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Comic-Besprechung - DC Premium 75: Batman - Joker’s Asylum II

Geschichten:
Teestunde (Originaltitel: "Tea Time" Jokers Asylum II: The Mad Hatter)
Autor: Landry Quinn Walker
Penciller: Keith Giffen, Bill Sienkiewicz
Colorist: David Baron

Der wichtigste Tag des Jahres (Originaltitel: "The most important day of the year" Jokers Asylum II: Harley Quinn)
Autor: James Patrick
Penciller: Joe Quinones
Colorist: Alex Sinclair

Die Schöne und das Biest (Originaltitel: "Beauty and the Beast" Jokers Asylum II: Killer Croc)
Autor: Mike Raicht
Penciller: Davis Yardin, Cliff Richards
Inker: Rodney Ramos
Colorist: Jose Villarrubia

Das Kartenhaus (Originaltitel: "The house the cards built" Jokers Asylum II: The Riddler)
Autor: Peter Calloway
Penciller: Andres Guinaldo
Inker: Raul Fernandez
Colorist: Tomeu Morey

Mitternachtsmatsch (Originaltitel: "Mudnight Madness" Jokers Asylum II: Clayface)
Autor: Kevin Shinick
Penciller: Kelley Jones
Colorist: Michelle Madson



Story:
Bereits zum zweiten Mal nimmt sich der Joker höchstpersönlich Zeit und stellt dem Leser einige Insassen aus Gothams berühmter Heilanstalt vor.
Der Mad Hatter frönt seiner Obsession Alice aus Lewis Carrolls Kinderbuch und kommt dabei einer Supermarktkassiererin bedrohlich nahe.
Harley Quinn will sich von nichts und niemandem den Valentinstag verderben lassen und nimmt es für ihren Pupsie mit der Gothamer Unterwelt auf.
Killer Croc wird zu einem Spielball der Intrigen zwischen einem Ehepaar, das den Schurken für ihre eigene Zwecke missbrauchen will.
Der Riddler verliebt sich in eine Kunststudentin und krempelt sein Leben für die Angebetete um. Doch sein neuer Lebenswandel passt nicht in den Plan der anderen Superschurken. Die Katastrophe ist vorprogrammiert.
Die Spur einiger vermisster Teenager führt Batman in ein verlassenes Kino, in dem ein Film mit Basil Karlo aufgeführt wird. Batman weiß jedoch, dass sich hinter diesem Künstlernamen niemand anderes als Clayface versteckt.

Meinung:

Diese Sammlung von Kurzgeschichten stellt jeweils einen Schurken aus der langen Liste von Batman Antagonisten vor. Die einzelnen Episoden unterliegen dabei relativ großen qualitativen Schwankungen. Den Tiefpunkt stellt Harley Quinns Valentinstagsgeschichte dar. So wirkt das Szenario des entführten Jokers mehr als unglaubwürdig. Immerhin wird der Joker immer wieder als personifiziertes Böse dargestellt. Da scheint die Situtation, in der er sich hier befindet stark konstruiert. Harley Quinn setzt alles daran ihren Angebeteten zu retten und legt dabei Gotham in Schutt und Asche. Hierbei wird auch vor schlechten Witzen nicht halt gemacht. Außerdem spendiert der Künstler der weiblichen Hauptfigur den ein oder anderen sexy Moment, der im Kontext betrachtet auch eher fragwürdig wirkt. Insgesamt erinnert diese Episode sehr an die DC präsentiert Reihe aus dem Jahre 2001.

Wesentlich gelungener ist die Episode von Mike Raicht, der sich dem schuppigen Widersacher Batmans annimmt. In relativ leisen Tönen erzählt der Autor eine Geschichte von Liebe, Zurückweisung und der nicht zu unterschätzenden Gefahr durch die Wildnis. Ein Gaunerpaar nimmt den verletzten Killer Croc bei sich auf und pflegt ihn gesund. Daraufhin wird das starke Monstrum als Bodyguard eingesetzt. Die Intrigen, denen Croc im Folgenden ausgesetzt sind werden glaubwürdig gesponnen. Der Leser erkennt relativ schnell, worauf die Geschichte hinausläuft, fühlt aber dennoch mit dem Killer Croc mit und kann sein Handeln voll und ganz nachvollziehen. Selten hat die Geschichte über einen eher unsympathischen Schurken solch ein Mitgefühl ausgelöst. Die Zeichnungen unterstützen dabei die Geschichte und Davis Yardin und Cliff Richards unruhiger Strich passt sehr gut zur imposanten Gestalt von Killer Croc. Die düstere Kolorierung tut ihr übriges und verpasst dieser Kriminalgeschichte das passenden Noir-Flair.

Sowohl die Geschichte um Clayface als auch die Episode mit dem Mad Hatter können besonders durch ihre Darstellung überzeugen. Das ist wenig verwunderlich, denn mit  Bill Sienkiewicz und Kelley Jones sind hier zwei Künstler beteiligt, die dem dunklen Ritter bereits in der Vergangenheit eindrucksvoll ihren Stempel aufgedrückt haben. Sienkiewicz verwandelt die Welt des verrückten Hutmachers in eine kongeniale Collage, in der verschiedene Elemente zu einem neuen Gesamtbild zusammengefügt werden. Hier greift der Künstler Jervis Tetch Obsession gekonnt auf und fügt seine Suche nach Alice, die ihm nie genügen wird als bildliches Stilmittel fort.

Kelley Jones zeichnet einen so düsteren Batman und beweist damit, dass er die Figur wirklich gut versteht. In seinen Schatten scheint stets irgendwo der dunkle Ritter zu lauern und auch seine Darstellung des Matschmonsters Clayface ist wirklich gelungen.

Absoluter Höhepunkt dieser Anthologie ist jedoch die Riddler Geschichte. Hier passt alles zusammen. Riddlers Vorliebe für Rätsel wird an den Leser übertragen und die Auflösung bietet genügend Raum für verschiede Interpretationsansätze. Schön, dass dieses Merkmal der Kurzgeschichte auch in einem Comic angewendet wird. Die grafische Umsetzung ist ebenfalls gelungen und der Künstler versteckt jede Menge Referenzen auf Popkultur, Literatur und Kunst in seinen Werken. Besonders bemerkenswert ist die Methode, mit der der geheimnisvolle Besucher zwar frei innerhalb der Geschichte aggieren kann, aber dabei nicht entlarvt wird. Dies funktioniert hier nur so gut, weil sich der Autor des narrativen Erzählers Joker bedient und der Leser somit dieser kranken Seele hilflos ausgeliefert ist.



Fazit:
Eine gelungene Sammlung von Schurkenportaits, die deutlich mehr gute als schlechte Beiträge enthält und einige gelungene grafische sowie erzählerische Spielereien bietet. Alles in allem gelungene Unterhaltung, die facettenreich die Spezialitäten der vorgestellten Schurken wiedergibt.

DC Premium 75: Batman - Joker’s Asylum II - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

DC Premium 75: Batman - Joker’s Asylum II

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

124 Seiten

DC Premium 75: Batman - Jokers Asylum II bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • gute Mischung mit genialen Ideen
  • teilweise Spitzen-Artwork
  • Riddler Episode überzeugend
Negativ aufgefallen
  • Harley Quinn begeht alte Sünden
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 23.12.2011
Kategorie: DC Premium
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