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Comic-Besprechung - Secret Avengers 3

Geschichten:
Immer Ärger mit John Steele (Originaltitel: “The trouble with John Steele“ Secret Avengers 11-12)
Autor: Ed Brubaker
Penciller: Will Conrad, Mike Deodato jr.
Inker: Will Conrad, Mike Deodato jr.
Colorist: Rain Beredo

Ohne Titel (Originaltitel: “Untitled“ Secret Avengers 12.1-15)
Autor: Nick Spencer
Penciller: Scott Eaton
Inker: Jaime Mendoza, Rick Ketcham
Colorist: Frank D’Armata


Story:

Steve Rogers reist in den Geist von John Steele, dem ersten amerikanischen Supersoldaten, und versucht herauszufinden, warum Steele zum Shadow Council übergelaufen ist. Im letzten Einsatz von John Steele im Zweiten Weltkrieg deckt er, gemeinsam mit Captain America, schreckliche Naziexperimente auf.

Als die Welt im Chaos versinkt und Red Skull mit seinen Schergen Washington überfällt müssen auch die Secret Warriors in die Schlacht ziehen. Beast ermöglicht einem Abgeordneten im Parlament seine Rede landesweit auszustrahlen. Seine Worte haben eine ungeahnte Wirkung und enthüllen ein lang gehütetes Geheimnis. Im Angesicht der Schlacht erinnert sich Valkyrie an ihre erste Begegnung mit Odin und wie sie die Aufgabe bekam, die verstorbenen Seelen nach Walhall zu geleiten. Black Widow diskutiert derweil mit einer fragwürdigen Redaktion über den Tod und die häufige Rückkehr von Superhelden.



Meinung:

Bevor auch die Secret Avengers die Nackte Angst ergreift beendet Ed Brubaker seinen Handlungsbogen um den ersten Supersoldaten John Steele. Die Rückblenden verbreiten das nostalgische Flair früherer Captain America Geschichten, in denen das Feindbild noch eindeutig war. Auch die stereotypen Naziexperimente passen einfach zur Atmosphäre dieser Episode. Brubaker gelingt es, einen längst vergessenen Charakter mit einigen einfachen Mitteln in einen interessanten und facettenreichen Protagonisten zu verwandeln. Die Zeichnungen von Will Conrad und Mike Deodato jr. sind gewohnt düster, passen aber ausgezeichnet zur Stimmung des Abenteuers.

Mit dem Ende der ersten Kapitel verlässt Brubaker die Serie und übergibt die Kontrolle an Nick Spencer. Seinen Einstand gibt der Autor des Überraschungshits Morning Glories mit einer sogenannten Point One Ausgabe. Diese Marvel Initiative soll potenziellen Lesern den Einstieg in eine Serie erleichtern und den Grundstein für zukünftige Abenteuer legen. Spencer lässt hier einen alten Bekannten gegen Steve Rogers antreten und findet dabei einige kritische Worte zu Rogers uneingeschränktem Gehorsam. Dieses Kapitel bietet interessante Ansätze und ist spannend in Szene gesetzt.

Doch anstatt diesen Ansatz weiter zu verfolgen triff Spencer gleich in seinem zweiten Kapitel der Fluch des Comicgroßereignisses, bei dem es üblich ist, dass jeder namenhafte Held eine Rolle spielt. Da aber Steve Rogers bereits in Fear Itself und den Avengers stark eingebunden ist, konzentriert sich der Autor hier auf die anderen Mitglieder der Secret Avengers. Das Kapitel mit Beast ist stark überzogen und besonders die Wirkung, die die Rede des Abgeordneten hat, könnte kaum übertriebener sein. Die Origin von Valkyrie ist da um einiges glaubwürdiger und das trotz des Auftritts von Odin. Besonders gut wird hier das Leben der einfachen Soldaten fokussiert, die zum Spielball der Mächtigen verkommen. Übertroffen wird diese Episode allerdings von dem Wortgefecht, das sich Black Widow mit einer Nachrichtenredaktion liefert. Diese verbreitet die Nachricht, dass der Tod von Captain America nur eine Inszenierung sein soll. Black Widow soll die Beweise sicherstellen. Was folgt ist eine emotionale und nachvollziehbare Argumentation über die häufigen Tode und Wiederauferstehungen von Superhelden. Der Autor vermittelt glaubwürdig, welche emotionalen Belastungen dabei für die Helden bestehen und wie schwer es ist mit Trauer und Schmerz umzugehen, wenn der Verblichene eine Möglichkeit auf eine Wiedergeburt hat.

Gezeichnet wurden die Fear Itself Episoden von Scott Eaton, der bereits einige X-Men Abenteuer verbuchen kann. Seine Bilder überzeugen mit einem detaillierten Strich, einem gelungenen Szenenaufbau und einem realistischen Faltenwurf, der an Deodato jr. erinnert. Die Kolorierung ist stimmig und besonders elektronische Leuchtquellen strahlen beeindruckend. Eaton choreografiert die Kampfszenen glaubwürdig und selbst die ungewöhnlichsten Kämpfer stellt er authentisch da.



Fazit:

Abwechslungsreicher Band, bei dem die Fear Itself Anteile leider nicht an die Qualität der Vorgänger anknüpfen können. Mancher Ansatz des neuen Autors ist wirklich interessant, geht aber im Schlachtengetümmel unter. Für Spencer wäre ein anderer Einstiegspunkt sicherlich besser gewesen. Trotzdem sollten Fans der Secret Avengers einen Blick riskieren, da man einiges über die Motivation der Helden erfährt.



Secret Avengers 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Secret Avengers 3

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,95

124 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Beweggründe der unbekannteren Helden werden offenbart
  • Black Widows Dialog über das Heldensterben
  • Brubakers Finale mit John Steele
Negativ aufgefallen
  • Schwerer Einstieg für Nick Spencer
  • Fear Itself Teile größtenteils überzogen
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Rezension vom: 24.05.2012
Kategorie: Die Rcher
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