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Comic-Besprechung - Avengers Special: Unendliche Macht

Geschichten:

Ohne Titel (Avengers 7 und 12)

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: John Romita jr.
Tuscher: Klaus Janson, Tom Palmer sr.
Farben: Rain Beredo, Paul Mounts, Dean V. White



Story:
Bevor Black Bolt starb, verbarg er einen Infinity-Stein in seiner Stadt. Er konnte nicht ahnen, dass die einstige Metropole verwaisen würde, ein Opfer der Stürme und der Kälte. Wie geschaffen für Plünderer und nach Macht Gierende. Wie geschaffen für Hood. Es führt eins zum anderen. Kaum hat er den ersten Infinity-Stein geborgen, hört er das Flüstern und Locken der weiteren und bald sind die mächtigen Artefakte vor ihm nicht mehr sicher. Selbst dass die Illuminati sie unter strengen Sicherheitsvorkehrungen versteckten, hilft nicht mehr. Hood kann eigentlich nichts mehr aufhalten. Aber er hat die Rechnung ohne den Hulk gemacht ... den roten!


Meinung:
„Herr Ober?“
„Ja bitte, der Herr. Was kann ich für Sie tun?“
„Könnten Sie das hier bitte zurücknehmen? Das ist alles noch halbgar.“

Wie anders kann man es nennen, wenn Hood zum Kontrahenten der mächtigsten Helden der Erde wird. Infinity Gauntlet hin oder her. Man traut es ihm schlicht und einfach nicht zu und daran krankt schließlich der ganze Comic. Gerade in Verbindung mit den Infinity-Steinen hätte man zumindest Schwergewichte wie Thanos erwartet. Eine gleichartige Faszination lässt sich mit Hood dagegen nicht verbinden und dies bis zum Ende des Bandes. Als ob es nicht genug Bedrohungen im Universum Marvels gäbe, die der Rächer würdig wären.

Dafür bekommt man die Einführung des roten Hulk in den illustren Kreis der Helden ebenso geliefert, wie ein Wiedersehen mit der geheimnisvollen Verbindung der Illuminati. Die sind es nämlich gewesen, die die Infinity-Steine – wenig erfolgreich – vor den Augen der Welt und des Universums verbargen, damit niemand ihre zerstörerische Macht gebrauchen könne. Aller Macht zum Trotz läuft in Avengers Special: Unendliche Macht allerdings alles wieder darauf hinaus, dass die Helden entweder diskutierend herumstehen oder sich ordentlich Kloppe liefern. Das höchste der Gefühle für Hood ist es höchstens einmal, dass er einen seiner Gegner wegteleportiert.

Sehr viel kompetenter kommen die Superhelden jedoch auch nicht rüber. Die Verstecke sind teilweise eher dilettantisch zu nennen und anscheinend wurde ausgerechnet die Tatsache vergessen, dass die Steine miteinander kommunizieren können und ihrem jeweiligen Träger verraten, wo die jeweils anderen verborgen sind. Dumm gelaufen: Würde Hood nicht derart unbedarft im Umgang mit der neu gewonnenen Macht sein, dann könnte er jede der Schutzmechanismen mir nichts dir nichts verschwinden lassen. Dies ist auch dem Leser ständig bewusst, weshalb der Effekt der gesamten Episode letztlich gehörig verpufft. Trotz aller Macht dominieren die Helden unterschwellig das ganze Geschehen, daran ändert auch die Anwesenheit des Watchers nichts. Dadurch wird das Geschehen nicht im Mindestens epischer oder wichtiger.

