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Portrait - Kia Asamiya

Kia Asamiya auf der SanDiego-ComicCon 1999: "Kino ist das Medium das mich inspiriert."

Kia Asamiya wurde 1963 in Tokyo/Japan geboren. Nach dem Abschluss an der Tokyo-Designer-School 1986 begann er seine künstlerische Karriere als Zeichner der Mangaserie "Shinseiki Vargants". Bereits 1988 schaffte er den großen Durchbruch mit seinem ersten eigenständigen Manga, der düsteren Fantasy-Cyber Serie
"Silent Möbius", die ihn später auch in Amerika und Europa bekannt machte. Weitere Topseller lieferte er in regelmäßigen Abständen seit 1990 mit den Titeln
"Dark Angel" und "Compiler".

Dark Angel entwickelte sich auch seit Oktober 2000 in Deutschland zu einem der bestverkauftesten Manga auf dem Markt, sodass die ersten Auflagen in kürzester Zeit ausverkauft waren. Nach einiger Zeit landete Asamiya 1995 mit "Steam Detectives" und 1997 mit "Martian Successor Nadesico" zwei weitere Top Hits in Japan und Amerika. Nadesico liegt zur Zeit in Japan mit vier Bänden vor und ist noch nicht abgeschlossen. 2001 wird die Serie endlich ihren Ausklang finden. 1999 schließlich engagierte man Asamiya als Zeichner für die vierteilige Mangaadaption zu "Star Wars : Episode I - Die dunkle Bedrohung", mit der er einmal mehr einen Beweis für seinen detailgetreuen Zeichenstil ablieferte. Seit 2001 arbeitet er für den japanischen Verlag Kodansha an Mangaumsetzung vom Batman. Zwischendurch veröffentlichte er Manga mit weniger großem Erfolg wie z.B Assembler Weitere graphische Arbeiten schuf mit CD und Buch Illustrationen sowie bei seiner Tätigkeit als Animationsfilmzeichner.

Dem Erfolg seiner Manga Werke folgten Anime Adaptionen u.a zu den Serien:
"Silent Möbius", "Steam Detectives" und "Nadesico", die nicht minder erfolgreich als ihre Manga Vorlagen waren. Die Anime folgten dabei nicht immer genau den Geschehnissen und Designs seiner Manga, zumindest aber wurden die witigsten Grundhandlungen und Designs übernommen. Kia Asamiya war zudem der erste Manga Zeichner, der auf Einladung nach Deutschland reiste (zur "AnimagiC 2000").

Die Manga Kia Asamiyas zeichnen sich vor allem durch eine filmische Gestalltung aus. Wie nur wenige versteht er es die Geschichten und Bilder flüssig wie einen wirklichen Film ablaufen zu lassen. Meistens beginnt ein Manga von ihm mit einer "Aufnahme" des Szenarios aus der Totalen und schwenkt dann wie bei einer Kamera weiter von Bild zu Bild. Er gibt dem Betrachter dabei die Möglichkeit, die Handlung aus verschiedenen Perspektiven zu sehen, bleibt erzähltechnisch aber immer am Roten Faden. Er ordnet seine Panels sauber und übersichtlich an.
Asamiya hatte das Glück bereits in jungen Jahren eine ausgefeilte Technik zwischen spannender Erzählung und klaren, feinen Zeichnung zu finden und diese auch verkaufen zu können. Er bleibt dabei immer für neue Zeichentechniken offen. Wenn man dazu als Beispiel seine Werke Silent Möbius, Dark Angel und Batman betrachtet wird man schnell die unterschiedlichen Techniken bemerken, mit denen Asamiya arbeitet. Nicht zu Unrecht wird er dafür als einer der "innovativsten und multimedialsten Mangaka" bezeichnet.

Autor dieses Portraits: Mario Vuk
Portrait vom: 04.11.2000
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