etwas sehr bedrohliches verleiht. Manchmal ist die Mimik etwas sehr exaltiert geraten und sehr auf jüngere Leser abgestimmt in ihrer Übertreibung. Aber die rührenden und komischen Szenen packen einen und es ist wirklich kein Wunder, das diese Graphic Novel als bestes Jugendbuch 2011 einen Eisner Award gewonnen hat. Wobei es nicht nur für Jugendliche geeignet ist. Auch Erwachsene können hier so einiges finden. Entweder sie erinnern sich an ihre eigenen Erlebnisse oder können sich in dieser Welt umtun und sich bewegen lassen.

Fazit:
Eine wunderschöne Graphic Novel über den Einfluss, den eine Zahnspange auf das Leben und die Umwelt einer Pubertierenden haben kann. Zu Recht wurde der Band mit einem Eisner Award ausgezeichnet, wobei die Zielgruppe aufgrund des Charmes, Witzes und der Empathie weit über Jugendliche hinaus geht.

Smile - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Smile

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,99

ISBN 10:
3833226544

ISBN 13:
978-3833226540

224 Seiten

Positiv aufgefallen
  • eng am Alltag und am Lebensgefühl
  • gute graphische Aufarbeitung
  • Witz und Charme
  • holt erwachsene Leser bei der Erinnerung und junge im Leben ab
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.06.2013
Kategorie: One Shots
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