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Comic-Besprechung - Venom 2

Geschichten:
Spider-Island: The Avengers 1
Autor:
Chris Yost
Zeichner: Mike McKone
Farben: Jeromy Cox

Spider-Island: The Emergence of Evil – Jackal & Hobgoblin 1
Autor:
Jim McCann
Zeichner: Patrick Scherberger
Tusche: Mark Pennington, Jaime Mendoza
Farben: Chris Satomayor

Venom 6 - 8
Autor:
Rick Remender
Zeichner: Tom Fowler
Farben: John Rauch

Story:
New York erneut am Abgrund. Alle bekommen plötzlich Spinnenkräfte und nicht alle werden zu einem freundlichen Netzschwinger aus der Nachbarschaft. Schon gar nicht erst der Spider King, der ganz nah an der Quelle all dieser Ereignisse steht und den Venom überwinden muss, um die Ursache der Seuche aufzuklären. Nicht nur stehen ihm einige Überraschungen bevor, sondern er bringt auch den Feind mitten ins freundliche Lager. Schwierig die Lage unter Kontrolle zu bringen, wenn der Symbiont in seinem Eindämmungsbehälter gefangen und außer Reichweite ist. Und noch schwieriger ein Mittel gegen die Seuche zu finden, wenn sich dieses in Händen eines anderen außerirdischen Parasiten befinden könnte. Darauf hat man gewartet: Venom gegen Anti-Venom.


Meinung:
Zuletzt sahen wir Flash Thompson alias der neue Venom, wie er an das Krankenbett seines todkranken Vaters trat und ihm letztendlich den Rücken kehrte. Daran schließt nahtlos die Geschichte um die Avengers und den Helden Frog-Man an, die New York vor der terroristischen Gruppe Ultimatum retten müssen. Nicht nahtlos genug? Im Anschluss hätte Venom 2 noch eine Geschichte mit Madame Web zu bieten, die a bisserl was über ihre Spider-Island Visionen zu berichten weiß. Und Jackal und Hobgoblin, die ja immerhin im Titel des Kapitels genannt sind, tauchen insgesamt 1x auf. Willkommen auf der Spider-Island Resterampe. Statt in Sonderhefte werden jetzt die (im Grunde total überflüssigen) Nebenserien des Mega-Events um Spider-Man kurzerhand ausgelagert. Was den einen die Asse, ist den anderen eben Venom 2. Wo sind die Straßen blockierenden Trecker, wenn man sie mal braucht?

Bei weiteren 16 Seiten weniger im Vergleich zum ersten Band heißt das also, man bekommt noch viel weniger Venom, als man eigentlich beim Kauf erwarten dürfte. Venom 1 hatte bereits erste Ansätze seine Geschichte recht abgehakt zu erzählen (warum, wieso, woher Kraven??), so dass die Kapitel recht lose aneinander hingen und der rote Faden nur in Teilen zu erkennen war. Band 2 dagegen setzt mit dem Start sogar noch einen drauf. Da hilft es kaum, wenn es im Anschluss hauptsächlich um Thompsons Mission während Spider-Island geht. Aber auch hier jagt ein Handlungssegment das nächste und gelegentlich wird man einfach in das Geschehen geworfen, bevor man sich als Leser überhaupt orientiert hat. So startet das dritte Kapitel gleich mit einem Kampf auf einer Brücke. Irgendwas Wichtiges zuletzt passiert? Ah, sein Vater liegt im Sterben und er hat innere Konflikte, weil der ein absoluter Drecksack und mieser Elternteil war. Schwamm drüber. Man soll einem mit Charakterentwicklung ja nicht dumm kommen. Vor allem nicht dem Leser.

