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Comic-Besprechung - Vorletzte Geräusche

Geschichten:

Cartoons von:

Adrian vom Baur, Beck, Chris Bögle, Lilli Bravo, Burkh, Carl Burns, Steve M. Clements, doppeltim, Volker Dornemann, Christoph Duell, Denis Metz, Andreas AE Eikenroth, Falk, Naomi Fearn, Marco Finkenstein, Kastor Jürgen Fischer, Florian Franz, Thomas Gilke, Michael Gruteser, Steffen Gumpert, KA.GREVE, Christian Habicht, Charlotte Hofmann, Michael Holtschulte, Philipp Jahner, Kittihawk, Ivo Kircheis, Mario Kuchinke-Hofer, Cornelia Kurtz, LAPINOT, Landrömer, LOMP, Karl Lux, Markus Magenbitter, MALACHA, Mamei, Michael Mantel, Matrattel, Martin Perscheid, ARI PIKAT, Andreas Rasper, Martin Rathscheck, Ulf Salzmann, Marc Seefried, Flavia Scuderi, TANTE formerly known as KONG, ©Tom, Véro, Sacha Wüstefeld, Zapf, Irina Zimmer (klee).



Story:
Manche Menschen und Tiere geben den Löffel früher ab als andere. Was hören sie, kurz bevor sie das Zeitliche segnen? Diese Frage beantworten mehr als 50 Zeichner auf ihre individuelle schwarzhumorige Art und Weise in der Cartoon-Sammlung Vorletzte Geräusche.

Meinung:
Wer kennt nicht die Anekdoten von den „Berühmten Letzten Worten“? Das sind die Äußerungen eines Menschen, die er zum Besten gibt, bevor er unfreiwillig ins Gras beißt. Etwa Aussagen wie: „Ach was! Ich kenne mich aus mit Sprengstoff!“; oder die Frage eines Badenden an sich selbst: „Wo ist denn der Fön?“; oder der Bauarbeiter zu seinen Kollegen „Beton Marsch!“; oder die Anweisung eines Schmieds an seinen Lehrling: „Wenn ich mit dem Kopf nicke, schlägst du drauf“; oder der 5-Sterne-Koch zu seinem Gehilfen: „Wirf mir mal das Messer rüber“. Man merkt schon, Famous Last Words gibt es viele – und sie stecken voller schwarzem Humor. Wenn man sie vernimmt, dann ist garantiert ein Lacher fällig - oder zumindest ein amüsiertes Schmunzeln.

Die beiden Cartoonisten Steffen Gumpert und Denis Metz haben eine ähnlich gelagerte Idee gehabt und unter dem Titel Vorletzte Geräusche bei dem frischgebackenen Berliner Kleinverlag Weildarum veröffentlicht. Gegründet wurde dieser Anfang des Jahres. Dahinter steht der Comicladen Comics & Graphics in Berlin. Gemäß dem Untertitel „Die ultimative Chronik des angekündigten Ablebens“ versuchten sich jede Menge Zeichner, 52 an der Zahl, an der Umsetzung folgender Vorgabe: zeichne ein Geräusch, und zwar das vorletzte Geräusch, welches ein Mensch zu hören im Stande ist, bevor ihn das letzte tödliche Geräusch zur Strecke bringt.

Die Idee für dieses Buch entstand auf dem Erlanger Comic-Salon 2006. Sie manifestierte sich in einem Skizzenbuch, in das jeder, der wollte, ein vorletztes Geräusch zeichnen konnte. Ein paar Jahre später erinnerten sich Gumpert und Metz daran und starteten das vorliegende Buchprojekt. Mitwirken durften nicht nur Cartoonisten, sondern auch Comiczeichner und Kinderbuchillustratoren. Künstler aus allen Genres sollten präsentieren, was sie aus der Vorgabe alles machen können. Es gab keinerlei Beschränkungen, außer der Auflage, gänzlich auf Dialoge oder erklärende Unterzeilen zu verzichten. Fast alle haben sich dran gehalten.

Wie so oft bei einer derartigen Kollektion, ist die Bandbreite der inhaltlichen und zeichnerischen Qualität enorm. Nicht jeder Gag zündet und mancher Zeichner tat sich etwas schwer dabei, eine zum Thema passende Pointe zu erfinden. Positiv herausstechen tun Cornelia Kurtz, Denis Metz oder Charlotte Hofmann, um nur drei zu nennen. Auf der grafischen Seite ist ziemlich viel gutes Material vorhanden. Die meisten können, wenn schon der Humor nicht stimmt, tolle Cartoons zeichnen. Besonders überzeugend sind Michael Mantel, Karl Lux oder Ari Plikat, um erneut nur drei zu nennen. Über die obligatorischen Beiträge, bei denen man vermutet, sie würden eher von einem Schimpansen stammen, breiten wir den Mantel des Schweigens, denn man kann sie an einer Hand abzählen.

Vorletzte Geräusche wird vom Verlag als „ Das kleine Schwarze“ vermarktet. Das Büchlein ist im handlichen Format (15 x 15 cm) als Hardcover erschienen und bietet einhundert schwarz-weiße Cartoons. Die Auflage beträgt 1000 Exemplare. 

Fazit:
Mit Vorletzte Geräusche debütiert der blutjunge Weildarum Verlag mit einer kleinen, aber feinen, Sammlung bitter-böser Cartoons, die belegt, dass Deutschland vor lauter talentierten Funny-Zeichnern nur so wimmelt. Wer sich für diese Art von grafischer Unterhaltung interessiert, kann getrost zehn Euro locker machen. Er bekommt ein facettenreiches Sammelsurium an Gedankenblitzen als Gegenleistung.

Vorletzte Geräusche - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vorletzte Geräusche

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
weildarum

Preis:
€ 10.00

ISBN 13:
978-3-00-030867-3

100 Seiten

Positiv aufgefallen
  • abgedrehter Humor
  • für jeden was dabei
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.17
(6 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 20.08.2010
Kategorie: Cartoons
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