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Comic-Besprechung - 100% Marvel 58: X-Men -Xenogenese

Geschichten:

Xenogenese (Originaltitel: „Xenogenesis” Astonishing X-Men: Xenogenesis 1-5)

Autor: Warren Ellis
Penciller: Kaare Andrews
Inker: Kaare Andrews
Colorist: Frank D’Armata



Story:

Damals: "Keine Mutanten mehr." sprach die Scarlet Witch und seitdem sind die Mutanten dem Aussterben geweiht. Denn der Fluch von Wanda Maximoff verfehlte seine Wirkung nicht und die Zahl der neuen Mutanten stagnierte.

Heute: In Afrika kommt es zu einem explosionsartigen Anstieg von Mutantengeburten. Daraufhin entsendet Cyclops ein Team, um die Vorkommnisse zu untersuchen. Afrikanische Gastfreundschaft haben sich die X-Men jedoch anders vorgestellt und dennoch entdecken Sie den Ursprung der mutierten Babys, der allerdings eine große Bedrohung mit sich bringt.



Meinung:

Der Brite Warren Ellis ist spätestens seit seiner Serie Transmetropolitian, als bissiger und skrupelloser Autor bekannt. Immer wieder finden sich politische und sozialkritische Botschaften in seinen Texten und auch in Xenogenese wird er nicht müde auf die Missstände in Afrika hinzuweisen. Egal, ob es sich um mangelhafte sexuelle Aufklärung, militärische Diktaturen oder das marode Bildungssystem handelt, Ellis lässt seine Kritik nahezu beiläufig in das Abenteuer der X-Men einfließen und vergreift sich dabei gelegentlich im Ton. So ist nicht immer klar, ob der Autor durch Überzeichnung auf die sozialen Probleme hinweisen will, oder ob er das, was er schreibt ernst meint.

Dabei bietet das Thema grundsätzlich genügend Potenzial für eine packende Erzählung. Die Zusammensetzung des Teams mit Cyclops, Emma Frost, Beast, Wolverine, Armor und Storm ist gut gewählt und jeder Mutant kann seine Fähigkeiten sinnvoll einsetzten. Die Gegenseite ist ebenso faszinierend besetzt und der Autor nimmt sich genügend Zeit, um auch die Hintergründe von Joshua N’Dingi zu beleuchten. Der Ursprung der Mutantengeburten fügt sich stringent in den Konsens der vorherigen Astonishing X-Men Ausgaben von Ellis ein. Die Chemie innerhalb der Gruppierung ist stimmig und die unterschiedlichen Problemlösungen sind besonders gut ausgearbeitet. Hätte sich Ellis an manchen Stellen nicht der Holzhammermethode bedient, wäre es ein durchweg gelungenes X-Men Abenteuer geworden, so bleibt jedoch ein schaler Beigeschmack.

Die Zeichnungen von Kaare Andrews sind eine gelungene Symbiose aus klassischen Comicelementen und den stark überzeichneten Proportionen japanischer Mangas. Leider wurden besonders die weiblichen Figuren auf ihre Äußerlichkeiten reduziert. Bereits das Cover verdeutlicht dies ungemein. Während Cyclops und Wolverine lässig Männlichkeit demonstrieren, muss sich Emma Frost verbiegen, damit der Leser sowohl ihren knackigen Po als auch ihre üppige Oberweite bewundern kann. Diese Überzeichnung der stereotypischen Darstellung findet sich auch zwischen den Buchdeckeln zuhauf.

Die Umgebung des afrikanischen Urwalds ist glaubwürdig gestaltet und auch die zahllosen Randfiguren wurden mit vielen Details versehen, sodass ein realistisches Szenario entsteht. Die Seitengestaltung ist sehr modern und passt sich dynamisch an das Tempo der Geschichte an.

Die Kampfsequenzen werden unterhaltsam gestaltet und in den ruhigeren Passagen überzeugen die Figuren durch gute Mimik.



Fazit:
Der Band ist eigentlich für alle Leser geeignet. Langjährige Fans erfreuen sich an der gelungenen Integration in den X-Men Kosmos. Doch auch nur gelegentliche Besucher der Mutanten können dem Geschehen folgen. Leider trübt Ellis Holzhammersozialkritik den Lesespaß etwas und auch Andrews stark überzeichnete Figuren ecken etwas an. In beiden Fällen wäre etwas mehr Feingefühl besser gewesen. Trotzdem ist der Afrika-Ausflug von Cyclops und Konsorten eine unterhaltsame Geschichte, in die Leser, die mal wieder Sehnsucht nach den X-Men haben getrost einen Blick werfen können.

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100% Marvel 58: X-Men -Xenogenese

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

124 Seiten

100% Marvel 58: X-Men -Xenogenese bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • gute Teamstruktur
  • Afrika bietet unverbrauchtes Szenario
  • glaubwürdige Umgebungen
Negativ aufgefallen
  • Ellis Holzhammerkritik
  • Darstellung der weiblichen Figuren sehr sexuell
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
3
(1 Stimme)
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Rezension vom: 03.01.2012
Kategorie: 100 % Marvel
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