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Comic-Besprechung - Exterminators 3: Die Lügen unserer Väter

Geschichten:

Kapitel 1
Autor: Simon Oliver, Zeichner, Inker: Mike Hawthrone, Colorist: Brian Buccelatto & J. D. Smith

Kapitel 2
Autor: Simon Oliver, Zeichner, Inker: Mike Hawthrone, Colorist: Brian Buccelatto & J. D. Smith

Kapitel 3
Autor: Simon Oliver, Zeichner: Tony Moore, Inker: Ande Parks, Colorist: Brian Buccelatto & J. D. Smith

Kapitel 4
Autor: Simon Oliver, Zeichner: Tony Moore, Inker: John Lucas & Dan Green, Colorist: Brian Buccelatto & J. D. Smith

Kapitel 5
Autor: Simon Oliver, Zeichner, Inker: John Lucas, Colorist: Brian Buccelatto & J. D. Smith

Kapitel 6
Autor: Simon Oliver, Zeichner: John Lucas, Inker: Dan Green, Colorist: Brian Buccelatto & J. D. Smith



Story:

Henry kommt endlich zu recht mit seinem neuen Leben und fühlt sich wohl bei seiner neuen Freundin. Doch all das währt nicht lange, denn eine Person aus seiner Vergangenheit taucht plötzlich wieder auf: Cleo Crone, der politische Rechtsaußen von San Fernando. Crone möchte Henry in eine Verschwörung hineinziehen, die in einer Gefängniszelle begann und mittlerweile bis in die Büros des Ocran-Konzern reicht, wo Henrys Ex-Freundin Laura erfährt, was man tun muss, um ganz an die Spitze zu kommen.

Aber nicht nur Henry muss sich mit den Dämonen seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Bug-Bee-Gone-Boss Nils wird mit dem verlorenen Sohn konfrontiert, mit dem er seit Jahren nichts mehr zu tun haben will, Saloth wird schmerzhaft daran erinnert, welche Rolle er bei den Roten Khmer in Kambodscha gespielt hat, und selbst Mrs. Perez muss Ängsten ins Auge sehen, die sie seit ihrer Kindheit verfolgen. 



Meinung:

Mit dem Ungeziefer scheint das Kreativteam von Exterminators (Panini Comics) stets auch die abgründigen Geheimnisse der amerikanischen Gesellschaft aus den tiefen, dunklen Ecken ans Tageslicht zu befördern. Der Autor Simon Oliver (Hellblazer, Gen 13) präsentiert zusammen mit den Zeichnern Tony Moore (Ghost Rider, Punisher), Mike Hawthorne (Queen & Country, Hysteria) und John Lucas (X-Men Unlimited, Darkness, Starman) mit „Die Lügen unserer Väter“ das nächste Kapitel ihrer satirischen Geschichte über die Kammerjäger-Firma Bug-Bee-Gone.

Ganz neu ist die Verbindung von Satire, Ungeziefer und Drogen zwar seit dem Beat-Generation-Poet William S. Burroughs (Naked Lunch) nicht mehr. Aber die bitterbösen Seitenhiebe gegen das strahlende Amerika zünden heute noch genauso wie damals beim Beatnik Burroughs. Exterminators nutzt die ekelerregende Ungeziefer-Metapher um die beunruhigenden, wimmelnden vielzitierten Leichen aus den us-amerikanischen Vorstadtkellern zu holen, die jede Menge Zündstoff bergen.

Angefangen bei der Dekonstruktion vom konformen Date, wo sich die jeweiligen Vertreter ihres Geschlechts vorab „für ihren Nachbarn“ bzw. „für ihre Nachbarin“ bei ihren Arbeitskollegen beraten lassen, damit die vergeistigten Wissenschaftler doch noch zum Schuss kommen. Über die haarsträubenden Details aus der Vergangenheit des skrupellosen Saloth, der in Kambodscha überhaupt nicht an einer kommunistischen Revolution interessiert war. Bis hin zum rechtsradikalen Sadomasochisten Crone, der Laura bei einem Dinner einen Drogencocktail verpasst, um sie anschließend zu vergewaltigen.

Die Zeichnungen von Moore Hawthrone und Lucas variieren nicht grundsätzlich. Alle weisen die übliche amerikanische Hochglanz-Optik auf. Im Detail sind zwar leichte Unterschiede festzustellen, aber diese können vernachlässigt werden. Alle Zeichnungen weisen viele Details auf und die flächigen Farben erzeugen die passende Stimmung zu den Episoden. Was nicht unbedingt hätte sein müssen, aber wohl auch typisch amerikanisch ist, sind die auf Effekt abgezielten Schockbilder, wie eine zerplatzende Maus. Dagegen sticht die besagte Drogen-Sequenz von Laura durch ihre spezielle visuelle Optik – schemenhaft, bizarr, verzerrt in bunten Farben – hervor.



Fazit:
„Die Lügen unserer Väter“ ist eine bitterböse Demontage des sozialen und kulturellen Amerikas, eine Abrechnung mit der Mittelschicht, die hinter ihren weißen Lattenzäunen und gepflegten Vorgärten die wahren Verbrechen versteckt hat. Exterminators ist eine abgründige Satire mit hohem Unterhaltungsfaktor.

Exterminators 3: Die Lügen unserer Väter - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Exterminators 3: Die Lügen unserer Väter

Autor der Besprechung:
Marco Behringer

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3866077688

ISBN 13:
978-3866077683

144 Seiten

Exterminators 3: Die Lügen unserer Väter bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Burroughs-Faktor: Satire, Ungeziefer & Drogen
  • Anti-Amerika-Faktor: Sozial- & Kulturkritik
Negativ aufgefallen
  • Übertriebene Schock-Effekte
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
6
(1 Stimme)
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Rezension vom: 28.06.2010
Kategorie: Exterminators
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