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Comic-Besprechung - Ikigami - Der Todesbote 3

Geschichten:
Ikigami - Der Todesbote 3
Kapitel 5: Außer Kontrolle, Akt 1-3
Kapitel 6: Lüge aus Liebe, Akt 1-3

Autor und Zeichner: Motoro Mase

Story:
Fujimoto ist nun schon eine ganze Weile ein Todesbote im Dienst des Ministeriums, welches das Gesetz für Fortschritt und Wohlstand verwaltet. Er überbringt jungen Menschen zwischen achtzehn und vierundzwanzig die Nachricht, dass sie aufgrund einer explodierenden Nanokapsel in ihrem Blut innerhalb des nächsten Tages sterben werden.

Durch die Schicksale, die er bisher miterlebt hat, ist der junge Mann allerdings ins grübeln gekommen. Zwar führt er seinen Dienst weiter gewissenhaft aus und lehnt sich nicht offen gegen das Gesetz auf, stattdessen studiert er es genau, um Möglichkeiten zu finden, es auszuhebeln oder auf andere Weise auszulegen.

Er überbringt die nächste Todesnachricht an den Sohn einer Politikerin, die sich in ihrer Wahlkampagne vehement für die Ausweitung des Gesetzes ausspricht. Aus diesem Grunde ist sie sich auch nicht zu schade, das Todesurteil für ihr eigenes Kind für ihre Kampagne auszunutzen - mit schrecklichen Folgen.

Seit seine Schwester erblindet ist, kümmert sich ein junger Mann um sie. Allerdings belügt er sie auch, da er sie beide nicht mir einer geregelten Arbeit, sondern mit kleinen Betrügereien und Schwindeleien über Wasser hält. Als er seinen Ikigami erhält, beschließt er, das Einzige zu tun, was ihm noch bleibt: Seiner Schwester das zu spenden, was sie braucht um wieder sehen zu können. Allerdings erfährt das Mädchen, dass er sie belogen hat. Grund genug für Fujimoto, dem Todeskandidaten unter die Arme zu greifen, auch wenn er damit seine Kompetenzen überschreitet.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Ikigami ist im Grunde ein sehr ruhiger Manga, da er sich eigentlich nur mit den Schicksalen ganz normaler Menschen beschäftigt, dennoch rütteln die Geschichten auf und bringen zum Nachdenken. In einer Welt in der ein kaltblütig handelndes System die junge Generation maßregeln will, zeigt sich, dass es oft genug den Falschen trifft, selbst wenn dieser in seinen letzten vierundzwanzig Stunden zum Täter wird.

Das ist besonders an dem ersten Fall erkennbar. Der Sohn einer Politikerin hat sich genau in die Richtung entwickelt, die das Gesetz eigentlich verhindern wollen. Allerdings verschweigt die Geschichte auch nicht, dass nicht der Junge allein daran schuld ist, sondern auch seine Mutter, die bis zuletzt alles für sich ausschlachten will. Aus diesem Grund ist auch das Ende passend gewählt und es gibt sogar einen Bezug zu einer der ersten Geschichten.

Im zweiten Fall wagt es der Todesbote erstmals für einen der Todgeweihten aktiv zu werden und ihn nicht nur die Nachricht zu überbringen. So entwickelt sich auch der junge Beamte weiter - und es wird sehr interessant sein, auf welche Art und Weise er weiterhin mit dem System umgehen wird, für das er arbeitet. Aus diesem Grund ist das behandelte Schicksal weniger wichtig und wird eher nebenher abgehandelt.

Alles in allem hinterlassen auch die beiden Geschichten dieses Bandes Spuren beim Leser, da dieser gnadenlos in die Ereignisse mit hinein gezogen wird, weil sie nachvollziehbar und intensiv geschildert werden. Dabei gleitet auch diesmal nichts ins Melodram ab, auch wenn das Geschehen bewegt.



Fazit:
Im dritten Band bietet Ikigami - Der Todesbote nicht nur wieder zwei dramatische Geschichten um die letzten vierundzwanzig Stunden im Leben von zwei jungen Menschen, sondern auch eine interessante Entwicklung an anderer Stelle, die mit Sicherheit noch handlungstragend werden wird.

Ikigami - Der Todesbote 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Ikigami - Der Todesbote 3

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 7,95

ISBN 13:
978-3551795731

208 Seiten

Ikigami - Der Todesbote 3 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Wieder gehen die Geschichten unter die Haut und regen zum Nachdenken an!
  • Die Figuren und der Hintergrund sind realistisch und vorstellbar dargestellt
  • Kitschige Melodramatik ist so gut wie gar nicht zu finden.
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 19.02.2013
Kategorie: Ikigami - Der Todesbote
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