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Comic-Besprechung - Exterminators 4: Kollateralschaden

Geschichten:

Showdown im Scatshot

Autor: Simon Oliver
Zeichner: Ty Templeton
Colorist: Brian Buccellato

Kreuzfeuer und Kollateralschaden

Autor: Simon Oliver
Zeichner: Darick Robertson
Inker: John Lucas
Colorist: Brian Buccellato


Story:

Nachdem Stretch und Saloth auf einem Kongreß der Schädlingsbekämpfer in Gefahr geraten waren und nur mit Mühe und Not davonkommen konnten, glaubt Stretch endlich ein bisschen Ruhe bekommen zu können. Doch eine neue Käferform macht sich still und heimlich breit. Der Maya-Zischer soll sogar die alten Mayas ausgerottet haben und macht sich in den drogenverseuchten Slums breit. Nicht nur sind die Viecher lästig, sondern sie fressen sogar Menschen. Das Team von Bug-B.-Gone muss sich auf schwere Zeiten und ungewöhnliche Verbündete einlassen. Aber auch ein ganzes Volk von Inselbewohnern steht gegen sie.





Meinung:

Der erste Band der Exterminators war schon sehr beeindruckend. Man musste erst mal darauf kommen, Schädlingsbekämpfer zu Helden einer Comicserie zu machen. Skurille Situationen und ein schräger Humor machten den ersten Teil zu einem wahren Genuß, solange man das wegen der ganzen Käfer und anderer Insekten sagen kann. Im zweiten Teil machten sich dann erste Anzeichen einer durchgehenden Storyline deutlich bemerkbar und brachte einige Sorgenfalten beim Leser hervor. Die Frage lautete, was das wohl alles werden sollte. Die Antwort ist ziemlich einfach: ein kranker Spaß, der massive Gesellschaftskritik so unterhaltsam verpackt, das es kaum noch einer mitbekommt.

Das spricht schon deutlich für die innere Struktur der Serie. Auch wie beiläufig immer neue interessante Charaktere eingeführt werden (oder entfernt) zeigt die sichere Handschrift des Autors Simon Oliver. Man kann sich als Leser nie sicher sein, was passieren wird. Manchen Charakteren schreibt man eine zukünftig wichtige Bedeutung zu. Und was macht Oliver: er lässt sie sterben. Und die Figuren, die eher als Anhängsel zu diesem neuen Charakter wahrgenommen wurden, werden stetig aufgebaut. Einfach Klasse.

Manchmal gibt es allerdings auch merkwürdige erzählerische Brüche, die aber dem graphischen Teil zugeordnet werden müssen. So etwa als der Schurke auf einmal auf einer Wand aus Käfern steht. Es wird nicht gezeigt, wie es dazu kommt. Und so wird der Eindruck vermittelt, dass einige kleine Panels fehlen. Ansonsten sind die Zeichnungen von Templeton und Robertson nicht nur grundsolide, sondern können auch in den Details mit so manchen schwarzhumorigen Elementen aufwarten (etwa bei dem Reklameschild für ein Casino im Indianerreservat, welches ankündigt: "Tagungszentrum, Wasserpark und Entzugsklinik").

Aber der vierte Band der Serie ist nicht nur voller abgedrehter, bisweilen ekliger, Action, durchsetzt mit schwarzem Humor, sondern auch, wie schon erwähnt, eine deutliche Gesellschaftskritik. Drogen werden mit Käfern, also mit etwas verseuchendem, gleichgesetzt und ein Indianerstamm wird mit Tieren gleichgesetzt. Der skrupellose kapitalistische Konzern lässt die Indianer sogar impfen, entwurmen und mit Elektrochips versehen. Nur eine Leine und Halsband fehlen. Das Menschenbild ist dabei ziemlich zynisch, was aber die Kritik am Kapitalismus nicht nur ziemlich deutlich, sondern sogar, fast schon paradoxerweise, unterhaltsam macht. Auffällig ist, dass einige der stärksten Charaktere im Band übrigens Frauen sind, welche ihre Integrität bewahren (abgesehen von der Schurkin natürlich). Die Spannung auf den Abschlußband dürfte nach dieser Lektüre enorm steigen.



Fazit:

Ein gelungener Mix aus Sozialkritik, Action und Humor. So abgedreht, spannend und rasant war selten eine Serie.



Exterminators 4: Kollateralschaden - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Exterminators 4: Kollateralschaden

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,95

ISBN 10:
3862011712

ISBN 13:
978-3862011711

168 Seiten

Exterminators 4: Kollateralschaden bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Story
  • Struktur
  • Humor
  • Gesellschaftskritik
Negativ aufgefallen
  • manchmal kleine graphische Brüche
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Rezension vom: 07.05.2011
Kategorie: Exterminators
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