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Comic-Besprechung - The Punisher: Garth Ennis Collection 8 SC

Geschichten:

The Punisher Garth Ennis Collection 8

Barracuda
Autor: Garth Ennis
Zeichner: Goran Parlov
Colorist: Guila Brusco

Der Mann aus Stein
Autor: Garth Ennis
Zeichner: Leandro Fernandez
Colorist: Guila Brusco, Dan Brown


Story:

In der ersten der zwei Geschichten begegnet Frank Castle, alias Der Punisher, bei der Aushebung einer Drogenhöhle einem geschundenen Mann, der angibt, von einem großen geplanten Verbrechen zu wissen. Castle erfährt von einem Energiekonzern, der durch ein Verbrechen seinen Aktienkurs heben will. Castle fühlt sich dafür nicht zuständig, doch die Firmenleitung bekommt bald Wind von seinen Informationen und setzt ihm einen gefährlichen Killer auf die Fersen: Barracuda.

In der zweiten Story wird Frank Castle nach Afghanistan gelockt. Die Folgen seiner Taten in Mütterchen Russland holen ihn dort ein. Nicht nur begegnet er Personen, die er aus anderen Abenteuern kennt, sondern der psychopathische General Zakharov will Rache. Und er macht seinem Namen, Der Mann aus Stein, alle Ehre.



Meinung:

Im aktuellen, achten, Band der The Punisher Garth Ennis Collection sind die beiden Bände Barracuda und Der Mann aus Stein enthalten, die als Einzelbände schon einmal in Deutschland erschienen sind.

Der Mann aus Stein ist für die Serie schon insofern außergewöhnlich, da gleich mehrere Figuren wieder vorkamen, die schon in anderen Storylines eine Bedeutung hatten. Für die Punisherstories von Ennis ist das relativ ungewöhnlich. Im Grunde wechseln die Personen nach jeder Storyline. Ausnahmen gab es bisweilen, wie etwa Der Russe oder die ehemalige Nachbarin Joan, aber selten wurden die Personen inhaltlich so relevant wieder aufgenommen wie hier. Meistens überleben die Figuren schließlich nicht. Aber die Agentin O`Brien aus Oben ist unten und schwarz ist weiss, der hassenswerte Agent Rawlins aus Mütterchen Russland und der General Zakharov aus der selben Geschichte sind nicht nur bereits bekannt, sondern enorm handlungsrelevant.

Insbesondere O`Brien sorgt bei dem Punisher wieder einmal für emotionale Verwirrung. Aber dieser Band ist sehr düster und bringt lose Handlungsfäden zum Ende. Auch Mütterchen Russland war düster und zeigte die Vergeblichkeit des Tuns und das alles Morden am Ende kein Fortschritt war. In Der Mann aus Stein geht es denn auch überhaupt nicht um höhere Ziele, sondern schlicht und einfach um persönliche Rache. Und zwar bei jeder Figur. Allein Zakharov hat ein etwas höher gelegenes Ziel, aber will sich damit letztendlich doch nur reinwaschen. Humor ist in der Geschichte fehl am Platz und nur in einigen Dialogen blitzt die Schwärze von Ennis` Humor auf. Ansonsten ist die Erzählung typisch für Ennis mit seinem Faible für (Militär-)Geschichte und  Soldatenehre. Gerade deswegen ist der Opportunist und Egoist und Lügner Rawlins einer der hassenswertesten Schurken bei Ennis, da er keinerlei Funken Ehre in sich hat. Auch andere Gegner von dem Punisher haben zumindest ein gewisses Ehrgefühl.

So etwa Barracuda. Obwohl sein Auftrag lautet, den Punisher zu töten, bringt er ihm Respekt entgegen und handelt gegen Ende der Story auch in einer Szene ziemlich unerwartet. Er erkennt in dem Punisher einen Wesensverwandten, einen Killer, der nichts anderes kennt als töten und nur in diesem Metier gut ist. Ist Der Mann aus Stein sehr düster und ernst, kommt in Barracuda trotz aller blutigen Gewalt wieder Humor vor und ist mit vielen Wendungen versehen. Besonders dadurch, das Castle Fehler begeht, weil er seinen Gegner unterschätzt. Er weiss nicht, wie er Wrtschaftsverbrechen begegnen soll, da er diese nicht mit der Waffe bekämnpfen kann. Er ist zu Beginn schlicht überfordert und wird von Barracuda überwältigt.

Beide Erzählungen in diesem Band haben zwei Sachen gemeinsam: die Ehre und Wesensverwandtschaften (seien es nun Soldaten oder Killer, wobei wirklich alle zumindest Ex-Soldaten sind) und das alles für den Punisher etwas zu gross ist. Wirtschaftsverbrecher sind in der eindimensionalen Weltsicht von Castle schwer fassbar und auch die Lage in Afghanistan ist ähnlich unübersichtlich. Aber der Punisher hatte noch nie etwas für kleinliche Lösungen übrig. Barracuda legt dann auch viel Wert auf die Nebenfiguren und zeichnet ein grimmig persiflierendes Portrait von Wirtschaftsbossen, was gerade durch die Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise, den Leser zu entzücken vermag.

Die Zeichnungen von Leandro Fernandez unterstützen mit seinem detaillierten Strich und der hervorragenden Farbgebung den realistischen Anspruch, während die glatten und etwas reduzierten Zeichnungen von Goran Parlov in Barracuda den satirischen Gehalt hervorheben.



Fazit:
Zwei unterhaltsame Abenteuer von Garth Ennis, der den Punisher mit Ehre konfrontiert und Situationen, denen er eigentlich nicht gewachsen ist. Die Afghanistan-Story ist blutig, ernst und düster, aber psychologisch dicht. Barracuda ist eine grimmige Abrechnung, aber durchaus mit Humor, an den Wirtschaftsbossen einer US-Firma.
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The Punisher: Garth Ennis Collection 8 SC - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Punisher: Garth Ennis Collection 8 SC

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 24,95

ISBN 10:
978-3862012305

ISBN 13:
978-3862012305

284 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aufnahme bekannter Figuren
  • Überforderung des Helden
  • grimmige Kritik an den Hintergründen
  • schwarzer Humor
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 06.12.2011
Kategorie: Punisher
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