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Comic-Besprechung - Avengers 9

Geschichten:

Ohne Titel (New Avengers 11 und 12)

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Mike Deodato, Howard Chaykin
Farben: Edgar Delgado, Rain Beredo



Story:
Der letzte Einsatz der New Avengers hätte nicht katastrophaler enden können. Mocking Bird wurde von einer Kugel getroffen und brach blutend zusammen. Und dann konnte Superia sogar entkommen. Keine Musteroperation, wie sie im Buche stehen sollte. Mit dem Ergebnis kann Hawkeye nicht zufrieden sein und er schwört Rache zu nehmen an denen, die seiner Freundin die Verletzungen antaten. Unterdessen werden die New Avengers von ganz anderer Seite bedroht.

Back in time. 1959. Nick Fury hat sein Rächerteam zusammen und die Feuerprobe kann beginnen. Der Red Skull will ein Viertes Reich errichten, was Fury nicht zulassen kann. Denn nicht umsonst hatte er für Jahre versucht die Überreste des Dritten zu tilgen.


Meinung:

Gar grimme Gestalten schleichen einem auf dem Cover entgegen. Oh Wunder, es sind gar keine Superschurken, sondern unsere allseits beliebten Helden Spider-Man, Wolverine und Ben Grimm. Ja, bei Mike Deodato kann so etwas schon mal passieren Womit mir wieder bei den Eskapismusqualitäten eines Comics ist und es vielleicht angesichts einer immer komplexeren Welt und einer Zeit in der sich die Krisen gegenseitig die Klinke in die Hand geben nicht immer wünschenswert ist, wenn auch die Heldengeschichten diesen Trend mitmachen. Obwohl man früher (und hier wird jetzt nicht nachgehakt, wann genau dieses früher war) auf so düstere Interpretationen stand, weil alles andere wäre ja Kinderkram. Vielleicht ist inzwischen einfach der Übersättigungsgrad erreicht, gerade wenn es sogar vor kurzem einen Abschnitt im marveluniversalen Zeitstrang gab, der nicht zu Unrecht Dark Reign hieß.

Eiei!, soviel Jammer und Klage gleich zu Beginn. Dabei fühlt man sich von Avengers 9 eigentlich gut unterhalten, wenn auch nicht aus den Gründen aus denen es das sollte. Es kündigte sich ja bereits in der achten Ausgabe an, dass der kreative Wechsel bei den New Avengers der Serie nicht unbedingt gut tat oder zumindest etwas Eingewöhnungszeit vonnöten wäre. Etwas gemein ist es dann schon, wenn einem die Zwischenzeit dadurch versüßt wird, dass der Haupthandlungsstrng vom letzten Mal (schlimmer Kampf gegen Superia mit einer Mockingbird als Gewinnerin beim Gwen-Stacy-look-alike-Sterbeszene-Award und anschließender besorgter Superhelden auf dem Weg ins Krankenhaus, et cetera) einfach mal in die zweite Reihe rutscht – gefühlt zumindest. Und während in der Gegenwart die Standard Emergency Room Folge abgespult wird und ein düster dreinblickender Hawkeye nach Rache lüstert, geht es bei Nick Fury und seinen eigenwilligen Rächern im Jahre 1959 richtig over the top, klassisch comicstyle ab.

Mit der Wortwahl hat man wahrscheinlich bei Jugendlichen schon verschissen, aber auch egal. Ändert am Urteil eh nüschts! Woran es jetzt aber genau liegt, dass ausgerechnet die zeitversetzte Nebenhandlung so gefällt, lässt sich so aufs erste Empfinden gar nicht genau sagen. Ein Gutteil wird daher rühren, dass die 1959er-Geschichte sich nicht so bierernst und bedeutungschwer gibt, wie das Geschehen um Luke Cage und seine Mannen. Ach herrje ist da alles staatstragend, es erdrückt die Superhelden beinahe. In einem solchen Umfeld müssen diese natürlich dann auch selbst nicht ganz saubere Methoden anwenden und bedrohen schon mal Verdächtige im Verhörzimmer. Nach dem Motto: es ist eine schlechte Welt, wir Superhelden müssen uns anpassen. War für so etwas nicht mal der Punisher zuständig? Aber bei dem muss es ja auch immer extremer werden.

