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Comic-Besprechung - FVZA - Federal Vampire and Zombie Agency

Geschichten:
US-FVZA: Federal Vampire and Zombie Agency
Autor: David Hine
Zeichner: Roy Allan Martinez & Wayne Choo
Farben: Kinsun Loh & Jerry Choo
Cover-Illustration: John Bolton

Story:
Die Kinder Landra und Vidal werden nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Großvater aufgezogen. Dieser arbeitete bei der FVZA, einem Geheimdienst zur Abwehr der Zombie- und Vampirplage. Er unterrichtet die Kinder zu Hause in allen möglichen Kampfsportarten. Dazu gibt er sein ganzes Wissen über Zombies und Vampire weiter. Auch wenn die FVZA in den 70iger Jahren mangels Gefahr geschlossen wurde, glaubt der ehemalige Chef der Agency fest an die weitere Existenz von Untoten.
Dieser Glaube bewahrheitet sich schneller als der USA lieb sein dürfte.

Meinung:
Vampir und Zombies, welche die USA zerstören wollen, vereint in einem Comic? Mhm … so wirklich einfallsreich klingt dieser Ansatz am Anfang nicht. FVZA basiert auf eine Internetseite, welche dem Besucher eine alternative Welt präsentiert, wo die Untoten wirklich existieren.
Der Comic setzt sich mit einem terroristischen Anschlag auf die USA auseinander, in dessen Verlauf Viren freigesetzt werden sollen. Diese verursachen bei lebenden Personen eine Umwandlung in Zombies oder Vampire. Natürlich gibt es in good ol´America auch für diese Bedrohung eine spezielle Agency. Soweit ist die Story recht platt, zwar spannend, brutal und bluttriefend, aber halt platt und phantasielos.
Das eigentlich besondere an FVZA ist die Auseinandersetzung des Autors David Hine mit den Zombies und Vampire. Wie dem Leser im Verlauf des Comics bewusst wird, sind die Untoten nicht einfach nur blut- bzw. fleischhungrige Monster, die alle menschlichen Charakterzüge verloren haben. Hine setzt sich sehr stark mit der Umwandlung vom Mensch zum Monster auseinander und verpasst den Untoten menschliche Gefühle, die im krassen Gegensatz zur altbekannten Verhaltensweise stehen. Ein gelungenes Beispiel ist in diesem Comic, die Zombiemutter, welche ihre untoten Kinder ständig beschützt, ihnen "Essen" besorgt und selber nichts isst. Der Mutterinstinkt ist also auch im Zombiekörper noch wach. Einen ähnlichen Fall gibt es im Comic auch bezogen auf die Vampire. Diese Emotionen und der Umgang der Agency mit solchen "Auswüchsen" macht den Comic äußerst lesenswert. Dazu gesellt sich noch ein Familienkonflikt, der den geplanten Terroranschlag überschattet und der Story eine harte Wendung aufzwingt. So gesehen basiert dieses Album auf einer altbekannten Idee, welche von David Hine so stark ausgearbeitet und erweitert wurde, dass im Endeffekt ein fesselnder Comic dabei herausgekommen ist.
FVZA wird sicher nicht das Horror-Genre auf den Kopf stellen, dafür ist es nicht eigenständig genug. Der Comic bietet wenig Neues, das dem Vampir- oder Zombie-Fan davon überzeugen könnte, hier einen Meilenstein des Horror-Buisness vor sich zu haben. Dennoch ist FVZA ein richtig guter, absolut gruseliger und schockierender Comic, den der Leser sicherlich ein zweites oder drittes Mal in die Hand nehmen wird.

Ein weiterer Punkt, welcher für diese Veröffentlichung spricht, sind die Zeichnungen und vorallem die Farbgebung. Roy Allan Martinez und Wayne Choo setzen die Handlung äußerst detailreich um und ersparen dem Leser nicht einmal das kleinste fleischige Überbleibsel. Das Abschlachten der Untoten bzw. der Menschen wird Stück für Stück dargestellt, wobei einige Aktionen wirklich hart an der Schmerzgrenze sind. FVZA ist folglich absolut nichts für schwache Gemüter und erst recht nichts für minderjährige Leser.
Die realistische Farbgebung von Kinsun Loh und Jerry Choo verstärkt diesen Eindruck sogar noch, denn die beiden verpassen den Zeichnungen einen Pastelanstrich, welcher die Grafiken schon fast wie aneinandergereihte Fotografien wirken lässt. Die Umsetzung der Handlung ist demzufolge sehr realistisch und blutrot. Wer bei dieser Beschreibung schon zweifelt, sollte den Band besser nicht lesen.

Der Splitter-Verlag veröffentlicht dieses Album im ungewöhnlichen Hardcoverformat 24,6 x 17,6cm, was aber sehr gut in der Hand liegt und bei dem großen Seitenumfang eine gute Wahl ist. Zudem wird der Comic noch mit einem Schutzumschlag geliefert, welcher mit dem Front- und Backcover bedruckt ist.

Fazit:
Vampir- und Zombiecomics gibt’s wie Sand am Meer? Richtig! FVZA verfügt zwar über eine einfach Storybasis, hat aber bemerkenswerte Stärken bei der Charakterisierung der Untoten. Auch der im Mittelpunkt stehende Familienkonflikt birgt enorm viel Spannungspotential, so dass die Veröffentlichung auf jeden Fall lesenswert ist. Der eigentliche Kaufgrund besteht aber in den photorealistischen, detailreichen und bluttriefenden Zeichnungen, die FVZA zur echten Perle machen. Freunde des Horrorgenres sollten diesen Comic unbedingt im Regal haben.

FVZA - Federal Vampire and Zombie Agency - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

FVZA - Federal Vampire and Zombie Agency

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 22,80

ISBN 10:
978-3-86869-444-4

ISBN 13:
978-3-86869-444-4

172 Seiten

FVZA - Federal Vampire and Zombie Agency bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • starke Charakterisierung der Vampire und Zombies
  • Orientierung auf zwischenmenschliche Beziehungen
  • realistische Zeichnungen und Farben
Negativ aufgefallen
  • stellenweise sehr brutal
  • Storygrundlage sehr einfach gehalten
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 11.01.2012
Kategorie: One Shots
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