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Comic-Besprechung - Die Dynastie der Drachen 2: Das Lied des Phönix

Geschichten:
Die Dynastie der Drachen 2: Das Lied des Phönix
Original:
La Dynastie des Dragons: Le Chant du Phénix, Frankreich 2012
Autor: Helene Herbeau
Zeichner: Emmanuel Civiello

Story:
China im elften Jahrhundert. Kaiser Renzong hält auf der Suche nach der Unsterblichkeit lange einen Phönix gefangen und köpft ihn, als sich seine Träume nicht zu erfüllen scheint. Die Strafe folgt auf den Fuß, denn der Zorn des mächtigen Drachen Ying Long wird entfacht.

Der Versuch ihn wieder zu versöhnen, indem der Menschenkaiser seinen einzigen Sohn und Erben opfern will, schlägt fehl, denn Barbaren aus dem Volk der Xia entführen den Jungen, ehe er sein Ziel erreicht.

In einem flammenden Inferno geht die Verbotene Stadt in Flammen auf und die Steppenkrieger überziehen das Reich mit Krieg. Just dann rettet ein einfacher Händler ein kleines Mädchen aus den Flammen.

Elf Jahre später ist das Mädchen zu einer schönen Frau namens Luán herangewachsen. Um den Frieden zu stärken, wird sie mit dem Botschafter der Xia verheiratet und schenkt diesem einen Sohn.

Renzong, der den Angriff in einer heiligen Pagode überlebt hat, stirbt und hinterlässt ausgerechnet seinem wichtigsten Ratgeber ein großes Vermächtnis, das mit seiner Suche und seiner Strafe zusammenhängt.

Indes hat Ying Long menschliche Gestalt angenommen und sucht so nach seinem verlorenen Schatz. Denn der Phönix, der eigentlich hätte wieder geboren werden müssen schweigt, sein Schicksal ist ungewiss. Mit Zorn im Herzen geht der Drache den wenigen Spuren, die ihm geblieben sind, nach und macht dabei eine überraschende Entdeckung, die ihn in ein Lager der Xia und zu der stolzen wie schönen Luán führt, die ihrerseits eine schwere Entscheidung treffen muss.



Meinung:
Man merkt, dass Helene Herbeau und Emmanuel Civiello mit der chinesischen Philosophie und Mythologie vertraut sind. Die Geschichte ist so rätselhaft und verschlungen miteinander verwoben wie eine Peking-Oper.

Trotz actionreicher Kampfszenen, Gewalt und Blut erschließt sich der Inhalt nicht sofort, auch wenn der zweite Band einige Fragen aus dem ersten beantwortet und einen roten Faden erkennen lässt. Mann merkt recht schnell, dass die schöne Luán eine wichtige Rolle einnimmt und wird auch nicht enttäuscht.

Westliche Leser werden sich stellenweise an "Mulan" erinnert fühlen, schildert der Konflikt doch auch das Aufeinandertreffen zweier Kulturen, die sich in manchem sehr ähnlich, dann doch wieder grundverschieden sind. Beiden gemeinsam ist jedoch die Kompromisslosigkeit im Handeln. Die Protagonisten sind Kinder ihrer Kulturen, bleiben aber zumeist eher blass.

Die Mythologie fügt sich angemessen in den historischen Kontext ein. Allerdings sollte man schon ein wenig über die Bedeutung von Drache und Phönix in der fernöstlichen Märchenwelt wissen, um die Geschichte wirklich verstehen zu können, die gerade bei diesem Thema gibt es so gut wie keine Erklärungen.

Die Zeichnungen sind sehr realistisch, die Hintergründe sehr schön recherchiert, gerade die Landschaften haben aber auch etwas von der surrealen Leichtigkeit chinesischer Tuschezeichnungen. Die Figuren sind erstaunlich gut voneinander zu unterscheiden. Alles in allem entsteht durch Bilder und Text eine in sich stimmige Atmosphäre.



Fazit:
Alles in allem ist Das Lied des Phönix ein gelungener zweiter Band von Die Dynastie der Drachen, erzählt der Band die Geschichte doch gelungen weiter und beantwortet viele offene Fragen. Dennoch sollte man schon ein Faible und Wissen für die chinesische Geschichte und Kultur oder über die fernöstliche Mythologie haben, sonst wird der Lesegenuss arg geschmälert.

Die Dynastie der Drachen 2: Das Lied des Phönix - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Dynastie der Drachen 2: Das Lied des Phönix

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 13:
978-3868694147

64 Seiten

Die Dynastie der Drachen 2: Das Lied des Phönix bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Eine komplexe Geschichte im Stil der Pekingoper, die zum genauen Mitlesen auffordert
  • Atmosphärische wie stimmungsvolle Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Ohne Wissen über Kultur und Mythen Chinas versteht man vieles nicht
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Rezension vom: 28.11.2012
Kategorie: Die Dynastie der Drachen
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