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Comic-Besprechung - Prinz Eisenherz: Ein Handbuch für Kenner und Liebhaber

Geschichten:

Prinz Eisenherz: Ein Handbuch für Kenner und Liebhaber (Originaltitel: „The Definitive Prince Valiant Companion“)

Herausgeber: Brian M. Kane



Story:

Das Prinz Eisenherz Handbuch ist ein Sekundärwerk, welches sich aus vorwiegend aus reichlich illustrierten Artikeln und Interviews zur klassischen Ritterserie zusammensetzt.

Es werden folgende Beiträge geboten:

  • Einleitung: von Ray Bradbury
  • Vorwort: Eine Pfeife und eine Tuschfeder – Erinnerungen an John Cullen Murphy: von Brian Walker
  • Einleitung zur Erstausgabe, 1992: von Todd Goldberg
  • Prinz Eisenherz: Handlungs-Index: von Todd Goldberg, Carl Horak & Brian M. Kane
  • Prinz Eisenherz: Farb-Galerie
  • Met, Whiskey und Brandywine: Die künstlerischen Ahnen von Prinz Eisenherz: von Brian M. Kane
  • Der Mann, der Prinz Eisenherz zeichnet: von Virginia Irwin
  • Hal Foster: Zeich(n)en der Geschichte: von Arn Saba
  • Hal Fosters Aufnahme in die Hall of Fame der Society of Illustrators: von Brian M. Kane
  • Von Preisboxern zu Prinzen: Die klassische Kunst von John Cullen Murphy: von Brian M. Kane
  • John Cullen Murphy: Leb wohl, geliebter Prinz: von Brian M. Kane
  • Frank Bolle: Der Ghost von Camelot: von Bill Crouch
  • Gary Gianni & Mark Schultz: Die Abenteuer gehen weiter: von Brian M. Kane


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Vom Start weg ist die Hal Foster's Prinz Eisenherz-Gesamtausgabe des Bocola Verlags eine Erfolgsgeschichte. Alle, die dachten, Prinz Eisenherz wäre schon zu oft veröffentlicht worden, in allen Formen und Farben, und außerdem der Meinung waren, eine solche Serie würde sich nicht mehr verkaufen, die mussten ihre Ansicht revidieren. Und alle anderen, die glaubten zu wissen, dass mit dieser Story und der strengen Trennung von Bild und Text heutzutage kein Hund mehr hinter dem Ofen hevorgelockt werden kann, mussten dies ebenfalls tun.

Die von Hal Foster geschaffenen Seiten von Prinz Eisenherz aus dem Hause Bocola laufen so gut, dass man sich 2010 nicht nur für die zusätzliche Herausgabe der Foster/Murphy-Phase entschieden hat, sondern dass man die Comicreihe durch das Prinz Eisenherz Handbuch, einem der wichtigsten Sekundärwerke zum Thema, ergänzt. Der „The Definitive Prince Valiant Companion“ von Valiant-Koryphäe Brian M. Kane erschien in den USA Ende 2009 bei Fantagraphics und ist eine komplette Revision der alten Ausgabe von Todd Goldberg aus dem Jahr 1992, die es nicht bis nach Deutschland geschafft hatte.

