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Comic-Besprechung - Vagabond 29

Geschichten:
Kap. 252 - 260
Autor: Takehiko Inoue
Zeichner: Takehiko Inoue
Tuscher: Takehiko Inoue

Story:
Musashi hat siebzig Männer – Freunde des Yoshioka-Dojos -, die ihm auflauerten erschlagen. Schwer verletzt sitzt er im Gefängnis und fragt sich, welches Schicksal ihn erwartet. Offenbar hat der  Fürst nicht vor, ihn hinrichten zu lassen, im Gegenteil: Musashis Wunden werden versorgt, er bekommt ordentlich zu Essen, sogar Besuch darf er empfangen, und seine Wünsche werden ihm erfüllt. Jeder behandelt ihn mit Respekt.

Der Mönch Takuan, der schon seit Jahren Musashis Werdegang beobachtet, rät ihm, seinem Leben eine neue Richtung zu verleihen. Was spricht dagegen, dass sich der Freund niederlässt, mit Otsu eine Familie gründet und in die Dienste eines einflussreichen Mannes tritt, vielleicht als Lehrer seine Erfahrungen an andere Schwertkämpfer weitergibt? Tatsächlich liegen bereits entsprechende Anfragen vor.

Meinung:
Nachdem Musashi zuletzt reichlich metzelte, hat er im Prinzip erreicht, was er wollte. Es gibt kaum noch etwas, dass einen Kampf, wie er ihn gerade hinter sich gebracht hat, übertreffen könnte. Siebzig Gegner sind tot – er hat als einziger überlebt. Doch der Preis, den er dafür zahlen muss, ist hoch: Sein Körper ist gezeichnet, und sollte jemand Ruhm erwerben wollen, indem er den legendären Musashi erschlägt, dann hat der Betreffende leichtes Spiel. Insofern ist es eine Gnade, dass der Verletzte in der relativen Sicherheit des Gefängnisses sein Bein heilen lassen kann. Die Zeit nutzt er, um Übungen zu machen und über das Geschehene sowie die Zukunft nachzudenken. Allerdings kann er sich nicht für Takuans Ratschläge begeistern. Obwohl er zu begreifen beginnt, dass das Töten ihn nicht ‚einzig unter dem Himmel‘ macht, ist er ein Mann des Schwertes, der auch weiterhin den Weg des Kampfes gehen will. Aber kann er das noch nach all diesen Verletzungen?

Unterdessen fragen sich auch Otsu und Jotaro, die Musashis Spur folgen, was sie sich erhoffen. Otsu kann nicht mehr daran glauben, dass sie jemals ihr Glück an der Seite des Mannes finden wird, den sie liebt. Selbst wenn er etwas für sie übrig hat, so stehen das Schwert und die damit verbundene Suche nach dem Sinn des Lebens für ihn weiterhin an erster Stelle. Jotaro bewundert Musashi und will ihm nacheifern. Auch die Gemeinheiten anderer Kinder, die in seinem Meister eine Bestie sehen, können ihn davon nicht abbringen.

Kojiro Sasaki sucht ebenfalls, doch ist er taubstumm, und Takehiko Inoue nutzt diesen Umstand, um den Leser im Unklaren darüber zu lassen, was in dem jungen Mann vor sich geht. Genauso wie die Menschen, denen er begegnet, kann das Publikum bloß raten, was Kojiro denkt und fühlt, ob und wie viel er von dem versteht, was um ihn herum passiert. Als ein Samurai ihn herausfordert, tritt er mit einem dünnen Stock gegen dessen Schwert an – und der Band endet mit einem Cliffhanger.

Durch Kojiros Aktionen kehrt in den 29. Band weniger Ruhe ein, als man nach dem Gemetzel der letzten Zeit erwartet hätte. Auf diese Weise wird ein Gegengewicht zu den philosophischen  Dialogen, die Musashi und seine Freunde führen, geschaffen. Die realistischen Zeichnungen des Künstlers sind nach wie vor sehr ansprechend, doch geben die eingestreuten, skizzenhaften Pin-Ups dem Leser das Gefühl, als ob Takehiko Inoue langsam selber seiner Serie müde wird und sie gern zum Abschluss bringen würde. 33 Bände liegen in Japan vor – aber ein Ende ist immer  noch nicht in Sicht.

Fazit:
Vagabond wendet sich an das reife Publikum, das sowohl mit Gewalt als auch mit langwierigen philosophischen Betrachtungen zurechtkommt und die realistischen Illustrationen, die mal getragen, mal dynamisch – je nach Situation – ausfallen, zu schätzen weiß. Ein Quereinstieg ist nicht möglich, da vorausgesetzt wird, dass man mit der Handlung und den Charakteren vertraut ist; erklärende Rückblenden oder kurze Zusammenfassung wesentlicher Dinge gibt es nicht. Der Titelheld hat wieder neue Erkenntnisse gewonnen, doch sein Weg geht weiter – und nur die langjährigen, treuen Leser begleiten ihn.

Vagabond 29 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vagabond 29

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-7704-7203-1

208 Seiten

Positiv aufgefallen
  • realistische Geschichte, die nichts beschönigt
  • großartige, aufwändige Illustrationen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.04.2012
Kategorie: Vagabond
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