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Comic-Besprechung - RIA Die Lichtklan Chroniken 1: Same der Hoffnung

Geschichten:
Idee und Künstlerische Leitung: Thorsten Kiecker
Autoren Team: Fred and Mary Pullin
Farben: Fabian Schlaga
Musik: Michael Stapper
Farb Assistenz: Sara Albrecht, Peggy Hoffmann, Aimée Henning, AntjeEhlert
Clean Up Assistenz: Christian Retzlaff, Heiko Krischker, Kaja Reinki
Design Assistenz: Tien Hee, Carlos Ancot, Jennifer Zeller, Ewa Ludwiczak, Carlos Moran, Anna Molla, Natalie Beirit
Set Design Assistenz: Kai-Uwe Ullrich, Julian Goethe, Michael Stapper, Paul Schwartz
Augmented Reality Team: Martin Maurer, Marc Maurer
Modeling Team: Ila Soleimani, Aimée Henning, Steffen Unger
Besten Dank an: Marcus Koch, Pamela Rambo,Scott C Adams, David Ziebart
Besonderen Dank an: Melanie Kiecker, Heinz und Angelika Kiecker

Story:
Sie waren einst ein friedliches Volk, bis Fremde zu ihnen kamen. Die brachten Geschichten mit, die mit der Zeit zu Geschichten der Dunkelheit und des Schreckens wurden. Die machte sich Noctus zu Nutze, um das friedliche Reich erobern zu können. Doch ihm stellte sich Sira, die Königin entgegen. Sie musste einen hohen Preis bezahlen...

Viele Jahre später befindet sich Loan, ein junger Tuscas, auf der Jagd, als er von den Shaden, den Schergen von Noctus, angegriffen wird. Er trifft – während er flüchtet – auf RIA, die zunächst stumm bleibt, aber die ganz offensichtlich noch eine wichtige Rolle spielen wird in dieser Geschichte...

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Jetzt seien wir doch einmal ganz ehrlich: Wenn deutsche Zeichner sich anschicken Geschichten in Comicform umzusetzen, dann ist man hierzulande dazu geneigt sie zu loben und zu hätscheln, auch wenn sie es im internationalen Vergleich nicht gerade weit bringen würden. Es gibt nun einmal sehr viel bessere Zeichner, sowohl im europäischen, als auch im weltweiten Ausland. Es gibt wenige Ausnahmen, Marko Djurdjevic sei da einmal genannt, der für Marvel arbeitet und eine unglaublich hohe Qualität an den Tag legt. So mancher Zeichner hat es auch schon versucht durch eine Eigenveröffentlichung auf sich aufmerksam zu machen. Doch selten hat das zu einem größeren Erfolg geführt.

Kein Wunder also, dass man skeptisch ist, wenn man von Ria hört. Ein Comic-Album im klassischen frankobelgischen Format, im Eigenverlag veröffentlicht? Na gut, das Cover sieht ja schon einmal sehr nett aus, aber kann der Inhalt da mithalten? Geht das überhaupt? Thorsten Kiecker zeigt schnell, wo der Hammer hängt, zeigt, dass er das halten kann, was das Cover verspricht. Die Geschichte geht mit einer spannenden Verfolgungsjagd los, die nebenher dazu führt, dass Loan, der junge Krieger, Ria begegnet. Ganz nebenbei werden die Shaden eingeführt. Das ist schon einmal sehr ansprechend gelungen. Schnell wird auch dem Leser klar, dass Ria eine spezielle Rolle spielt. Nun gibt es Autoren, die sich darin geradezu suhlen solche Rollen auf geheimnisvolle Weise zu entrollen. Kiecker geht den direkten Weg und erklärt nach kurzer Zeit mit wenigen Worten und auf wenigen Seiten, wer Ria ist und was sie für den Kampf gegen Noctus bedeutet. Aber nie tritt auch nur das Gefühl auf, dass das alles überhastet geschieht. Vielmehr scheint alles genau im richtigen Tempo zu passieren.

Sicher ist es so, dass der Leser das eine oder andere Deja-Vu hat. Denn in ein paar kleinen Details fühlt man sich an Genre-Klassiker wie „Herr der Ringe“ erinnert. Aber auch hier hat Kiecker nicht etwa zu viel des Guten getan. Ganz im Gegenteil sind diese Ähnlichkeiten einfach nur geschickt gesetzt. Man darf bei der Quest, die in Band 2 beginnt, gespannt sein, ob dies auch in der weiteren Folge gelingt.

Wichtig ist aber auch, dass Kiecker nicht nur im Erzählerischen zu überzeugen weiß. Vielmehr kann die grafische Seite voll und ganz überzeugen. Die Figuren sind in einem wundervoll klaren Stil gezeichnet worden, der an so manchen Disney-Film erinnert. Da wird nichts falsch gemacht, die Ausführung ist in jedem Panel perfekt. Und das ist auch kein Wunder, denn Thorsten hat seinen professionellen Einstand beim Mosaik-Magazin gemacht. Und schon dort war sein Stil prägend, wie die Mosapedia zu berichten weiß. Aber Ria ist nicht etwa ein Abrafaxe-Abenteuer, davon ist dieser Comic weit entfernt. Rein visuell steht Ria für sich, ist eine andere Liga.

Kiecker hat offensichtlich sehr viel Zeit und Ideen in sein Projekt gesteckt, das sieht man alleine schon an den Special Features des Bandes. Zeichnungen und Hintergrundgeschichte zu den einzelnen Charakteren zu sehen. Und vor allem die Entwicklung von ersten Reinzeichnungen hin zu den Endcharakteren. Das sieht sehr interessant aus. Und es gibt Bonus Features im Netz. Für die wird der Linceo VR 3.3 Player benötigt, der es dann ermöglich einen Code im Album per Webcam zu scannen. Schade nur, dass bei der Begutachtung der Firefox immer wieder abstürzte. Ein ansonsten sicher innovatives Feature, das bisher in Deutschland noch niemand nutzte.

Fazit:
Ria ist eine Überraschung und eine verdammt große, nicht nur grafisch, auch erzählerisch. Dieser Comic hat es nicht nur verdient bei einem großen Verlag herauszukommen, sondern auch ins Ausland verkauft zu werden. Mehr Potential hatte selten eine deutsche Produktion. Davon wollen wir mehr sehen, müssen wir einfach mehr sehen.

RIA Die Lichtklan Chroniken 1: Same der Hoffnung - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

RIA Die Lichtklan Chroniken 1: Same der Hoffnung

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Eigenverlag

Preis:
€ 12,50

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Klasse Zeichnungen
  • Tolle Geschichte
  • Tolle Charaktere
  • Detailliertes Universum
  • Vermutlich das Beste in den letzten Jahren aus deutschen Landen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.37
(19 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 29.06.2010
Kategorie: Ria
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Leseprobe
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