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Comic-Besprechung - Das Leben ist kein PonyhofGeschichten:Das Leben ist kein Ponyhof Episoden bis Ende 2010
Das Leben eines Comiczeichners ist ohnehin schon interessant. Gerade auf Comicmessen und Signierstunden erlebt man die witzigsten Situationen und könnte damit ganze Buchseiten füllen. Im autobiografischen Comic Das Leben ist kein Ponyhof von Sarah Burrini kommt es jedoch noch spaßiger. Die junge Kölnerin lebt in ihrer Wohngemeinsaft zusammen mit einem Trompete spielenden Elefanten, einem wrestlingerprobten Pilz und einem Pony mit fragwürdiger Vergangenheit. Klar, dass das Leben mit solchen Mitbewohnern nie langweilig wird. In der Tradition klassischer Zeitungstrips wie den Peanuts, Garfield oder Calvin und Hobbes verströmen die kurzweiligen Episoden eine Menge Esprit und Charme. Immer wieder greifen die Handlungsstränge ineinander und es entstehen lange Geschichten. Doch Burrini geht noch weiter: Während die Klassiker des Genres zeitlose Pointen besitzen, findet man in der Ponyhof-WG häufig auch einen aktuellen Bezug. Viele Themen richten sich direkt an die Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. So twittert der Elefant aus dem Kölner Zoo oder die Mitbewohner wollen im Namen der Autorin fragwürdige Beiträge bei facebook posten. Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass man dem Elefanten Ngumbe tatsächlich bei Twitter folgen kann. Crossmediale Erfahrungen auf hohem Niveau werden hier geboten. Wenn man bedenkt, dass die Comicreihe ihren Ursprung als Webcomic hatte und hier in gesammelter Form vorliegt, verwundert es nicht, dass die Autorin die vielen Stilblüten des Internets für sich nutzt.
Doch nicht nur die Trends des weltweiten Netzes werden behandelt. Besonders rührend sind die Strips, in denen sich Sarah mit ihrem achtjährigen Selbst unterhält und dabei so persönliche Themen wie den Tod der geliebten Großmutter verarbeitet. Zeichnerisch hat sich die Künstlerin über die Jahre einen ganz eigenen Stil erarbeitet, der irgendwo zwischen realistischen Bildern und den überzeichneten Proportionen von Funny Cartoons angesiedelt ist. In dem ersten Ponyhof Band kann man diese Entwicklung sehr schön beobachten und nachverfolgen. Neben allen Webcomic-Episoden von 2009 - 2010 enthält das kleine Hardcover noch einige Gastbeiträge anderer Webcomicschaffenden und ein Vorwort von Christopher Bünte.
Das kleine Format eignet sich gut zum Mitnehmen und sorgt dafür, dass man nun auch an Orten, an denen es noch keinen Zugriff auf das Internet gibt, seinen Spaß mit der Ponyhof WG haben kann. |
Das Leben ist kein Ponyhof Autor der Besprechung: Marcus Koppers Verlag: Zwerchfell Preis: € 14,00 ISBN 10: 3-928387-95-2 ISBN 13: 3-928387-95-2 96 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 06.01.2012 | ||||||
| Kategorie: | One Shot | ||||||
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