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Comic-Besprechung - John Constantine - Hellblazer 6: Stationen des Kreuzwegs

Geschichten:
US-Hellblazer # 194 - 199
Autor: Mike Carey, Zeichner: Leonardo Manco, Chris Brunner, Marcelo Frusin

Story:
John Constantine hat sein Gedächtnis verloren und taumelt ohne Ziel durch die Welt. Dabei kreuzt er die Spur von einem Serienmörder, der in ihm sein neues Opfer sieht. John versucht zu fliehen, wird aber immer wieder von dem Serienmörder aufgespürt, bis es zum Showdown kommt und John Constantine dem Mörder zeigt, wer die Trümpfe in der Hand hat. Dabei entdeckt er einige Detail aus seinem Leben, die ihn schwer erschüttern.

Verstört und hilfesuchend gerät er an eine kirchliche Sekte, die vorgibt sich um humanitäre Zwecke zu kümmern. Doch hinter der Fassade schlummert etwas Böses, das John Constantine beinah den Tod bringt. Nur das Abkommen mit einem Dämon kann ihn davor bewahren. Doch der Tod wäre ein Geschenk im Gegensatz zu diesem Deal.



Meinung:
Die sechste Ausgabe von Hellblazer zeigt einen hilflosen John Constantine, der so gut wie nichts über sich weiß, und demzufolge sehr menschlich wirkt. Kein Dämonenjäger, oder blutrünstiger Einzelgänger. Nein, vielmehr ein Mensch, der reagiert, statt agiert. Somit zeigt Mike Carey hier eine verwundbare Seite des Hauptdarstellers, die völlig ungewohnt für den Leser ist.

Leider wirkt dieser Band nur wie eine Zwischenstation im gesamten Handlungsstrang, da der Leser vollkommen ins kalte Wasser geschmissen wird und am Ende quasi vor dem Nichts steht. John Constantine ist einen Deal eingegangen und nun ... die weiteren Bände werden es zeigen. Der letzte Punkt ist aber nicht sonderlich negativ anzusehen, birgt genau dieser plötzliche Abbruch doch ein erheblich Spannungspotential, das den Leser zwangsläufig zum Kauf der nächsten Ausgabe führen wird.

Doch der eigentliche Kritikpunkt ist der, dass Panini es versäumt hat diesem Band einen Rückblick beziehungsweise eine Einleitung zu spendieren. So weiß ein Neueinsteiger weder etwas über John Constantine, noch über die Dämonin, noch über den Umstand, dass John Constantine sein Gedächtnis verloren hat. Auch im Verlauf des Comicbandes werden diese Fragen nicht beantwortet. Dadurch geht der Lesespaß erheblich verloren und der Leser klammert sich an die wenigen Fakten, die dieser Band aufwirft. Treue Hellblazer-Freunde dürften trotzdem ihren Spaß haben, denn die Handlung ist makaber, blutig und gewohnt ernst.

Optisch gibt es eine unausgewogene Mischung von Zeichenstilen. So ist der erste Teil des Comicbandes geprägt vom Stil des Leonardo Manco, der sehr auf Detailreichtum und passende Gesichtsausdrücke fixiert ist. Auch die Tusche von Lee Loughridge passt hier sehr gut ins Bild und bietet eine düstere, schmutzige Welt, in der John Constantine umher wandelt. Die weiteren Zeichnungen verschlechtern sich von Mal zu Mal und am Ende kommt ein stark schattierter und ungenauer Zeichenstil von Marcelo Frusin ins Bild, der wenig überzeugend ist. Vielmehr wird durch die groben Zeichnungen, der kaum vorhandene Gesichtsausdruck-Anteil und das minimalistische Umfeld, die Lust am Weiterlesen doch stark geschmälert. 

Fazit:
Die sechste Ausgabe der Hellblazer-Reihe ist leider nur etwas für Fans der Reihe, da Panini den Einleitungsteil weggelassen hat und eine Aufklärung über die vorangegangenen Geschehnisse notwendig zum Verständnis der Geschichte ist. Des Weiteren sind einzig und allein die Zeichnungen im vorderen Teil des Bandes überzeugend. "Stationen des Kreuzweges" ist sicherlich eine interessante Hellblazer-Story, die aber durch das offene Ende und den wenig spektakulären Einsätzen des John Constantine nicht sehr spannend ist. 

John Constantine - Hellblazer 6: Stationen des Kreuzwegs - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

John Constantine - Hellblazer 6: Stationen des Kreuzwegs

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3866077726

ISBN 13:
978-3866077720

160 Seiten

John Constantine - Hellblazer 6: Stationen des Kreuzwegs bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • hoher Horror-Anteil
Negativ aufgefallen
  • schlechte Zeichnungen und Farbgebung im zweiten Teil des Heftes
  • fehlende Einleitung
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Rezension vom: 20.11.2009
Kategorie: John Constantine Hellblazer
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