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Comic-Besprechung - Batman Sonderband 35: Das Jüngste Gericht

Geschichten:

Richtspruch über Gotham I-IV
Autoren: David Hine, Fabian Nicieza, Peter Calloway
Zeichner: Guillem March, Freddie Williams II, Andres Guinaldo
Farben: Guy Major, JD Smith

Two Face: Der lange Weg nach unten I-III
Autor:
Ivan Brandon
Zeichner: Ramon Bachs
Farben: Nick Filardi

So rein wie frisch gefallener Schnee
Autor: David Tischman
Zeichner: Alex Konat
Farben: JD Smith

Keine wie die andere



Story:

In „Richtspruch über Gotham“ kehrt Azrael zurück. Indem er die Beschützer Gothams (Batman, Catwoman und Red Robin) auf jeweils eine Probe stellt, will er ein Urteil über die Stadt fällen und sie von ihren Sünden befreien.

In „Der lange Weg nach unten“ kann man ein Two Face-Solo Feature betrachten, in welchem der Protagonist erfährt, was es für ihn heißt, verpfiffen zu werden.

Außerdem erfährt man in „So rein wie frisch gefallener Schnee“ über Alfreds Bekanntschaft mit einer Prostituierten und in „Keine wie die andere“ ist tiefster Winter in Gotham City und Catwoman betritt ein völlig überfülltes Krankenhaus.



Meinung:

Der mittlerweile 35. Batman Sonderband beinhaltet unter anderem das komplette Bat-Crossover „Richtspruch über Gotham“, das aus den Heften Batman 708/709, Red Robin 22 und Gotham City Sirens 22 besteht.

So mancher mag keine übertriebenen Fantasy-Elemente in Batman-Comics. Wenn Batman „nur“ mit technischen Spielereien rumtricksen darf, ist es nicht wirklich realistisch, wenn seine Gegner fliegen und mit brennenden Schwertern um sich schleudern können, aber so viele Chancen verspielen, wie nur möglich. Da kann Dick Grayson alias Batman (ja, es ist mal wieder nicht Bruce Wayne) noch so oft erwähnen, dass es sich ja nur um klassische paranormale Kräfte handelt.

Der Leser wird übrigens relativ lieblos in die eigentliche Handlung geworfen und schon bald sieht er Crusader über der Straße schweben, wir er gerade undefinierbare Dinge in die Luft sprengt und mit Pfeilen um sich wirft. Es dauert nicht lange und Catwoman und Red Robin kommen hinzu. Sie und Batman schaffen es nicht, Crusader zu stoppen und da kommt auch schon sein Meister Azrael herbei, der übrigens auch für die Narbe auf Dicks Brust verantwortlich ist, die zufällig die Form einer Fledermaus hat. Azrael erzählt nun von seinen göttlichen Plänen. Um zu beweisen, dass die drei gute Menschen sind, müssen sie nun in den nächsten Stunden Prüfungen bestehen. Schaffen sie es nicht, so verspricht Azrael, „brennt Gotham“.

So einiges bleibt in dem Comic ohne eine logische Antwort zurück, wie etwa der Versuch Red Robins, das Leben des Bürgermeisters zu retten, auf dessen Weg er mal eben zwei Autos und einen Bus an einem Seil aufhängt. Sieht schick aus – nur wozu? Dann wird (wie so oft) eine Szene aus „The Dark Knight“ abgeschaut – einige können es sich wohl nie abgewöhnen. Und wo die Schwächen bei Red Robins Mission liegen sind die Stärken von Catwomans. Ihr Part ist mit kleinen Rückblenden auf ihre Kindheit immer noch der Beste. Hier sollte man auch nicht zu viel verraten.

Zeichnerisch kann „Richtspruch über Gotham“ weitestgehend überzeugen – besonders das erste Heft und das Finale haben einen sehr schönen Stil. Hier und da hapert es allerdings ein wenig an den beiden mittleren Kapiteln.

Kommen wir nun zu „Two Face: Der lange Weg nach unten“. Irgendwie lässt die Geschichte unklar, was sie eigentlich will. Erst geht Two Face seinen alltäglichen Geschäften nach und im nächsten Moment ist er verpfiffen. Es kommt so ziemlich alles zu kurz: der Anfang, der Hauptteil und vor allem der sehr unzufrieden stellende Schluss, bei dem Dent etwas tut, das an sich nicht wirklich viel Sinn macht (ohne zu viel verraten zu wollen). Man beobachtet Two Face wie gesagt bei seinem „Weg nach unten“, was auch hier und da einige sehr interessante Dinge hervorbringt, die man sicherlich auch hätte ausweiten können. Dazu zählt aber definitiv nicht dieser Bahnhof-Schläger-Klamottenstil, in dem Two Face mit verschränkten Armen und einem Kapuzenpulli in einer U-Bahn sitzt. Dabei hätte die Grundidee durchaus Potenzial.

Auch die Zeichnungen sehen nicht besonders ansprechend aus. Sogar Two Face selbst hat in beinahe jedem Panel eine andere Kopfform. Und steht ein Charakter mal etwas weiter weg, kann es durchaus mal passieren, dass man ihm erst gar kein Gesicht malt.

Zu den beiden Geschichten aus dem Batman 80-Page Giant von 2009, „So rein wie frisch gefallener Schnee“ und „Keine wie die andere“ sollte man aufgrund der Kürze nicht viel sagen – man würde nur zu viel spoilern. Nur eins: Die Zeichnungen in letzterem wollen nicht so recht gefallen. Ob das nun Fotos oder Zeichnungen sind, jedenfalls machen sie den ganzen Comic so unglaublich kitschig, dass man ihn am besten schnellstens fertig liest.



Fazit:

Ein leider nicht wirklich empfehlenswerter Band mit einem Red Robin, der Autos an die Wäscheleine hängt und einem Two Face, zu dessen Abstieg offensichtlich ein Hoodie gehört. Die Hauptstory hatte durchaus Stärken, aber leider genauso viele Schwächen. Der Two Face-Abstieg ist nichts anderes als eine herbe Enttäuschung, was sowohl die Handlung, als auch die Zeichnungen betrifft.



Batman Sonderband 35: Das Jüngste Gericht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman Sonderband 35: Das Jüngste Gericht

Autor der Besprechung:
Thomas Stegner

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16, 95

140 Seiten

Batman Sonderband 35: Das Jüngste Gericht bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Teilweise sehr schöne Zeichnungen.
  • Hauptstory mit recht unerwartetem Schluss.
Negativ aufgefallen
  • Es gibt zu viel Unlogisches.
  • Spannung kommt eher wenig auf.
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Rezension vom: 20.02.2012
Kategorie: Batman
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