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Comic-Besprechung - Lynn Okamoto Short Story Collection

Geschichten:
Lynn Okamoto Short Story Collection - Flip-Flap/Allumage
Autor, Zeichner, Tuscher, Colorist: Lynn Okamoto

Story:
Wie in Japan erscheint die Lynn Okamoto Short Story Collection in Japan in zwei Bänden "Flip Flap"/"Allumage" in einem Schuber. Enthalten sind Kurzgeschichten des Künstlers, die er vor, während und nach der Gestaltung seiner Serie "Elfenlied" geschaffen hat und der Entwurf des ersten Kapitels einer neuen aber verworfenen Serie namens "Exexe". Dieser Entwurf findet sich neben drei anderen Geschichten in "Flip Flap".

"Elfenlied" hat allerdings nur wenig mit der Serie zu tun, sondern schildert den Werdegang einer jungen Musikerin, die von ihrer Mutter zum Klavierspielen gezwungen wird, um die beste Pianistin der Welt zu werden. Allerdings übertrumpft sie ein geheimnisvoller Junge. Gut zwanzig Jahre später sucht das Mädchen ihn auf, um ein Versprechen einzufordern, dass sie sich damals während des Konzertes gegeben haben.

In "Lime Yellow" geht es um einen schüchternen jungen Mann, der sich aus lauter Einsamkeit eine aufblasbare Sexpuppe zulegt, weil er es nicht länger ertragen kann. Doch als sie zum Leben erwacht, wird alles anders...

"Flip Flap" erzählt schließlich von einer jungen Sportlerin, die in die Geschichte eingehen möchte. Doch der Versuch bereits im Training einen vierfachen Salto zu springen endet mit einer Katastrophe. Nur gut, dass sie Freunde hat, die für sie kämpfen.

"Allumage" beginnt mit der Geschichte der jungen Stuntfrau Kumiko, vor der eine große Karriere liegen könnte, wenn sie auf sich aufpasst. Doch als sie ihren Bruder in Japan besucht, der bald heiraten möchte, wirft sie Leben und Gesundheit in die Waagschale, um zwei Kinder aus einem brennenden Hochhaus zu retten. Dies ist zwar die längste, aber mitnichten die einzige Story des Bandes.

In "Registrar" dreht sich alles um einen alten Mönch, der verloren gegangene Erinnerungen von Menschen wieder an die Oberfläche holen aber auch löschen kann. Etwas, was sich Verbrecher zu Nutze machen wollen. Aber es kommt anders, als sie denken. Ähnlich wie in "Carriera", in der ein junger Mann, der nur auf einer schwachen Uni war, einen Job in einer Firma zu finden versucht, aber nicht wirklich eine Chance hat...

"Memoria" dreht sich um eine Liebe, die auch über Koma und Tod hält und "MOL" von einem Jugendlichen, der erst durch eine Puppe den Sinn der Liebe erkennt. In "Digitopolis" wird es erstmals actionreich, da es dort um die Erlebnisse einer Bombenentschärfungseinheit geht.


Meinung:
Fans von Lynn Okamoto und "Elfenlied" werden sich über den neuen Lesestoff des Autors freuen, auch wenn es eigentlich keine neuen Geschichten zur Serie sind, sondern ganz eigenständige Erzählungen. Die Aufmachung der Ausgabe ist sehr interessant, aufwendig und schön, auch wenn sich dem Leser nicht wirklich erschließt, warum die beiden Kurzgeschichtensammlungen "Allumage" und "Flip Flap" nicht in einem Buch gebracht wurden.

Denn es gibt keine wirkliche thematische Trennung. In beiden Büchern finden sich Geschichten in denen junge Männer erst durch Gummipuppen auf den rechten Weg der Liebe gestoßen werden, wenn auch mit unterschiedlichem Ausgang - einmal bringt es ihn dazu, endlich das Mädchen anzusprechen, dem sein Herz gehört, das andere Mal steckt ein Abschied dahinter. Man muss die Geschichten allerdings ein wenig auf sich wirken zu lassen, um auch die subtilen Untertöne mitzubekommen.

Am spannendsten ist wohl "Allumage". Man fiebert und bangt während der Rettungsaktion mit der jungen Stuntfrau mit und fragt sich, ob sie es schaffen wird. Da die Geschichte auch noch mit einem Twist endet, weiß sie auf der ganzen Linie zu überraschen, zumal die Spannung und Dramatik durchweg stimmt. Auch der Entwurf von "Exexe" ist sehr interessant, zeigt er doch schon auf diesen wenigen Seiten die Stärken und Schwächen der Geschichte.

Der Band wird für Leser ab 18 Jahren empfohlen. Man versteht allerdings erst beim Lesen, warum. Auch wenn sich der Autor mit Gewaltdarstellungen, Grausamkeiten oder gar Sex zurückhält, so werden doch auch heikle Themen wie Vergewaltigung und kaltblütiger Mord angesprochen und die Mädchen einiger Geschichten sind oft genug vollständig nackt zu sehen. Hin und wieder muss man auch zwischen den Zeilen lesen, um die subtilen Andeutungen zu verstehen, was allerdings stellenweise sehr geschmacks- und erfahrungsabhängig ist, da nicht alles so logisch herausgearbeitet wird, wie man es sich erhofft und stellenweise auch sehr plakativ dargestellt ist.

Die Kurzgeschichtensammlung ist übrigens auch ohne Kenntnis von "Elfenlied" zu verstehen, so dass man sie durchaus benutzen kann, um den Erzählstil des Autors kennen zu lernen, bevor man zum Zyklus selbst greift. Interessant dabei sind auch die Kommentare des Künstlers zu den Geschichten, die viel über seine Arbeitsweise und - Auffassung verraten. Durch das größere Format kommen auf jeden Fall auch die detailreichen Zeichnungen besser zur Geltung.


Fazit:
Neben der schönen Aufmachung spricht vor allem die Qualität der Geschichten für sich, die mehr als nur eine oberflächliche Fleischbeschau hübscher Mädchen und Actionszenarien sind. Sie bieten auch noch einen feinen subtilen Blick auf das was darunter liegt und dürften nicht nur Fans von Lynn Okamoto begeistern, da man die Geschichten ohne Vorkenntnisse verstehen kann.


Lynn Okamoto Short Story Collection - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lynn Okamoto Short Story Collection

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
978-3867199179

376 Seiten

Positiv aufgefallen
  • ansprechende, abwechslungsreiche Geschichten
  • viele Stories haben einen subtilen Unterton
Negativ aufgefallen
  • die Verwendung von Sex und Gewalt ist doch sehr geschmacksabhängig
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 25.07.2010
Kategorie: One Shots
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