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Comic-Besprechung - Lester Cockney 7: Die Schatzsuche

Geschichten:
Die Schatzsuche
Autor/Zeichner: Franz


Story:
Lester bekommt überraschend einen Brief von seinem verschollen geglaubten, leiblichen Vater. Und der birgt alle Elemente für ein weiteres Abenteuer für Lester, Ilona und Taranna in sich. Denn darin schildert sein Vater ihm einen Ort, an dem er einen Anteil eines Schatzes finden wird. Die Reichtümer hat er einst zufällig und mit viel Glück ergattern können. Das Trio nimmt die Fährte, die sie zunächst nach Spanien führt auf, jedoch stellt sich schnell heraus, dass noch mehre Personen von den versteckten Reichtürmern wissen. Außerdem beschäftigt Lester die Frage, ob sein Vater ehemals auf legale Weise an den Schatz gekommen ist. Denn einige Spuren führen zu einem perfiden Kinderhandel...

Meinung:
Lester Cockney steht ganz in der Tradition von Hugo Pratts Corto Maltese. Schlagfertig und mit Scharfsinn stellt sich auch der Ire jedem Abenteuer, egal auf welchem Flecken der Erde die Herausforderung auch locken mag. Selbst nackt und im Halbschlaf ist er jederzeit bereit aus seinem Bett durch das Fenster zu springen, um die lästigen Ganoven in die Flucht zu schlagen. Beiden Figuren ist auch gemein, dass sie kulturell bewandert sind, was Lester unter anderem mit seinen Kenntnissen über die Kulturgeschichte der Phönizier unter Beweis stellt.

Doch im Gegensatz zu Pratts Held, der sich dem weiblichen Geschlecht nur in Geplänkeln annäherte, lebt Lester in „freier Liebe“ gleich mit zwei Frauen zusammen. Um dem Vorwurf eines antiquierten Frauenbildes zuvor zu kommen skizziert Franz die Damen als „Zwitterwesen“: Beide weisen auf der einen Seite zwar eindeutig feminine Züge auf, doch auf der Seite sind sie aktiv, selbstbewusst und schlagfertig (im Wort- oder Einzelkampfgefecht). Sie werden nicht gerettet. Vielmehr rettet Taranna in einer Situation Lester und auch Ilona beweist, dass sie den Kopf zum Denken einsetzt, indem sie den Schatz für die Überreise an einem sicheren Ort versteckt.

Franz verwendet für seine verschachtelte Abenteuergeschichte einen allwissenden neutralen Erzähler, der hier und da seinen Kommentar zu dem Geschehen hinzu gibt. Dadurch schafft der Autor vor allem einleitend und am Ende eine gewisse Distanz zu den Protagonisten. Auf diese Weise kann der Leser Lester dabei begleiten, wie er Licht in einen verdeckten Teil seiner Vergangenheit bringt. Dass „Die Schatzsuche“ nicht nur eine von weiteren zahllosen Abenteuercomics ist, sondern aus der Masse heraussticht, ist der eingebauten Sozialkritik zu verdanken. Denn mit dem Kinderhandel greift Franz ein Tabuthema – nicht nur im Comicbereich – auf. Ein wenig anachronistisch wirkt es dennoch, wenn die befreiten Kinder in die Obhut der Kirche gebracht werden – Stichwort „Kindesmissbrauch“ durch Geistliche.

Die detailreichen Zeichnungen sind souverän und entsprechen wie die einfachen Farben ganz der typisch franko-belgischen Comickunst. Da gibt es nichts Großartiges zu bemängeln, aber eben auch nichts herausragendes Hervorzuhebendes. Das heißt, dass die Gesichter der Charaktere sitzen – bis auf Taranna, bei der das Gesicht leicht variiert – und die Hintergründe gelungen sind.

Fazit:
Der siebte Band eignet sich nicht nur für den eingefleischten Lester Cockney-Fan, sondern ist generell für Liebhaber von (franko-belgischen) Abenteuercomics geeignet. Außerdem muss man die vorangegangenen Bände nicht gelesen zu haben, um in „Die Schatzsuche“ einzusteigen.

Lester Cockney 7: Die Schatzsuche - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lester Cockney 7: Die Schatzsuche

Autor der Besprechung:
Marco Behringer

Verlag:
Finix Comics

ISBN 10:
3941236245

ISBN 13:
978-3941236240

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Sozialkritik: Kinderhandel
  • Verschachtelte Story
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 08.04.2010
Kategorie: Lester Cockney
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