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Comic-Besprechung - Hot Office

Geschichten:

Der Wolf im Archiv
Verantwortungslose Spielchen
Die Einladung des Schürzenjägers
Der Königs Dienerin
Autor: Kasane Katsumoto, Zeichner: Kasane Katsumoto, Tuscher: Kasane Katsumoto



Story:
Miku ist neu in der Office-Abteilung eines Elektronikkonzerns. Während sie lernt, welche Aufgaben eine Sekretärin erfüllen muss, hat sie auch ein Auge auf die Männer. Tatsächlich begegnet ihr jemand, der ihr auf Anhieb gefällt, und zufällig trifft sie ihn im Archiv erneut. Aus Angst, dass ihr eine andere zuvor kommen könnte, überwindet Miku ihre Hemmungen und lädt den freundlichen Oguri auf einen Kaffee ein. Dieser weiß genau, was die junge Frau bewegt und nimmt sie auf ein Geschäftsessen mit. Anschließend haben sie heißen Sex. Es bleibt nicht bei dem einen Mal, aber schon bald wird die Beziehung auf die Probe gestellt, als Gerüchte aufkommen, dass Oguri kündigen wird und Miku ins Archiv abgeschoben werden soll, weil sie bei dem internen Machtkämpfen auf den Falschen setzte …

Haruka möchte als reife, kompetente Frau angesehen werden und sich den passenden Mann angeln. Diesen glaubt sie, in Ichimura gefunden zu haben, aber statt in seinen Armen landet sie in denen von Aoyama, der sie durch Alkohol und Erpressung gefügig macht. Trotzdem sie viel Spaß haben, will Haruka die Affäre mit Aoyama beenden und Ichimura ihre Liebe gestehen, denn sie kann das Leben nicht so leicht nehmen wie ihr Verführer …

Kaoru ist in der Arbeit immer eine der Ersten, da sie die Kühle des Morgens genießt. Als sie sich im Büro allein wähnt und die Brise mit hoch gehaltenem Rock genießt, wird sie dabei von Ichimura beobachtet – und er will mehr sehen! Eine heiße Affäre beginnt, aber da Kaoru befürchtet, dass er sie fallen lässt, sobald er genug von ihr hat, nimmt sie eine Dienstreise als Anlass, den Schluss-Strich zu ziehen …

Zufällig gerät Tamako in eine Schlägerei und wird von dem etwas jüngeren Kyosuke gerettet. Obwohl er ein Raufbold ist und nach seinen eigenen Regeln lebt, zieht sie seine raue Ehrlichkeit dem Dschungel aus Intrigen, Mobbing und sexueller Nötigung in der Firma vor und wird seine Freundin. Zufällig erfährt ein Vorgesetzter von ihrem Umgang und verspricht zu schweigen, wenn sie ihm zu Willen ist. Kyosuke greift ein und sorgt dafür, dass niemand mehr Tamako zu belästigen wagt. Aber danach ist er verschwunden, und seine Freunde von der Gang vermuten, dass er tot ist …

Meinung:
Von Kasane Katsumoto sind mittlerweile mehrere Oneshots erschienen, darunter „Deep Kiss“, „Deep Sex“, „Hot Dinner“ u. v. m. Diese enthalten kurze in sich abgeschlossene Geschichten, die durch wiederkehrende Figuren locker miteinander verknüpft sind. In Folge muss man keinen bestimmten oder gar alle Bände kennen, selbst wenn treue Leserinnen einen kleinen Aha-Effekt verspüren können. In „Hot Office“ ist der Arbeitsplatz das verbindende Element, und die Nebenfiguren der einen Geschichte sind sie Handlungsträger der nächsten.

Dabei muss man schon zweimal hinsehen, um sicher zu sein, in welcher Story man sich befindet, denn gerade die jungen Frauen im Business-Kostüm mit ihren langen, hellen Haaren, den Kuhaugen und den Schmollmündern ähneln einander sehr – und das trifft auch auf ihr Liebesleben zu: Die eine schenkt ihr Herz einem Einzelgänger voller Geheimnisse, die nächste kommt von einem Luftikus nicht los, auf die dritte fällt der Blick eines verrufenen Schürzenjägers und die letzte findet Gefallen an einem selbstherrlichen Krawall-Typen.

Genau genommen unterscheiden sich die Männer so gut wie gar nicht. Sie sind ausnahmslos erfahren, dominant und nehmen sich, was sie wollen. Gespielt wird nach ihren Regeln, und die Frauen müssen sich unterwerfen, natürlich zu ihrem eigenen Wohl. Nicht selten ist Alkohol im Spiel, dessen enthemmende Wirkung bagatellisiert wird. Dass mit dem Rausch Sachbeschädigungen und One-Night-Stands einhergehen, wird sogar als lustig befunden - und das in Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche für Schlagzeilen sorgen durch ‚Koma-Saufen’, durch Schlägereien und Randale nach Alkoholgenuss auf Volksfesten und in öffentlichen Verkehrsmitteln, durch tödlich endende Autofahrten nach einem feuchtfröhlichen Disco-Abend usw.

Dass der Manga zu den 16+ Titeln gehört, hat weniger mit diesen Entgleisungen zu tun als mit den expliziten Sex-Szenen. Auch diese sind recht fragwürdig, denn wie mit den Frauen umgegangen wird, was sie sich alles gefallen lassen … - es ist nicht anzunehmen, dass sich viele Leserinnen solche Erfahrungen wünschen. Phantasien sind das eine, die Realität aber ist etwas völlig anderes. Leider lassen solche Titel in weniger erfahrenen Jungen den Glauben entstehen, dass man alle Frauen ‚rumkriegt’, wenn man mit sanfter Gewalt nachhilft, bzw. dass man als Mädchen nachgeben muss, um den Jungen oder Mann, für den man sich interessiert, zu bekommen. Das funktioniert vielleicht im Manga, nicht aber im wahren Leben.

Alle positiven Ansätze der Storys, z. B. Mikus Vertrauen in Oguri und Tamakos Abscheu vor dem Mobbing in der Firma, gehen in den Dominanzspielen unter. Zwischen Sex und Liebe wird nicht getrennt, alles vermischt sich zu einem Einheitsbrei. Gutes Aussehen, grandioser Sex - dann kommen Liebe und Ehe automatisch. Das sind wirklich Josei-Phantasien für ein reifes Publikum, das träumen möchte, aber die Realität kennt.

Fazit:
„Hot Office“ reiht sich nahtlos in die anderen „Hot …“-Titel von Kasane Katsumoto ein. Die Geschichten bieten wenig Neues, denn es geht immer nur um junge Frauen, die sich über das Bett einen tollen Typen angeln wollen und dafür eine Menge auf sich nehmen. Die Rahmenhandlung sorgt für reichliche erotische Szenen, die jedoch nur die unbekleideten Frauen-Körper zeigen, während die Männer meist verdeckt bleiben. Das dürfte auch einem männlichen Publikum gefallen, aber die Klischee-Rollen der Protagonistinnen lassen ein völlig falsches Bild entstehen von dem, was Mädchen und Frauen wirklich wollen.

Hot Office - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hot Office

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-86719-636-9

190 Seiten

Hot Office bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • für reifere Leserinnen
Negativ aufgefallen
  • klischeehaftes Frauenbild
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Rezension vom: 30.03.2010
Kategorie: One Shots
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