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Karteinummer 1071411

Comic-Besprechung - Grablicht 1: Liebeslied an den Tod

Geschichten:
Autor/ Zeichner: Daniela Winkler


Story:
Die 16jährige Emily wacht eines Nachts auf einem Spialplatz auf. Sie kann sich an nichts erinnern und das, was sie für Ketchup hält ist in Wirklichkeit Blut das sie bedeckt. Der hübsche junge Mann in ihrer Nähe entpuppt sich bald als Vampir. Noch bevor sich Emily klar werden kann, was geschehen war, und das sie ganz offensichtlich selber ein Vampir geworden ist, taucht der schnuckelige Vampirjäger Jorel mit seiner stoffeligen Praktikantin Olivia auf, um die beiden zu erlegen. Als ihnen die Flucht mit Müh und Not gelungen ist, muss sich Emily nun in einer neuen Welt zurechtfinden. Nicht nur muss sie sich an ihre Vergangenheit erinnern und sich der Feinde erwehren, sondern auch ihrer Gefühle gegenüber dem Vampir David klar werden. Und der scheint ihr einiges zu verheimlichen.


Meinung:

Nun also ein Manga, der auf der aktuell erfolgreichen Welle des Urban Horror mit starkem Romantiktouch reitet. So findet sich in ihm ein bißchen "Der kleine Vampir", "Ein Interview mit einem Vampir" und "Twilight". Was an und für sich nicht negativ gemeint ist, denn diese Mischung funktioniert. Auch wenn die Geschichte damit etwas an Eigenständigkeit einbüßt. Aber es ist ja erst der erste Band.

Emily, unsere Heldin, entspricht ganz dem Mädchenbild, das so häufig im Manga anzutreffen ist: naiv und kindisch und für Nicht-Manga-Fans eher nervig. Wie sich der Charakter aber entwickeln wird, ist noch nicht abzusehen und somit kann die Serie spannend werden, da sich die Heldin ja nun als gefühlsverwirrte Vampirin durchbeißen muss. Es bleibt abzuwarten, ob die anderen Charaktere auch fest umrissen werden.

Es gibt einige schöne, nette Ideen, die dem Band einen ganz eigenen Charme verleihen. Da wäre gleich zu Beginn der Flirt mit dem Vampirjäger, der eine Kuschelfledermaus besitzt. Ein Kaninchen bekommt einen Namen, weil es sooo süß ist, aber eigentlich ausgesaugt werden sollte. Mit dem Effekt, das auch eine Maus schnurstracks einen Namen bekommt, denn Emily will kein Blut trinken. Ein Zahnarzt extra für Vampire ist auch eine schöne Idee und die stoffelige Praktikantin des Vampirjägers sorgt für einige Slapstickmomente. Auch der Hinweis mit der Erektion ist klasse. Denn wenn ein Vampir zu viel Blut getrunken hat, kann es sich auch woanders sammeln. Und ein Quietscheentchen in Vampirform ist auch im Bad. Auch wenn die Story charmant ist, so ist sie nicht sonderlich packend, da zum einen die Spannung fehlt und somit die offenen Konfklikte einfach in der Luft hängen.

Die Zeichnungen entsprechen ganz den Mangas, sind aber etwas übertrieben. Der Einsatz der gesteigerten Naivität der Zeichnungen kommt zu oft vor. Auch die Lautmalerei ist einerseits übertrieben und zu häufig. Hier sollte sich die Mangaka etwas zurücknehmen. Aber das Spiel mit den Panelbegrenzungen, gerade bei der Szene im Sarg, ist schön und sehr selbstironisch. Die surreale Traumsequenz ist geradezu hervorragend. Die Action ist auch gut in Szene gesetzt, aber nicht überragend. Aber auch hier kommen schöne Ideen zum Einsatz: nach einer gelungenen Stunteinlage applaudiert der Gegner. Und ein kleines Zitat aus Matrix gibt es auch. Allerdings stimmen die Proportionen der Charaktere nicht immer.

Generell gibt es einige offene Elemente, die auf die Folgebände neugierig machen. Der sich anbahnene Konflikt mit anderen Vampiren und der Kampf gegen den süßen Vampirjäger verspricht spannend zu werden. Nur die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen David und Emily scheint etwas verfrüht zu sein und ist somit unglaubwürdig.



Fazit:
Ein Manga mit Charme und einigen wirklich schönen Ideen. Aber die stilistischen Übertreibungen und Inkongruenz macht ihn nicht sonderlich packend. Ganz nett, aber bislang nichts besonderes.


Grablicht 1: Liebeslied an den Tod - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Grablicht 1: Liebeslied an den Tod

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Knaur Taschenbuch

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
3426530007

ISBN 13:
978-3426530009

192 Seiten

Grablicht 1: Liebeslied an den Tod bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Ideen
  • Charme
  • Action
  • Zitate
Negativ aufgefallen
  • Übertreibungen
  • Nicht immer stimmige Proportionen
  • Stilistische Inkongruenz
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 22.06.2010
Kategorie: Grablicht
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