Wäre alles in Ordnung, wenn Remender seine Serie als reines Actionspektakel anlegen würde. Aber warum dann die Vater/Sohn-Problematik? Warum die Schwierigkeiten zwischen Betty und Flash? Warum die Ansätze ersten Ungehorsams oder Widerwillens bei dem Ausführen von Befehlen? Wenn einen das Kino irgendwas gelehrt hat, dann dass diese Art von Geschichten all das nicht brauchen. Expendables, Crank, Transformers, vermutlich alle Chuck Norris-Filme ... Charakterprobleme sind da bloß Ballast, wenn sie nicht den Hauptkonflikt beschreiben. Und der Witz ist ja, gebrochen ist Flash Thompson als Figur ja schon. Mit vielem gibt sich die Venom-Serie letztendlich aber sehr zufrieden, obwohl da für einen Autoren echte Perlen zu holen wären. Allein die Verbindung zwischen Flash und dem Symbionten könnte ganze Handlungsabschnitte füllen.

Doch zurück auf den Boden der Tatsachen, der sich Venom 2 nennt. New York versinkt im Chaos. Spinnenmenschen und Spinnenwesen allerorten und bei aller Schneidigkeit, das Militär hat im Grunde auch keine Ahnung, was es machen soll. Da ist man bereits froh den Spinnenkönig festgesetzt zu haben, der allerdings kurzerhand den Spieß umdreht. Was folgt ist weiteres Chaos in dem eine geradlinige Geschichte ohnehin untergehen würde. Als wäre alles nicht schon schlimm genug, scheint ein Heilmittel ausgerechnet in den Händen eines alten Bekannten zu liegen: Eddie Brock, oder wie er jetzt heißt Anti-Venom. Da kommt dann auch wieder Freude auf als die beiden Symbionten im Klinsch liegen und am Ende nicht klar ist, zu wem der schwarze Venom eigentlich die Treue hält.

Zum Schluss muss er den Job machen, den man im Grunde Spider-Man hätte zudenken sollen. Der Kampf gegen die Spider-Queen, die mit ihrem X-Men-Gedenkkostüm auf den ersten Blick gar nicht so gefährlich aussieht. Wie man sich da täuschen kann. Doch was soll Flash auch ohne seinen Symbionten machen, der in Null-Komma-Nix von seinem Wirt fortgerissen wird. Zumindest das Finale im nächsten Band könnte nochmal richtig in die vollen gehen (wenn nicht wieder an anderer Stelle gestartet wird).

Wie es aussieht hat es Tony Moore wieder nicht lange bei einer Serie gehalten, weshalb Tom Fowler mit seinem kräftigen Schwarzstrich jetzt Venom begleitet. Die so erzeugte Düsternis passt gut zum Charakter, ihre Comic-haftigkeit ergänzt hier die nötige Dynamik. Fowler hat ein gutes Händchen gerade für Gesichter und aus Flash Thompsons Zügen glaubt man jederzeit seine einstige Alkoholikerkarriere herauslesen zu können. Die emotionalen Momente, auch wenn sie rar sind, unterstützt Fowler gekonnt auf graphischer Ebene und gibt ihnen so die Bedeutung, die sie eigentlich im ganzen Handlungskonstrukt aufweisen müssten, aber dank Remender leider nicht unbedingt haben.

Bitte? Jemand vermisst hier eine Auseinandersetzung mit den Einstiegsgeschichten The Avengers und Jackal & Hobgoblin und so? Wurde hier nicht erwähnt, dass Frog-Man drin vorkommt? FROG-MAN!!!!


Fazit:
Bekam man beim letzten Mal noch satte 5 Hefte Venom, so sind es in Band 2 nur derer 3. So geht die Rechnung nicht auf, gerade wenn Venom 2 so zum Restedepot für Spider-Island wird. Die Geschichte schmiegt sich schon sehr eng an die Ereignisse des Event, aber da dieses auch nahezu den einzigen roten Faden bildet, geraten die interessanten Sachen arg in den Hintergrund. Doch die Tendenz hatte ja bereits der erste Band. Venom 2 spielt nicht gerade seine Stärken aus.


Venom 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Venom 2

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,95

ISBN 10:
4-192479-912956

100 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Venom und Flash sind gute Kombi
  • Fowler leistet gute Arbeit an den Charakteren
Negativ aufgefallen
  • Avengers-Hefte haben in Venom nichts zu suchen
  • rote Faden Verdienst von Spider-Island und nicht von Venom
  • letztlich nur 3 Venom-Hefte im Band
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
3
(1 Stimme)
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Rezension vom: 02.10.2012
Kategorie: Spider-Man
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