Wir unterbrechen an dieser Stelle das Programm für eine kurze Werbeeinblendung, danach wird der Rezensent wieder auf den Punkt kommen. Vielen Dank für ihre Geduld!

Jede Serie muss sich für irgendeinen Stil entscheiden und sei es auch nur für einen Run. Mit dem Wechsel beim Zeichner – der ja letztlich gar nichts dafür kann, aber Brian Michael Bendis hat eben einfach parallel seine Szenarios umgestellt – ging es auch mit den New Avengers leider in die falsche Richtung. Zu der Truppe passt ein derartiger Stil einfach nicht, weder graphisch noch erzählerisch. Man will Spaß, man will Action, witzige Dialoge und Helden die sich auch mal in die Köppe kriegen.

So in etwa, wie dies bei Nick Fury der Fall ist. Gegen keinen Geringeren als den Red Skull muss sich das Team beweisen, um ein Viertes Reich zu verhindern. Dabei müssen sie sich nicht nur  einer Horde Nazis erwehren, sondern sogar Captain America. Mal gut, dass ein Pottwal (!) die Lage klärt. Eigentlich absolut albern, jedoch echtes Entertainment, das man von einem Comic erwartet, der einfach bloß Spaß machen soll. Und ein starkes Kontrastprogramm zu dem aktuellen Geschehen. Irgendwie wünscht man sich in den nächsten Ausgaben die Abenteuer von Nick Fury und seinen Rächern weiterverfolgen zu können, anstatt an Luke Cage und Co. hängen zu bleiben.

Die Chance ohne die originalen Rächer im Heft zu glänzen, haben die Abenteuer um die New Avengers eindeutig verpasst. Was schade ist, da die Charaktere als heterogene Einheit echtes Potential haben. Gerade die Mischung aus Helden der ersten, zweiten und dritten Reihe macht die New Avengers zu etwas Besonderem neben den Schwergewichten der Rächer. Wenn dann mit Cage auch noch ein Anführer vorliegt, der mehr Muskeln als kühler Kopf ist, könnte dies sicherlich zu spannenden und amüsanten Komplikationen führen.

Momentan sieht es allerdings nicht danach aus, als würde Brian Michael Bendis aus den gegebenen Möglichkeiten viel machen. Durch die deutlichen Änderungen der letzten Ausgabe ist das ziemlich klar geworden. Nimmt man das baldige von den Kitikern in den U.S.A. nicht unbedingt wohlwollend aufgenommene Fear Itself und das im Anschluss folgende Shattered Heroes als Prognosehilfe, wird sich am Ton der Serie in nächster Zeit so schnell nichts ändern. Leider!

P.S.: die Ausgabe diesmal wieder mit einem Poster. Hulk wütend!



Fazit:
Der Comic profitiert davon, dass die Nebenhandlung um Nick Fury im Jahre 1959 einen großen Rahmen einnimmt. Sie ist auch der einzige Grund, warum der Avengers-Comic gerade überhaupt Freude macht. Der Kontrast zur aktuellen Handlung könnte nicht deutlicher sein. Sieht also schlecht aus für den Unterhaltungswert der zukünftigen Ausgaben.


Avengers 9 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Avengers 9

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 4,95

52 Seiten

Avengers 9 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • unterhaltsame Comic-Action bei Nick Fury
  • Poster
Negativ aufgefallen
  • Ernst und Elend bei den New Avengers
  • Ausrichtung bricht mit den vorherigen Ausgaben
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
4
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 02.12.2011
Kategorie: Die Rcher
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