Das Herzstück des Handbuchs besteht aus einem Handlungs-Index aller 3783 Sonntagsseiten sowie wichtigen Interviews mit Hal Foster. Auf 59 Seiten wird der Inhalt des gesamten Epos in geraffter Form festgehalten, unterteilt in Kapitel und begrenzt durch die jeweiligen Nummern der Originalseiten. Dazu gibt es eine Zusammenfassung des Lebens des edlen Wikinger-Prinzen sowie eine Liste der Zeichner, die an der Serie mitgewirkt haben. Offiziell hatte Prinz Eisenherz drei Zeichner, aber in der Realität gab es immer mal wieder Künstler, die ausgeholfen haben. So stammt die Seite 1762 beispielsweise in Wirklichkeit vom legendären Wallace Wood und drei weitere Seiten von Gray Morrow.  Die Interviews mit Hal Foster sind höchst interessant und bemerkenswert, besonders das ausführliche Gespräch von Arn Saba, welches das letzte nennenswerte Interview ist, das je mit dem Erfinder von Prinz Eisenherz geführt wurde. Teile daraus wurden zwar bereits im Magazin Die Sprechblase (Nr. 211 – 214) veröffentlicht, doch der hier abgedruckte Text ist umfangreicher und bietet eine andere Übersetzung. Saba fängt mit seiner eindringlichen Beschreibung und seinen Fragen sehr schön die Atmosphäre seines Besuchs bei den Fosters ein. Foster war 87 Jahre und befand sich an einem Punkt in seinem Leben, an dem er alles erreicht hatte und auf ein erfüllten Lebens zurückblicken konnte.

Als Foster Prinz Eisenherz aufgegeben hatte, übernahm John Cullen Murphy die Serie. Dessen Karriere vor Eisenherz, als er die Boxerserie Big Ben Bolt zeichnete, wird beleuchtet, ebenso wie dessen Einflüsse. Es wird deutlich, dass Murphy seine Ursprünge bei den ganzen großen Illustratoren der USA hatte. Sein Vorbild und Lehrer war Norman Rockwell, dem er, wie das Schicksal so spielte, bereits als kleiner Junge Modell gestanden ist.

Desweiteren wird Frank Bolle mit einem Artikel gewürdigt, der Murphy einige Jahre als namentlich nicht genannter Ghost-Zeichner mit Bleistiftzeichnungen unterstützt hatte. Und natürlich gibt es auch ein umfangreiches Interview mit dem aktuellen Eisenherz-Team: Gary Gianni und Mark Schultz. Dabei wird klar, dass es nicht einfach ist, die große Tradition der Serie fortzuführen, besonders weil die Comics in den Zeitungen immer mehr in der Größe reduziert werden.

Das Buch ist durchgehend illustriert. Das Bildmaterial ist eine wahre Fundgrube: seltene Fotos und Illustrationen der Kreativen runden jeden Textbeitrag sehr schön ab. Es finden sich superbe Beispiele von Fosters Fähigkeiten als Cartoonist, mannigfaltige Privatfotos aus Fosters Leben oder Probeseiten von anderen Zeichnern, wie z.B. Charles Vess, Tom Grindberg oder Al Williamson. In einem Farbteil, der im Vergleich zur opulenten Bebilderung mit nur 16 Seiten etwas mickrig ausgefallenen ist, gibt es beeindruckende Sonntagszeichnungen aus allen Epochen der Rittersaga zu bewundern. Zum Abschluss werden anhand einer aktuellen Sonntagsseite (Nr. 3776) die verschiedenen Entwicklungsstufen von der Skizze bis zur Reinzeichnung dargestellt.

Fazit:
Solche Sekundärbücher gibt es leider viel zu wenig. Das Prinz Eisenherz Handbuch ist nicht nur, wie es der Untertitel sagt, „Kennern und Liebhabern“ der Serie zu empfehlen. Es ist ein faszinierendes Sekundärwerk über eine der wichtigen Abenteuerserien in der Geschichte des Comics. Wer einiges über den Mythos „Prince Vaillant“ erfahren will, das über den Informationsgehalt eines bloßen Wikipedia-Eintrags hinausgeht, der kommt an diesem prächtigen großformatigen Hardcoverbuch nicht vorbei.



Prinz Eisenherz: Ein Handbuch für Kenner und Liebhaber - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Prinz Eisenherz: Ein Handbuch für Kenner und Liebhaber

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Bocola

Preis:
€ 29.90

ISBN 13:
978-3-939625-31-5

168 Seiten

Positiv aufgefallen
  • höchst interessante Interviews
  • kurzweilig zu lesen
  • beeindruckende Bildauswahl
  • für Fans von Eisenherz und Zeitungscomics ein Muss
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.08.2010
Kategorie: Prinz Eisenherz
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