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Comic-Besprechung - Red Robin 1: Der Gral

Geschichten:
Der Gral (US-Ausgabe The Grail Red Robin 1-4 Aug. 2009 - Nov.2009)
Autor:Christopher Yost , Zeichner:Ramon F. Bachs , Inker: Art Thibert & Guy Major, Colorist: Guy Major

Story:
Alle Welt hält Bruce Wayne für tot. Nur sein ehemaliger Mitstreiter Tim Drake will das Offensichtliche nicht wahr haben. Dick Grayson, der fortan das Kostüm von Batman trägt, entschließt sich Bruce Waynes Sohn Damian in das Kostüm von Robin zu stecken, damit er ihn besser im Blick hat. Der dadurch arbeitslos gewordene frühere Robin beschließt außerhalb von Gotham City nach Beweisen für die Existenz von Bruce Wayne zu suchen. Allein und ohne einen richtigen Plan beginnt er die Welt zu bereisen und hier und da Kleinganoven dingfest zu machen. Damit seine Taten nicht Batman und Robin angerechnet werden, trägt er das Kostüm von "Red Robin". Während seiner Welttournee bemerkt Tim, dass er von drei Assassinen beschattet wird. Diese Auftragskiller sind Mitglieder der Mordliga und unterstehen damit Batmans Erzfeind Ras al Ghul. Doch Ras al Ghul hat nicht vor, Red Robin töten zu lassen. Vielmehr will er ihm bei seiner Suche helfen, denn auch er ist der Ansicht, dass Bruce Wayne noch lebt. Gemeinsam mit den drei Killern macht Red Robin sich auf die Suche nach einem Lebenszeichen seines früheren Mentors. Kann sich ein solches Zeichen im Deutschen Naturkunde Museum befinden?


Meinung:
Christopher Yost zeigt Tim Drake, den ehemaligen "Robin", vor den Trümmern seiner Existenz. Seines Lebensinhalts beraubt ist er gezwungen sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen. Hierbei verlässt er sich auf seinen legendären Instinkt. Immerhin ist es Tim Drake damals gelungen die Geheimexistenz von Bruce Wayne als Batman zu entlarven. Durch sein neues Kostüm ändert er auch seine Vorgehensweise. Der neue Red Robin ist skrupelloser und bereit Grenzen zu überschreiten. Getrieben von innerer Unruhe und der absoluten Überzeugung, dass Bruce Wayne noch lebt, ist er sich selbst für eine Zusammenarbeit mit Ras al Ghul nicht zu schade. Woher die absolute Gewissheit von Red Robin kommt, bleibt ebenso rätselhaft wie seine Auswahl der Orte, an denen er nach Zeichen von Bruce Wayne sucht. Im Laufe der Geschichte gibt es immer wieder Rückblenden, die zeigen wie Tim Drake sich in Gotham City von alten Freunden verabschiedet. Diese Rückblenden sind weder anders koloriert noch gibt es einen direkten Hinweis darauf, dass es sich um eine Rückblende handelt. Daher verwirren diese Flashbacks eher und stören den Lesefluss. Darüber hinaus sind sie für die weitere Geschichte nicht relevant und erklären auch nicht Red Robins Handeln. Hier wäre eine chronologische Abfolge der Geschehnisse sinnvoller gewesen.

Während seiner Suche trifft Red Robin auf so manche bizarre Persönlichkeit. Unübertroffen albern wirkt hierbei allerdings der "Wilde Jägersmann", ein Mitglied der Global Guardians, der an einen alten deutschen Krieger erinnert und das Naturkunde Museum bewacht. Dieser Charakter hat  entfernte Ähnlichkeit mit Conan dem Barbaren und passt gar nicht in die restliche Atmosphäre des Comics. Der erste Red Robin Band kommt übrigens ohne einen Gegner aus und fokussiert hauptsächlich die Suche nach Spuren von Bruce Wayne.

Ras al Ghuls Assassinen bilden hierbei ein nettes Sidekickgespann, dass dem Helden genug Möglichkeiten bietet sich verbal zu profilieren. Der Aufdruck "Komplette Story" auf der Rückseite des Bandes ist mit etwas Vorsicht zu genießen. Der Band endet keineswegs abgeschlossen, sondern in einem spannenden Cliffhanger.

Optisch macht der Band einiges her. Der Künstler stellt einen älteren Tim Drake dar und im Red Robin Kostüm, wirkt er erstmals erwachsen. Allerdings scheint der Altersunterschied zwischen dem Tim Drake in den Rückblenden und dem Tim Drake, der das Red Robin Kostüm trägt, ungewöhnlich groß. Die Kampf- und Actionsequenzen trumpfen durch eine dynamische Strichführung und einige Details auf. Die Bilder wirken jedoch nie überladen, so dass man stets den Überblick behält.

Leider schafft es der Künstler nicht, die verschiedenen Stationen von Red Robins Reise ortstypisch darzustellen. So könnte zum Beispiel das Naturkunde Museum genauso gut in einer amerikanischen Metropole stehen. Ferner ähnelt Paris Gotham City, welches wiederum Ähnlichkeiten mit Moskau aufweist. Etwas mehr Unterschiede in der Architektur hätten den Lesefluss sicherlich unterstützt und bei der Orientierung geholfen.


Fazit:
Es weht ein frischer Wind in und um Gotham City. Insbesondere die verschiedenen Orte, die Red Robin auf seiner Suche bereist, stellen eine interessante Facette dieser Serie dar. Das Team Up von Ras al Ghul und Red Robin kann, im Gegensatz zum unfreiwillig komischen Auftritt des wilden Jägersmann, überzeugen. Die Geschichte leidet jedoch an einer konfusen Erzählstruktur. Dennoch ist sie ein netter Einstieg in das Batman Universum nach der Final Crisis und der Cliffhanger am Ende macht Lust auf mehr.

Red Robin 1: Der Gral - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Red Robin 1: Der Gral

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12.95

100 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Unverbrauchtes Thema
  • Tim Drake wird erwachsen
  • Unerwartetes Team Up
Negativ aufgefallen
  • Der wilde Jägersmann
  • Zuwenig Abwechslung bei der Darstellung der Städte
  • Viele Rückblenden
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Rezension vom: 31.05.2010
Kategorie: Red Robin
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