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Comic-Besprechung - Sambre Sammelband 1-4

Geschichten:

Plus Ne M`Est Rien
Je Sais Que Tu Viendras
Liberté, Liberté
Fau-Il Que Nous Mourions Ensemble?

Autor: Balac, Yslaire, Zeichner: Yslaire



Story:
Ende 1848, die Adelsfamilie Sambre trägt das verstorbene Haupt der Familie zu Grabe. Der etwas seltsame Hugo Sambre arbeitete bis zu seinem Selbstmord an dem Essay "Der Krieg der Augen", in dem er nachzuweisen versuchte, dass Menschen ohne braune oder schwarze Augen Unglück bringen. In der vom Vater stark mit geprägten Welt zwanghafter Konventionen und verlogener Moralvorstellungen verliebt sich der junge Sohn von Hugo Sambre - Bernard - ausgerechnet in die Wilddiebin Julie, ein Mädchen, das außerhalb der Konventionen lebt und obendrein feuerrote Augen hat.

Als kurz darauf Bernards Mutter gewaltsam ums Leben kommt wird Julie des Mordes verdächtigt und muss fliehen. Schicksalshaft treffen Bernard und Julie sich mitten in den Wirren der Pariser Februarrevolution wieder, wo eine große Liebe tragisch endet.

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Der vorliegende Band enthält die ursprünglich zwischen 1987 und 1997 in vier Teilen bei Carlsen veröffentlichten Geschichten des ersten Zyklus der Saga um die Familie Sambre. Für diese Geschichte haben sich anfangs zwei außergewöhnliche Künstler zusammengetan. Bernard Hislaire - Yslaire, ein begeisterter Zeichner realistischer Comics (u.a. "Der XX. Himmel"), der mit dem Versuch scheiterte, seinen Lebensunterhalt mit eher klassischen Comics zu verdienen und Yannick Le Pennetier - Yann/Balac - fantasievoller und ungemein versierter Szenarist, hauptsächlich bekannt durch Serien wie "Helden ohne Skrupel", "Bob Morane", "Die Ewigen" oder auch "Pin Up".

Sowohl Hislaire als auch Yann grenzten sich für "Sambre" mit ihren Pseudonymen Yslaire beziehungsweise Balac namentlich von ihren bisherigen Werken ab. Yslaire kündigte damit einen grundlegenden Wandel in seinem künstlerischen Schaffen an, Yann verwies mit dem Namen Balac auf den Franzosen Honoré de Balzac. Und so ist das Ergebnis ein düster-romatisches Historien Drama, ein Melodram, das in der Tradition großer französischer Dichter steht.

"Sambre" ist ein Sittengemälde der französischen Gesellschaft während der Umwälzungen der französischen Revolution - "Sambre" ist aber auch eine emotionale - tief bewegende - leidenschaftlichte Liebesgeschichte ganz im Stil großer Klassiker - tragisches Ende inklusive. Yslaires Zeichenstil und die in dunklen monochromen rotlastig gehaltenen Farben unterstreichen das romantische Szenario und die Wirrungen und Irrungen der damaligen Zeit. Alles zusammen ergibt einen - manchmal nicht ganz trivialen - inhaltlichen und optischen Genuss, der seines Gleichen sucht und in dieser Gesamtausgabe erstmals vollkommen zur Wirkung kommt.

Carlsen hat dafür die Farbgebung überarbeitet - was im Vergleich zu den alten Alben mehr als deutlich wird - und die Ausgabe um bislang unveröffentlichte Comic-Seiten ergänzt. Abgerundet wird der Band durch einen redaktionellen Teil am Ende, in dem die Hintergründe der Entstehung dieser Serie erläutert werden.

Es wäre wirklich interessant gewesen, wenn Yslaire und Balac die Geschichte gemeinsam weitergeführt hätten. Bei den Arbeiten zum zweiten Band haben sich die Wege der Beiden aufgrund künstlerischer Differenzen getrennt. Und jetzt geht die Geschichte weiter. Es gibt einen neuen Zyklus, der acht Jahre nach dem vierten Band spielt und es wird eine Geschichte geben, die sich mit Hugo Sambre beschäftigt, dem Verfasser von "Der Krieg der Augen".

Fazit:
Ganz großes Kino !!!

Sambre Sammelband 1-4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sambre Sammelband 1-4

Autor der Besprechung:
Stephan Schunck

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 39,90

ISBN 13:
978-3-551-77946-5

224 Seiten

Positiv aufgefallen
  • romantisch
  • leidenschaftlich
  • düster
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 13.08.2009
Kategorie: Sambre
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