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Comic-Besprechung - Die Stunde der steinernen Drachen von Troy

Geschichten:

Die Stunde der steinernen Drachen von Troy
Autor
: Christophe Arleston
Zeichner, Colorist: Didier Cassegrain



Story:
Nükhu der Barbar kommt in die reiche Handelsstadt Triban, um dort einen Job als Leibwächter zu erlangen. Leider sind die Stellen alle schon besetzt, da es so viele muskelbepackte Kämpfer gibt. Und Nükhu hat nur einen Tag Zeit, um eine Stelle zu finden. Während die Reichen der Stadt an den steinefressenden Drachen verzweifeln, weil sie ihre Paläste schädigen, entdeckt Nükhu ein an ihm bislang unbekanntes Talent. Das könnte ihm ermöglichen, die Drachen zu bekämpfen.



Meinung:

Christophe Arleston hat mit seinen vielen, vielen Spin-Offs und Nebenserien ein ganzes Universum geschaffen, wobei abgesehen vom Schauplatz Troy und der Magie manchmal kaum Gemeinsamkeiten existieren. So kann der Einzelband Die Stunde der steinernen Drachen von Troy auch von Lesern goutiert werden, die bislang nicht mit dem Troy-Universum vertraut sind. In der Chronologie ist der neue Band übrigens als zweiter, nach Die Eroberung von Troy einzuordnen (und wird gefolgt von Das Schattenreich von Troy). Mit Lanfeust und Troll und Cixi und den vielen anderen, hat der Band aber nichts zu tun und schildert auch nicht die Geschichte von Nebenfiguren oder historische Aspekte auf welche in den anderen Nänden Bezug genommen wird.

Vielmehr ist er einfach ein schöner unterhaltsamer Band. Neben kleinen Anspielungen auf den Rattenfänger von Hameln, punktet Arleston in seinem Troy-Spin-Off vor allem mit dem geschickten Spiel der Virilität von Conan und Konsorten. Der Name Nükhu ist schon von allein nicht gerade gedächtnisfreundlich, wie etwa Conan, sondern zudem eine Abkürzung, weil sich alle die Langform nicht merken können. Schon hier wird das Barbarenklischee der Fantasy etwas demontiert. Besonders schön ist der Einfall, dass die ausgeprägten Muskeln hier dem Barbaren nicht helfen, da es auch so schon genügend muskulöse Krieger gibt und er deswegen einfach keinen Job bekommt. Stattdessen ist List gefragt. Das aber als wesentliches Talent eines Barbaren und als wirksames Mittel gegen Drachen ausgerechnet die, für eine archaische Zeit jedenfalls, unmännliche Musik her hält, ist der schönste Einfall des Bandes und ermöglicht einige hervorragende Szenen, die zu den besten des Bandes gehören.

Auch sind hier wieder diverse sozialkritische Aspekte zu finden. Die Drachen sind Stukkatur an den Häusern reicher Kaufleute und indem sie beim Erwachen an diesen Häusern fressen, frisst sich somit der Kapitalismus quasi selbst. Der Status und seine Symbole sorgen für einen Selbstverzehr und sind hohl und schal. Das, was gerne als "Allgemeine Geschäftspraktiken" benannt wird, Ist später dann sogar der Untergang der
Stadt, da die Kaufleute unfähig sind, sich anzupassen.

Im Gegensatz zu manch anderen der Spin-Offs des Troy-Universums kommt dieser Band also mal wieder spritzig und leichtfüssig daher und bietet eine gekonnte Mischung aus Witz, sozialer Kritik, Anspielungen, Erotik und Action.

Der leicht karikaturartige Strich ist gelungen und nur am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig in seiner strikten Reduktion. Leider ist die Farbgebung etwas langweilig und eintönig ausgefallen.



Fazit:
Endlich mal wieder ein rundum gelungenes Spin-Off aus dem Troy-Universum, welches bekannte und beliebte Elemente wie Action, Witz, Anspielungen, Satire, Sozialkritik und Erotik zu vereinen weiss. Zwar kein Meisterwerk, aber doch eine Kaufempfehlung.

Die Stunde der steinernen Drachen von Troy - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Stunde der steinernen Drachen von Troy

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 13,80

ISBN 10:
3868694188

ISBN 13:
978-3-86869-418-5

56 Seiten

Die Stunde der steinernen Drachen von Troy bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Witz, satirische Anspielungen
  • Sozialkritik, Action
Negativ aufgefallen
  • sehr reduzierter Strich mit etwas langweiliger Farbgebung
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Rezension vom: 19.05.2012
Kategorie: One Shots
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