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Comic-Besprechung - Die Unsterblichen 2: Der Wille des BösenGeschichten:Der Wille des Bösen Autor: Stephan Desberg, Zeichner: Henri-Joseph Reculé Story: Dämonen existerien genauso wie Engel. Einige von ihnen versuchen Rio zu töten, nur um Nahel zu einem Fehler zu provozieren. Dieser kann nicht anders als den einzigen Ausweg zu nehmen: Er nimmt sie mit in das Paradies. Doch selbst dort ist sie nicht sicher. Denn auch unter den Engel herrscht keine Harmonie. Und schließlich erwartet Ashra die Hochzeit mit Nahel und wird des nicht gutheißen, dass er eine „Menschin“ ins Himmelreich mitbringt und damit alle Gesetze bricht. Der intrigante Plan der Dämonen um Mar Cheqenna scheint aufzugehen. Meinung: Die Durchdringung verschiedener Realitätsebenen – Diesseits und Jenseits – hat nach dem Auftakt „Das Grab des Engels“ in „Der Wille des Bösen“ auch schon wieder sein Ende gefunden. Indem Nahel Rio mit ins Paradies nimmt hebt die Story buchstäblich in höhere Gefilde ab. Das nimmt einerseits etwas den Reiz des bisherigen Plots. Andererseits bieten sich nun noch mehr Möglichkeiten für den Fortgang der Story. Bezüglich der Entwicklung der Charaktere hat Nahel schließlich seiner Faszination oder Liebe bezüglich der „Menschin“ nachgegeben. Seine eigentlich künftige Ehefrau Ashra, gefühlsmäßig ohnehin kalt und stolz, kann den Verrat Nahels nicht ertragen und lässt sich vom blinden Hass leiten. Bleibt noch Rio, die sich nun ausweglos zu „ihrem“ Schutzengel verliebt hat, aber vor der gehörnten Ashra fliehen muss. Das abgedroschene Frauenbild aus dem ersten Teil erfährt auch in der Fortsetzung keine Änderung, sondern manifestiert sich nur. Stephan Desberg (Tosca, Epsilon) scheint Die Unsterblichen noch stärker in Richtung antikes und Shakespere’sches Drama hinzusteuern. Die Anleihen bei Steven Spielberg (Indiana Jones) und Enki Bilal (Alexander Nikopol) scheinen sich mehr und mehr aufzulösen. Auch die historische Erzählebene hat sich verabschiedet, wodurch sich die Komplexität vereinfacht hat. Insgesamt tritt der Inhalt zugunsten von mehr Handlung etwas in den Hintergrund. Dadurch flacht die Serie insgesamt ab. Henri-Joseph Reculé (Die Saga von Burg Amer, Splitter [alt]) kann dagegen wieder nur mit seiner Kolorierung punkten. Sein einmaliger Strich ist wieder charakteristisch für seine hochgewachsenen und schlanken Figuren, deren Gesichter oft hözern wirken. Die Hintergründe und restlichen Zeichnungen sind detailliert, aber keineswegs detailbesessenen. Als gut muss hingegen wieder der Wechsel aus kraftvollen und dezenten Farbtönen hervorgehoben werden. Die nuancenreichen Farbtöne beeindrucken einmal mehr vor allem bei den leuchtenden Hintergründen. Fazit: Hartgesottene Fans von Mystery- und Fantasy-Comics könnten auch dem zweiten Band von Die Unsterblichen etwas abgewinnen. Die Story wendet sich nun ganz dem Diesseits hin und verliert dadurch eine Facette und flacht ab. Einmalig bleiben die leuchtenden Farben und die Idee der sterblichen Engel. |
Die Unsterblichen 2: Der Wille des Bösen Autor der Besprechung: Marco Behringer Verlag: Epsilon Verlag Mark O. Fischer Preis: € 10 ISBN 10: 3932578384 ISBN 13: 978-3932578380 48 Seiten ![]() |
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| Rezension vom: | 11.04.2010 | ||||||
| Kategorie: | Die Unsterblichen | ||||||
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