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Comic-Besprechung - Zombies 1: Die göttliche Komödie

Geschichten:
Aus dem französischen: Zombies: la divine comédie
Autor: Olivier Peru
Zeichner: Sophian Cholet
Farben: Simon Champelovier

Story:
Sam ist auf der Suche nach seiner kleiner Tochter, die er in den Wirren der Zombieapokalypse verloren hat. Jeden Tag durchkämmt er Seattle in der Hoffnung sie lebendig zu finden. Dabei stößt er auf eine junge Frau, die just in dem Moment von einem Zombie gebissen wird. In den letzten Augenblicken ihres Lebens berichtet sie Sam von ihrem kleinen Bruder, der alleine in einem Versteck wartet und auf Medizin angewiesen ist. Sam sucht den kleinen Josh und nimmt ihn bei sich auf. Die beiden werden zu einem guten Gespann, ähnlich wie Vater und Sohn. Als sie eines Tages auf andere Menschen treffen, die perfekt organisierte Plünderungen durchführen und bereits an Plänen für die Zukunft arbeiten, überstürzen sich die Ereignisse. 

Meinung:
„Zombies“! Ein einfacher, alles-sagender Titel. Olivier Peru und Sophian Cholet produzierten 2010 den französischen Comic, der nun von Splitter in Deutschland veröffentlicht wird. Die auf drei Teilen ausgelegte Serie lehnt sich inhaltlich stark an „The Walking Dead“ an und hat einige unbestreitbare Gemeinsamkeiten mit der Image Comics Serie.
Im Vorfeld könnte den beiden Künstler vorgeworfen werden, lediglich im Fahrtwasser der derzeitigen Zombie-Hysterie zu schwimmen und „Zombies“ auf Grundlage der erwähnten „TWD“-Serie zu kreieren. Doch ganz so pauschal kann dieser Comic nicht abgestempelt werden.
Ein einsamer Mann der in einer menschenleeren Welt nach seinem Kind bzw. seiner Familie sucht und dabei im ständigen Konflikt mit Zombies gerät, kennt der Leser sicherlich bereits aus den ersten „TWD“ Comics. Der Autor Olivier Peru setzt dieser Suche aber relativ schnell ein Ende, indem er den Jungen Josh einführt. Die darauffolgende Begegnung mit organisierten Milizen ist ebenfalls nichts Neues, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass die verschiedenen Handlungsstränge nach einer Apokalypse sich in jedem Fall irgendwo überschneiden müssen.

Betrachtet man „Zombies“ nicht aus den Augen eines „TWD“-Fans, offenbart sich eine äußerst lesenswerte und spannende Story mit sehr vielen Überraschungsmomenten. Der Leser weiß nie so recht, wohin die Reise gehen wird. Bei jedem neuen Ereignis wird man misstrauisch und vermutet schlussendlich hinter jedem Darsteller einen Amokläufer, oder Kriminellen. Das erzeugt einen inhaltlichen Tiefgang, der bei gerade einmal 40 Seiten Umfang nicht selbstverständlich ist. Peru nimmt sich die Zeit, die Hauptperson Sam ausführlich vorzustellen und hat auch noch Platz für ein paar abschweifende Handlungen. Dieser Punkt beherbergt den ersten Knüller des Albums. Der Beginn von „Zombies“ ist hart, schockierend und sarkastisch. Der Leser merkt gleich zu Beginn, dass Peru und Cholet viel Wert auf plötzliche Wendungen in der Handlung legen und dabei gerne den ein oder anderen Hauptdarsteller opfern.
So überraschend wie der Anfang, so ist auch das Ende. Angesichts der Ähnlichkeit mit „TWD“ enthält „Zombies“ ein paar wenig überzeugende Situationen. Dennoch lassen es die beiden Franzosen am Ende richtig krachen, so dass selbst der kritischste Leser nach diesem Finale sehnsüchtig auf Band 2 warten wird. Wie gesagt: Die beiden mögen überraschende Wendungen.

Um soviel Inhalt auf so wenig Seiten unterzubringen, verzichtet der Zeichner Sophian Cholet fast komplett auf großformatige Grafiken und füllt die Seiten mit einer Vielzahl an Panels, alles klar strukturiert und der jeweiligen Action angepasst. Lediglich am Ende bricht Cholet mit seinem Muster und präsentiert dem Leser eine atemraubende fast wortlose Doppelseite mit jeder Menge Zombies. Die Gewaltdarstellungen sind dem Genre angemessen, sie beschönigen nichts, gehen aber auch nicht so extrem ins Detail, wie beispielsweise bei der US-Serie „Crossed“. Die Zeichnungen sind somit glaubwürdig und erzeugen durch ständige Perspektivenwechsel eine bedrohliche Atmosphäre. Dank der zurückhaltenden Farbgebung von Simon Champelovier wird diese Atmosphäre aufrechterhalten und zieht sich quasi durch das ganze Album. Matte und der Stimmungslage angepasste Farben runden das Artwork perfekt ab.

Fazit:
„Zombies“ ist ein lesenswerter Comic, das auf wenigen Seiten extrem viel Inhalt vermittelt und anfangs zu Unrecht als bloße „The Walking Dead“-Kopie angesehen werden kann. Freunde der gepflegten Slasher-Action mit einem Hauch Gefühle und Überlebenswillen sollten hier unbedingt zugreifen. Top!

Zombies 1: Die göttliche Komödie - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Zombies 1: Die göttliche Komödie

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 13,80

ISBN 10:
3868693114

ISBN 13:
978-3-868-69311-9

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • überraschende Wendungen in der Story
  • heftiger Cliffhanger
  • coole Zombie-Action
  • beeindruckende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Handlung leicht von anderen Zombie-Serien kopiert
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Rezension vom: 30.06.2011
Kategorie: Zombies
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