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Comic-Besprechung - SinBad 2: In den Klauen des DjinnsGeschichten:In den Klauen des Djinns (Originaltitel: „SinBad 2: La griffe du génie“) Autoren: Christophe Arleston & Audrey Alwett, Zeichner: Pierre Alary, Colorist: Jean-Paul Fernandez Story: Sinbad, der sympathische Überlebenskünstler (von seinen Mitmenschen auch als Dieb, Trickser oder Hochstapler wahrgenommen), ist immer noch auf der Suche nach seinen wahren Eltern. Der erste Versuch mit dem Krater von Alexandria hat nicht so funktioniert, wie es sich unser schlitzohriger Held vorgestellt hatte. Dieser Hauptgewinn wäre der ideale Weg für Sinbad um herauszufinden, wer seine wahren Eltern sind. Das Problem ist nur, dass er nicht so gut Messer werfen kann … Meinung: Ganz schön lange, 14 scheinbar endlose Monate hat der deutsche Leser für die Fortsetzung ausharren müssen. Das Warten hat sich gelohnt, denn das orientalische Märchen mir Pfiff bringt alle liebgewonnenen Charaktere zurück: neben der aufgeweckten Hauptfigur treffen wir erneut auf die schüchterne Azna, die fiese Magierin Turabah oder den Kalifen Aladin und seinen durchtriebenen Djinn. Vielschreiber Christophe Arleston (LANFEUST VON TROY, DIE SCHIFFBRÜCHIGEN VON YTHAQ, und viele andere mehr) fabulierte die Fortsetzung erneut in Zusammenarbeit mit der jungen Pariserin Audrey Alwett, die er über seine Funktion als Chefredakteur des Magazins LANFEUST MAG kennengelernt hat. Deshalb ist es etwas diffiziler herauszuarbeiten, wem die ganzen kleinen Einfälle im Verlauf der Handlung zuzuschreiben sind. War das erste Album ein überwältigender Überraschungserfolg, den man als abgebrühter Leser von Fantasy-Comics nicht unbedingt erwartet hatte, so hing die Messlatte vor der Lektüre von In den Klauen des Djinns etwas arg hoch. Das neue Abenteuer kann nicht ganz, aber doch recht gut mithalten. Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Seite äußerst unterhaltsam und kurzweilig. Immer wieder sind lustige Episoden eingebaut, die ihren Witz aus reinen Gesprächen oder passender Situationskomik beziehen. Die gleichen Attribute gelten auch für die Zeichnungen von Pierre Alary (BELLADONNA), die alle Aspekte der Erzählung kongenial transportieren. Besonders stark sind die Passagen, in denen Azna als Panther auftritt. Hier scheinen deutlich die Erfahrungen in Sachen Animation-Art durch, die Alary in seiner Zeit in den französischen Disney-Studios gesammelt hat. Anders als beim ersten Album fand das ursprünglich für die deutsche Ausgabe angekündigte neue Titelbildmotiv den Weg aufs Cover nicht. Zu Recht, denn es ist nicht so besonders ausgefallen. Es wird jedoch als Bonus am Ende des Albums präsentiert. SINBAD ist eine dieser Serien, die nichts falsch und alles richtig machen, aber trotzdem vom durchschnittlichen Comic-Leser nicht als Must-Have betrachtet werden. Hat man einmal einen Band davon gelesen, bohrt sich einem jedoch der Gedanke „Wieso habe ich diese Serie nicht schon früher entdeckt?“ ins Gehirn, und man möchte mehr davon haben. Fazit: Wir wissen ja, was von Klappentexten zu halten ist, aber in diesem Fall entspricht er fast der Wahrheit: „Ein grandioses Fantasy-Epos wie aus 1001 Nacht!“. Wie gesagt: Fast, denn, das „Epos“ ist vielleicht etwas zu breit gefächert, aber die Geschichte ist exquisit gewürzt mit ordentlichen Batzen Ideenreichtum, Drama, Komik und sogar Liebe. Kaum auszuhalten, diese Wartezeit bis Band 3 erscheint. |
SinBad 2: In den Klauen des Djinns Autor der Besprechung: Matthias Hofmann Verlag: Splitter Verlag Preis: € 13.80 ISBN 13: 978-3-940864-82-6 56 Seiten |
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| Rezension vom: | 08.01.2010 | ||||||
| Kategorie: | Sinbad | ||||||
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