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Comic-Besprechung - Avengers vs. X-Men 1

Geschichten:

US-Avengers vs. X-Men 1, 2
US-AVX: VS 1
"Magneto vs. The Invincible Iron Man"
"The Thing vs. Namor, The Sub-Mariner"

Story:
Jason Aaron, Brian Michael Bendis, Ed Brubaker, Jonathan Hickman, Matt Fraction
Texte:
Brian Michael Bendis
Zeichner: John Romita Jr.
Farben: Laura Martin



Wer ein wenig das Comic-Geschehen in den Staaten verfolgt, wird mitbekommen haben, dass das "Avengers vs. X-Men" Event ein echter Kassenschlager war und sogar die verschiedenen Ausgaben des DC-Neustarts weit hinter sich gelassen hat. Nun veröffentlicht Panini diese epische Schlägerei auch in Deutschland und kombiniert dies gleich mit einer cleveren Marketingaktion, wo sich die teilnehmenden Comicshops für eine Seite der Kontrahenten entscheiden mussten.

Doch genug der Vorgeplänkel. Starten wir mit der ersten Ausgabe. Mit einem kurzen Einspieler, der zeigt, wie die Phönixkraft auf einem fremden Planeten für Zerstörung sorgt, wird das Event eingeläutet. Doch halt! Für alle Leser, die wirklich an der Basis anfangen wollen, startete das Event natürlich schon mit der Nullnummer, welche in Marvel Exklusiv 100 abgedruckt wurde und die Brücke zum Event "Fear Itself" schlägt.

Nach dem explosiven Start geht es recht schnell in Richtung Konfrontation. Ein Flugzeug stürzt ab, der Superheld Nova wird halbtot geborgen und einiges deutet auf Jean Greys Phönix-Kraft hin. Da kommt natürlich eins zum anderen und schon lässt Cap am selbstgewählten Rückzugsort von Cyclops, Magneto und Co. ein wenig die Muskeln spielen. Dass dieses bei dem eh schon in Selbstmitleid verfallenen Cyclops nicht gerade gut ankommt, dürfte klar sein. Am Ende des Besuchs steht ein massiver Clash zwischen Marvels größten Superheldenteams.

Als Leser hat man ja hin und wieder das Bedürfnis nach einer richtig explosiven Keilerei, bei dem weder der Grund noch das Ergebnis wirklich wichtig sind, bloß um die Helden und Schurken beim Kräftemessen beizuwohnen. AvX bietet dafür genug Potential, das von Brian Michael Bendis und Co. auch zu Genüge genutzt wird. Doch leider stellt sich einem schon zu Beginn die Frage, ob diese Action wirklich sinnvoll ist. Vielmehr wirkt der Auslöser ziemlich konstruiert und von Diplomatie fehlt auch jede Spur. Stattdessen gibt es in altbekannter Manier ordentlich eins auf die Mütze. Gut, unterhaltsam ist das auch, aber inwieweit dadurch ein langfristiger Mehrwert entsteht, ist fraglich.

Wirklich interessant sind hingegen die Hintergründe, die zur Entstehung des Konfliktes führen. Da ist zum Einen die Phönix-Kraft, welche sich nun einen neuen Wirt gesucht hat und nach Auffassung der Rächer die Welt bedroht und da ist zum Anderen der verzweifelte Cyclops, welcher mittels Wut und Hass versucht über die enormen Verluste in seinem Leben hinwegzukommen. Auf Leser, welche die aktuellen Geschehnisse um die X-Men nicht mitverfolgen, ist das Verhalten von Cyclops schockierend, zumal er geradewegs die Konfrontation sucht. Dennoch ist genau diese psychische Schwäche der eigentliche Aufhänger der ersten Ausgabe.

Mit Namen wie Aaaron, Brubaker, Bendis, Hickman und Fraction lässt Marvel bei dem Ereignis nichts anbrennen. Auch wenn der Start erzählerisch recht simpel daherkommt und in weit ausgetretene Storypfade verläuft, so werden die hochkarätigen Autoren im Laufe des Events sicherlich noch den ein oder anderen Überraschungseffekt in der Hinterhand haben. Hoffentlich jedenfalls!

Trotz der bislang nicht gerade innovativen Handlung weiß AvX durchgehend zu unterhalten. Der Clash der Superhelden ist in diesem Maße ein außergewöhnliches Bild, wo sich langfristig die Frage stellen wird, wie sich die marvelsche Unterwelt verhält.

Aber auch ohne Superschurken sind es mal wieder die explosiven Zweikämpfe, wie Das Ding gegen Namor, Iron-Man gegen Magneto und natürlich Cyclops gegen Cap America, die für Spannung sorgen. Demzufolge enthält das Event auch extra eine sogenannte "VS"-Reihe, wo lediglich die Zweikämpfe ohne Unterbrechung gezeigt werden. Dass dabei natürlich die Schauplätze je nach Bedarf gewechselt werden und die Zerstörungen jenseits von Gut und Böse liegen, dürfte klar sein, wenn den Autoren solch eine Chance geboten wird.

Für die grafische Seite zeigen sich John Romita Jr. und Laura Martin verantwortlich. Der Zeichner Romita Jr. arbeitet mit einem ungewöhnlichen Strich, der manche Figuren recht hölzern erscheinen lässt und stellenweise nah dran am Cartoon ist. Wenn Cyclops beispielsweise nach einem Kuss des Phönix durch die Gegend kullert oder "Canonball" den Heli-Carrier zerstört, während sich Ant-Man am Kopf kratzt, dann wirkt das zuweilen unfreiwillig komisch. Auch die Proportionen und Mimiken der Helden sind stellenweise diskussionswürdig und entsprechen selten den hohen Ansprüchen die man als Leser an so ein Event stellt. Im Großen und Ganzen ist das Layout aber gelungen, zumal die Massenszenen ein Hingucker sind und Romita Jr. wichtige Szenen großformatig darstellt.

Der Start des Events ist somit gelungen, auch wenn die Story noch recht simpel gestrickt ist und die Zeichnungen eher durchschnittlich sind. Dennoch kann AvX 1 aufgrund massiver Action, Psychospielchen und  dem Aufbrechen alter Fehden durchgängig unterhalten. Wer richtig viel Superheldenpower gebündelt in einem Match sehen will, sollte das Event verfolgen. Fans von eher tiefgreifender Literatur werden hier hingegen nicht bedient.


Avengers vs. X-Men 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Avengers vs. X-Men 1

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 5,95

100 Seiten

Avengers vs. X-Men 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • actionreicher Start des Events
  • glaubhafte Gefahr
Negativ aufgefallen
  • sinnlose Prügelorgie
  • gewöhnungsbedürftige Zeichnungen
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Rezension vom: 05.05.2013
Kategorie: Die Rcher
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