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Comic-Besprechung - Pünktchen und Anton

Geschichten:
Autor: Erich Kästner, Zeichner: Isabel Kreitz

Story:
Luise Pogge ist ein aufgewecktes Mädchen aus einer wohlhabenden Familie und weil ihre Mutter immer den eigenen Dingen nachgeht und ihr Vater der Direktor einer Firma ist und auch keine Zeit hat, ist sie ständig mit ihrem Kindermädchen zusammen. Das hat aber eine Verlobten, den sie regelmässig trifft. In dieser Zeit ist Luise, die Pünktchen genannt wird, mit ihrem Freund Anton zusammen. Der hat ein ganz anderes Leben als Pünktchen. Seine Mutter ist erst vor kurzem operiert worden, sie leben in Armut und er muss das nötige Geld erbetteln. Klar, dass ihm dabei auch Pünktchen hilft, wobei sie dabei aber auch ihrem Kindermädchen hilft, die Geld für ihren Verlobten braucht. Und der ist dann auch der Grund, warum sich alles zuspitzt…

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Erich Kästner war bei den Nazis alles Andere als beliebt und das ist auch kein Wunder. In seinem mehr als bekannten Roman propagierte er, dass Arme wie Reiche die gleichen Rechte haben. Das ist der Grundtenor, der durch die Freundschaft zwischen Pünktchen und Anton vermittelt wird und vor allem durch die Verantwortung, die Pünktchens Vater zum Ende hin annimmt. Und die Nazis propagierten damals, als das Buch 1931 erschien, die klare Trennung zwischen Arm und Reich, insbesondere die Gegensätze, aus denen sie ihre Macht schöpften.

Kästner hat mit viel Sinn für Humor, aber auch Tragik, dieses Werk geschaffen, das einst von Walter Trier illustriert wurde. Und da es eben schon mit Illustrationen versehen war, war es eine logische Sache, dass irgendwann auch eine Comicumsetzung heraus kommen musste. Nun ist es so, dass Isabel Kreitz sich sehr gerne historischer Stoffe annimmt und somit war sie geradezu dazu berufen diesen Jugendklassiker umzusetzen.

Esist schon erstaunlich: Wer sich einmal das Titelbild des Buches anschaut und das des Comics, wird sich schnell zu Hause finden. Nein, Kreitz hat keine 1:1-Kopie von Triers Zeichnungen hergestellt, vielmehr präsentiert sie eine feinsinnige und feingezeichnete Hommage an den damaligen Illustrator. Man fühlt sich sogleich heimisch in diesem Comic. Es könnte sogar die Frage aufkommen, ob denn Pünktchen und Anton jemals hätten anders erscheinen können oder sollen. So selbstverständlich fügt sich das Grafische in die Erzählung ein.

Eine Umsetzung eines Romans ist sicher keine einfache Aufgabe, denn man kann nun einmal nicht alle Dialoge, alle Szenen übernehmen. Da ist es ganz gut, dass Kreitz mit 100 Seiten richtig viel Platz bekommen hat. Sie nutzt den Platz perfekt aus, reduziert die Geschichte auf die entscheidenden Szenen und Charakterisierungen und schafft insgesamt eine neue, eine kongeniale Version des Klassikers. In zehn Jahren wird man sich fragen, ob sie nicht einfach eine Zeitgenossin von Kästner war, die mit ihm zusammen gearbeitet hat. Ein moderner Klassiker ist jedenfalls entstanden.

Fazit:
Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ ist ein Klassiker der Weltliteratur und bekommt dank einer genialen Umsetzung von Isabel Kreitz eine würdige Auferstehung in Form eines Comics. Besser kann man die schon nicht mehr machen und ein neuer Klassiker ist entstanden.

Pünktchen und Anton - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Pünktchen und Anton

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Cecilie Dressler Verlag

Preis:
€ 16,90

ISBN 13:
978-3-7915-1160-3

108 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Die Vorlage ist sowieso ein Klassiker
  • Die Umsetzung ist genial
  • Die Zeichnungen passen perfekt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 12.09.2009
Kategorie: One Shots
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