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Comic-Besprechung - Lester Cockney 8: Der Weg nach Oregon

Geschichten:

Der Weg nach Oregon (Originaltitel: „Lester Cockney 8: Oregon Trail“)

Autor: Franz; Zeichner: Franz; Kolorierung: Gabrielle Horvath



Story:
In Der Weg nach Oregon zieht es den Abenteurer Lester Cockney nach Nordamerika. Wertvolle indische Rinder sollen in den Westen der USA verschifft werden und Reichtum und Ansehen bringen. Auf seiner Reise wird Lester begleitet von seiner Gefährtin Taranna und seinem Kumpel McBride.

An ihrem Ziel angekommen, merken sie sehr schnell, dass von allen Seiten Hindernisse aufgebaut werden. Die örtlichen Viehzüchter haben ihre eigene Agenda, und die Indianer reden auch noch ein paar Wörtchen mit.

Meinung:
Lester Cockney von Franz (alias Franz Drappier) ist eine klassische franco-belgische Abenteuerserie, deren Schicksal ein gefundenes Fressen für den illustren Haufen Comic-Fans ist, der unter dem Namen „Finix Comics Club“ firmiert. Carlsen hatte die ersten sechs Bände von Lester Cockney von 1988 bis 1991 publiziert und dann die Serie abgebrochen. Fast zwanzig Jahre später wird sie endlich abgeschlossen. Finix Comics bringt nicht nur die Bände 7 bis 9 heraus, sondern auch den fehlenden Sonderband Shamrock Song.

Lester Cockney ist eine dieser Serien, die nie eine sonderlich große Anhängerschaft hatten. Damit teilt sie das Schicksal von anderen Serien aus der Zeichenfeder von Franz, wie Thomas Noland (abgebrochen vom alten Splitter-Verlag und 2009 abgeschlossen von Finix Comics) oder Jugurtha (abgebrochen von Carlsen). Der Aufschrei war nicht besonders groß, als Carlsen hinter Lester Cockney nach sechs Alben einen Schlussstrich zog, was durchaus etwas verwunderte, passt die Serie sdoch genau in das Schema einer franco-belgischen Serie, die im alten Zack-Magazin von Koralle hätte laufen können.

Keine Frage, Franz war ein Comic-Künstler, die sehr gut zeichnen konnte. Die Darstellung seiner Pferde ist neben der von Jijé, Giraud oder Derib eine der perfektesten. Allerdings ist seine Seitenaufteilung nicht gerade innovativ. Auch wenn er bekanntermaßen großformatige Panels zeichnen kann, platziert er bei Lester Cockney oft eine Unzahl von kleinen Bildchen auf jeder Seite. Im vorliegenden Band gibt es Seiten mit bis zu 13 Panels. Das ist aus heutiger Sicht gewöhnungsbedürftig, wirkt etwas altmodisch und ist nicht immer von Vorteil.

Die Geschichte, die Franz erzählt, ist eher althergebracht. Anders als seine virtuose Zeichenkunst, beherrscht er den Aufbau einer spannenden Story nicht so gekonnt. Zum einen bietet die Handlung wenig echte Überraschungen, zum anderen springt sie zwischen verschiedenen Strängen hin- und her, dass es dem Leser nicht leicht gemacht wird, ihr zu folgen. Der Weg nach Oregon ist hierbei jedoch um Längen besser, als beispielsweise der langweilige Vorgängerband (Die Schatzsuche) und schneidet insgesamt passabel ab.

Die vielen kleinen Panels mit Minisprechblasen erzwingen zudem eine sehr knappe Sprache. Viele Dialoge sind dadurch bedingt äußerst wortkarg ausgefallen und wirken mehr oder weniger freiwillig komisch. Dieser spezielle Humor könnte von Franz gewollt sein oder eine Folge der Platznot beim Übersetzen, denn fast alle Personen haben in gewisser Weise eine lakonische Ausdrucksweise. Das wiederum mutet etwas seltsam an.

Das Album selbst ist hervorragend editiert, wie von Finix gewohnt, und reiht sich sehr schön an die bisherigen Bände an.



Fazit:
Der Weg nach Oregon ist ein Lester Cockney im Western-Gewand und daher allen Freunden des Genres zu empfehlen. Wem die gerade im Zack Magazin laufende Geschichte Wyoming Doll von Franz zusagt, der dürfte auch an diesem Comic Gefallen finden.

Lester Cockney 8: Der Weg nach Oregon - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lester Cockney 8: Der Weg nach Oregon

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 11.80

ISBN 13:
978-3-941236-25-7

48 Seiten

Lester Cockney 8: Der Weg nach Oregon bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • tolles Covermotiv
  • sehr solide Western-Zeichnungen
  • stellenweise trockener Humor
Negativ aufgefallen
  • rumpelige Dialoge
  • leicht verzwirbelte Handlung
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.8
(5 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 22.09.2010
Kategorie: Lester Cockney
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