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Comic-Besprechung - Steam Noir 1: Das KupferherzGeschichten: Das Kupferherz Illustration und Story: Felix Mertikat Story:
Schierling im Ätherkönigreich Januskoogen ist der Arbeitsort von Heinrich Lerchenwald, welcher zusammen mit seinem Partner Richard Hirschmann, ein beseelter Maschinenmensch, als Bizarromant aktiv ist. In dieser Position nimmt er sich einem neuen Fall an, welcher mit dem Diebstahl einer kindlichen Leiche durch eine Seele zu tun hat. Schon alleine der Umstand des Todes des Mädchens wirft einige Fragen auf und führt Lerchenwald zu einem Wunderheiler, der zuvor aber an dem Bizarromant Hand anlegt.
Meinung:
Das Duo Felix Mertikat und Benjamin Schreuder legen mit Das Kupferherz den Start einer neuen Serie vor, welche vollkommen anders als ihr Debut Jakob ist. Steam Noir basiert auf der Steampunkt-Ideologie, welche die Lebensart des viktorianischen Zeitalters mit Sci-Fi Maschinentechnik kombiniert. Was sich anfangs als totaler Gegensatz darstellt, entwickelt bei genauerer Betrachtung einen morbiden Charme für Details und obskure Gegenstände. Im Comicbusiness wurde diese Thematik bereits des Öfteren angefasst und kommt besonders bei Alan Moores Die Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen zu tragen. Noch offensichtlicher erscheint die History-Sci-Fi-Verbindung aber bei Filmen wie Sleepy Hollow oder Van Helsing, wo die Hauptdarsteller mit sehr fortschrittlicher Technologie in einer ansonsten rückständigen Gesellschaft arbeiten. Gerade der erste Film dürfte die beiden Künstler grafisch sehr inspiriert haben, denn der Bizarromant Herr Lerchenwald hat unbestreitbar sehr viel Ähnlichkeit mit Johnny Depp. Inhaltlich könnte die Geschichte zwar ruhig etwas schneller voranschreiten, wenn dafür aber auf die wunderbaren großformatigen Zeichnungen verzichtet werden müsste, kann es auch ruhig weiter ganz geordnet ablaufen. Fazit: Steam Noir ist ein lesens- und sehenswertes Werk, mit einer spannenden und überraschenden Story, sowie einem ungewöhnlichen Artwork, das perfekt den Charme dieser Kunstrichtung widerspiegelt. Das deutsche Künstlerduo Mertikat und Schreuder beweist damit nach Jakob, dass sie auch fantastische Literatur beherrschen und der Sondermann Preis 2010 absolut gerechtfertigt war. Diesen Band sollte man gesehen haben. |
Steam Noir 1: Das Kupferherz Autor der Besprechung: Christian Recklies Verlag: Cross Cult Preis: € 16,80 ISBN 10: 978-3942649278 ISBN 13: 978-3942649278 64 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 24.11.2011 | ||||||
| Kategorie: | Steam Noir | ||||||
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