John Romita jr. kann sich da mit den Zeichnungen abmühen, wie er möchte. Gegen die träge und absehbare Handlung kommt auch er nicht an. Die Möglichkeit Szenen epischer Größe zu zeichnen, bekommt er ohnehin nicht. Relativ gewöhnlich ist es dann auch, was man geboten bekommt. Herumstehende diskutierende Helden, immer wieder unterbrochen von Kämpfen, die ihre Bedeutng mehr aus den begleitenden Texten gewinnen, als durch die Darstellung selbst. Realität, Zeit, die gesamte Existenz steht im Grunde auf dem Spiel, aber dem Fortlauf der Handlung und der Zeichnungen mag man das nicht abnehmen. Irgendwann ermüdet die immer nächste Variante eines Kampfes um die Steine, die Hood nicht einmal richtig in der Hand zu halten vermag, so dass ein fröhliches Steinchen-Wechsel-Dich-Spiel Einzug hält.

Ob dadurch das Adrenalin so richtig ins Rauschen kommt, ist eine Frage, die mit einem eindeutigen „Nein“ beantwortet werden kann. Was sollen solche Geschichten, Mr. Brian Michael Bendis? Können großformatige Geschichten nur noch serienübergreifend erzählt werden? Warum schaffen das Hefte wie Thor, die ebenfalls nicht allzu komplex gestrickte Geschichten erzählen, jedoch enorm unterhaltsam sind.

Traurig, dass es jetzt zwei Rächer-Serien auf dem Markt sind, die an ihre alte Größe nicht anknüpfen können (und das ist kein Gejammer den goldenen Zeiten hinterher). Erstaunlich ideenlos kommen sie daher, mit einer redundanten Auswahl an Themen und Konflikten. Zeit für Charaktere nehmen sich beide nicht sonderlich viel, dazumal sie bei Bendis nahezu alle gleich klingen und lediglich als Folien für seine ewig langen, wenig informativen und vor allem aufgesetzten Dialoge dienen. Ob der Autor noch pro Wort oder Zeile bezahlt wird? Anders kann man sich dieses auf Quantität basierende Groschenromanniveau fast nicht erklären. Bendis schreibt gerade seine uninspiriertesten Geschichten zusammen. Traurig, aber wahr. Die besseren Serien mit den weniger bekannten Autoren und ohne die aus Filmen hinlänglich vertrauten Franchise-Figuren schaffen es dafür nicht über den Teich

Zu hart das Urteil? Bendis hat lange an diesem schlechten Eindruck gearbeitet und sogar beim Start der Nummer 1 einiges an Vorschusslorbeeren sein eigen nennen können. als er Avengers neu startete. Eine solche dramaturgische Gurke hätte man dagegen nicht erwartet. Da ist es dann auch egal, ob Iron Man, Thor und Co. den Rächern vorstehen oder Moon Boy und der Devil Dinosaur (...mmh, vielleicht gar nicht so eine schlechte Idee). Die Prognose für die weiteren Hefte ist daher denkbar schlecht. Vermutlich wird man die New und die Old Avengers aber bald wieder gemeinsam in einer Serie sehen. Qualitativ nehmen die sich nichts mehr. Mehr bleibt zu dem Thema leider nicht zu sagen.

„Wollen Sie denn dann etwas Neues bestellen?“
„Nein, danke. Ich denke, da esse ich lieber nichts.“


Fazit:
Den Zusatz „Special“ im Sinne von etwas Besonderem hat dieser Comic nicht verdient. Die Geschichten haben sich in eine kleine, aber feine Ecke namens Belanglosigkeit gebettet und scheinen nicht bereit aus ihr hervorzukriechen. Damit einem nicht alle guten Geschichten entgehen, für die 16,95 € lieber etwas anderes kaufen gehen. Avengers zu lesen hat einmal Spaß gemacht ... zu einer anderen Zeit

Avengers Special: Unendliche Macht - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Avengers Special: Unendliche Macht

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

148 Seiten

Avengers Special: Unendliche Macht bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • 6 Hefte am Stück
Negativ aufgefallen
  • dünne Handlung
  • lahmer Gegenspieler, der in zu große Fußstapfen tritt
  • Romita war auch schon besser
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
5
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 04.12.2011
Kategorie: Die Rcher
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