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Comic-Besprechung - GötterbotenGeschichten: Götterboten Autoren/Zeichner: Lisa Santrau Story:
Chidori ist eine ganz normale Schülerin, bis sie Zeuge einer Konfrontation zwischen zwei Jungen wird. Als sie sich einmischt, berührt sie ein Buch, welches einer der Jungen bei sich trägt und fortan ändert sich alles. Sie hat niemand geringeren als den Gott Hermes bei seiner Arbeit gestört böse Seelen einzufangen. Und durch die Berührung ist ein Teil seiner Macht auf sie übergegangen. Von jetzt an können sie nur gemeinsam tätig werden und den Auftrag des griechischen Gottes ausführen. Hermes hat sich nicht einmal bei Chidori eingelebt, als auch schon eine finstere Macht Besitz von ihren Mitschülern ergreift. Meinung: Wie das schön aquarellierte Cover nicht anders erwarten lässt, ist Götterboten ein waschechter Magical Girl-Manga. Frühe Inspirationen fand die Mangaka Lisa Santrau, wie viele ihrer Kolleginnen, mit Sailor Moon. Dieser Einfluss ist auch in Götterboten spürbar. Dabei ist der Rückgriff auf die griechische Mythologie gut überlegt und bietet ein Füllhorn an Möglichkeiten. Hermes landet auf der Erde, um mal wieder eine böse Seele einzufangen. Das eine Mal ist dann die Schülerin Chidori anwesend, bekommt Hermes Buch in die Hände und –simsalabim- hat sie die Hälfte von Hermes Kräften. Natürlich können von da an die beiden nur zu zweit böse Seelen austreiben und werden so notgedrungen zu einer anfangs ungewollten Zweckgemeinschaft. Das ganze Treiben hat wirklich Charme. Auch deshalb, weil die Spannungen zwischen den beiden unübersehbar sind und dabei auch noch einige andere Gefühle für Verwirrung bei den Protagonisten sorgen. Das Gespann Chidori und Hermes ist sympathisch und ihre Kabbeleien sind einfach putzig. Um den Niedlichkeitsfaktor dann noch ein wenig höher zu schrauben, hat Hermes auch ein eigenes Maskottchen (eigentlich sein Lehrling) in Gestalt eines Kugelfisches (!!!). Und der hat so seine ganz eigenen Vorstellungen von gegenseitiger Zusammenarbeit, beziehungsweise der Friedensstiftung, wenn die Luft mal wieder brennt. Fazit: Adäquater und schnell zu lesender Shojo-Manga für zwischendurch mit netter Grundidee, die eigentlich mehr Raum verdient hätte. Eine Fortsetzungsgeschichte hätte Götterboten den Druck genommen, alles innerhalb eines Bandes zu erzählen. So ist die Figurenentwicklung überhastet und die Handlung zu oberflächlich. Vielleicht sollte die Mangaka doch über einen zweiten Band nachdenken. |
Götterboten Autor der Besprechung: Alexander Smolan Verlag: Knaur Taschenbuch Preis: € 6,99 ISBN 13: 978-3-426-53002-3 192 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 10.12.2010 | ||||||
| Kategorie: | One Shots | ||||||
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