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Comic-Besprechung - Gib mir Liebe! 3

Geschichten:

Gib mir Liebe! 5
Bonus Manga: Briefjagd und Liebeschaos
Gib mir Liebe! 6

Autor: Kanan Minami
Zeichner: Kanan Minami
Tuscher: Kanan Minami



Story:

Seri gibt ihr geliebtes Karatetraining auf, weil sie meint, dass sie durch ihre Kraft und Kampfkunst die Männer abschreckt. Umso erstaunter ist sie, als ausgerechnet Tamaki, einer ihrer Trainings-Partner, ihr eindeutige Avancen macht. Als dieser sie bei einem Wettkampf besiegt, gibt Seri seinem Werben nach und wird seine Freundin.

Doch immer wieder wird ihr Glück von unliebsamen Ereignissen bedroht. Erst will eine Lehrerin Tamaki für sich gewinnen und schreckt dabei vor nichts zurück. Und kaum ist diese Krise überstanden, erhebt Ko, der Sohn des Direktors, Anspruch auf Seri. Dies ist eine unglaubliche Zerreißprobe für das Liebespaar. Ob sie die Krise trotzdem bewältigen können?

Nachdem Tamaki sich von Seri getrennt hat, verliert Ko sogleich das Interesse an ihr. Und genau das war Tamakis Plan! Daraufhin kommen Seri und er sehr schnell wieder zusammen, doch auch Ko bekundet erneut sein Interesse an Seri. Als Sohn des Direktors meint er, sich alles erlauben zu können und umwirbt sie stürmischer denn je.

Meinung:

Auch im dritten Doppelband ergeht es den Protagonisten nicht besser. Wie in den vorherigen Bänden, ist Seri nach wie vor die Frau, die alle aus verschiedenen Gründen begehren. Tamaki hält an seiner Liebe zu ihr fest und gibt nicht auf. Seltsamerweise lässt er jedoch zu, dass Seri mit Ko Sex hat. Als Grund wird die Machtstellung von Ko genannt. Scheinbar gibt es auch keinen Weg für Seri, sich vor dessen Avancen zu schützen. Der Vater von Ko ist ebenfalls keine Hilfe, da er es gar noch schlimmer treibt als sein Sohn, und Ko nimmt sich seinen Vater zum Vorbild.

Tamaki lässt das Ganze nicht kalt, Darum entwickelt er einen Plan, wie er seine Seri zurückbekommen kann. Er trennt sich von ihr, da er weiß, dass sich Ko nur für Schülerinnen interessiert, die einen festen Freund haben.

In der westlichen Gesellschaft sind solche Situationen, wie Seri und Tamaki sie erleben, einfach unvorstellbar (ob es sowas in Japan gibt, sei dahingestellt - viele Manga-Storys sind reine Fiktion und thematisieren Dinge, die reizvoll zu lesen sind, die man selber in solch extremen Fällen jedoch nicht selber erleben möchte)! Außer es handelt sich um Pärchen, die gerne in diverse Swinger-Clubs gehen, weil sie meinen, irgendetwas zu verpassen. Mit Liebe hat diese Handlung allerdings nicht viel zu tun.

Es ist erstaunlich, wie viel sich Seri bieten lässt. Die Autorin entschuldigt Seris wechselnde Liebschaften immer wieder damit, dass Tamaki Schuld an ihrer starken Libido habe. Diese Phrase ist nur vorgeschoben und erinnert an die Vorgänge in beliebten Historical-Romanreihen, in denen sich die züchtige Heldin ihrem Entführer letztlich leidenschaftlich hingibt. Mit der Realität hat dies wenig zu tun. Folglich muss die Leserschaft ganz klar zwischen Traum/Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden. Klar ist, der erträumte leidenschaftliche Kuss eines Unbekannten würde in Wirklichkeit bei den Damen eine Abwehrreaktion hervorrufen. Zumindest eine Ohrfeige würde sich der ‚Täter‘ einhandeln.

Wieder einmal geht es in der Story um Schüler und Schülerinnen im Liebestaumel. Der Verstand wird ausgeschaltet, und ein ‚Nein‘ scheint stets in ein ‚Ja‘ umgedeutet zu werden. Deftige Liebesspielchen werden in eine Lovestory eingebettet, die von Band zu Band unglaubwürdiger wird und im Prinzip keine Handlung mehr vorweisen kann. Man wundert sich, warum dabei immer nur Seri entkleidet wird, während die Jungen niemals völlig nackt zu sehen sind.

Die Zeichnungen sind vom Stil her gefällig und zeigen schöne, junge Menschen bei ihren Liebespielchen. Diese finden an verschiedenen Orten in der Schule statt, z. B. in der Turnhalle, im Flur oder in einer Abstellkammer, wo man jederzeit beim Quicky überrascht werden kann. Offenbar ziehen die Paare aus dieser Situation auch einen gewissen Thrill.

Fazit:
Gib mir Liebe! 3 bietet keine Überraschungen. Wie in den Vorgänger-Bänden findet man attraktive Protagonisten, die nur Sex im Kopf haben. Leserinnen, die romantische Geschichten bevorzugen, dürften enttäuscht sein, da der Traumprinz seine Prinzessin nicht vor den Zudringlichkeiten anderer Männer bewahrt und von Liebe nur in Verbindung mit Sex die Rede ist. Wem Kanan Minamis Reihe zu derb und zu heftig ist, findet im Programm der Verlage auch weniger anrüchige Storys wie z. B. die Trilogie Love Kingdom von Komomo Yamada oder die Serie Faster than a Kiss von Meca Tanaka.

Gib mir Liebe! 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Gib mir Liebe! 3

Autor der Besprechung:
Petra Weddehage

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 9,95

ISBN 13:
978-3-86719-952-0

388 Seiten

Gib mir Liebe! 3 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • oberflächliche Love-Story
  • schön gezeichnete Charaktere
  • detailreiche Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • erzwungener Sex wird hier als Romantik deklariert
  • Charaktere, die nur Sex im Kopf haben
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
6
(1 Stimme)
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Rezension vom: 07.04.2011
Kategorie: Gib mir Liebe!
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