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| Zusammenfassung zum 2. Leipziger Comicgarten | |||
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Eigentlich müsste man die Organisatoren des 2. Leipziger Comicgartens fragen, wen sie bestochen haben, um ein Wetter den Gästen zu bieten, welches den Begriff Hochsommer in den Schatten stellt. Mit Temperaturen knapp unter 30°C zeigte sich der vor kurzem abgetretene Sommer von seiner guten Seite und alle Zweifler, die vermuteten, dass der Comicgarten sprichwörtlich ins Wasser fällt, verstummten angesichts der sonnigen Übermacht. Volle Taschen Am gleichen Stand wurde auch das neue Comix & Beer 2 verkauft, welches schon am Vorabend inoffiziell die Runde machte. Passend dazu gab es die im Vorfeld beworbenen T-Shirts, wobei der Erlös den Mukoviszidose Selbsthilfe Leipzig e.V. zugute kommt. Ebenfalls wurden hier die Gratis-Comictüten verteilt, welche eine Hand voll verschiedenster Comicpublikationen beinhaltete und den Besucher damit gleich zu Beginn die Taschen füllte. Weiter ging es am selben Stand mit der Lostombola, wo es bei einer 50 / 50-Chance allerlei Comics und Bücher zu gewinnen gab. Nachdem man an den fünf Standmetern vorbei war, gab es folglich bereits jede Menge Comics und anderes Material zu tragen, was sich im weiteren Verlauf des Tages erfahrungsgemäß noch steigern sollte. Mosaik-Fanszene und DDR-Comics Natürlich durften bei der Veranstaltung auch nicht die Mosaik-Fanclubs Mosa-icke aus Berlin und Mosa.x aus Dresden fehlen. Leider hatten erstgenannte keine Hefte dabei, sondern präsentierten sich eher als Ansprechpartner für den Verein, wobei Hagen Flemming aber seine Die Virtonauten von Remory – Serie anpries. Dafür hat er eigens für den Comicgarten eine auf 200 Stück limitierte Skizzen-Ausgabe des in wenigen Monaten erscheinen fünften Heftes "Die alte Marsstation" im Gepäck, welche den ungeduldigen Fans der History-SciFi-Serie die Wartezeit etwas verkürzen dürfte. Flemming erzählte, dass die auf 10 Ausgaben angelegte Serie danach nicht mehr in Heftform, sondern in einem Album fortgesetzt wird, wobei hierfür bereits Story-Ideen vorhanden sind. Angesichts des langen Veröffentlichungsrhythmus von einem Jahr ist das aber noch weit entfernte Zukunftsmusik. Dirk Seliger, welcher ebenfalls an dem Tisch Platz nahm, arbeitete derweil fleißig an dem angesprochenen Jam-Comic, welcher in Kürze gebunden in einem Heft erscheint und an alle teilnehmenden Künstler verteilt wird, wobei die Restexemplare zum Unkostenpreis abgegeben werden. Die Dresdner Mosa.x Freunde hatten zwar keine neue Ausgabe im Gepäck (diese erschien ja erst zum 4. Dresdner Comicfest im Mai), präsentierten dafür einige Restexemplare des Fan-Mosaik "73z", welche ratzfatz vergriffen waren. In trauter Zweisamkeit hatte sich direkt daneben der Dresdner Holzhof-Verlag positioniert. Guido Weißhahn hatte wieder Thomas Schmitt, dem Zeichner der DDR-Kurzserie Die Matufflis an seinen Stand eingeladen, welcher die entsprechenden Comics signierte. Piccolos, Fassbrause und Zahnindianer Kurz vor der Getränketheke hatte dann der bestens gelaunte Gringo Comics Chef Holger Bommer sein Lager aufgeschlagen. Er hatte eine Vielzahl seiner Veröffentlichungen ausgelegt, wobei besonders die Hartmut-Comics und die Titanius-Piccolos herausstachen. Er verriet, dass im Hause Gringo Comics an einem Verlagskatalog gearbeitet wird, welcher dem Leser einen Überblick über die Produktionen bieten und dadurch natürlich neue Käuferschichten binden soll. Ein schattiges und abwechslungsreiches Plätzchen Vor der Sonne geschützt, präsentierten sich die Stände vom Eidalon-Verlag, Bauer-Modellbauservice (mit den äußerst detailgetreuen Nachbildungen aus dem Digedags-Universum), die RIA-Lichtklan-Chroniken, der Bärenmaler Chris Schlag und Sarah Burrini. Letztgenannte hatte natürlich ihr Das Leben ist kein Ponnyhof-Album im Gepäck, welches an dem Tag mit dem Goldenen Gartenzwerg ausgezeichnet wurde. Kaja Reinki und Thorsten Kiecker hatten sich mit Ihrem Stand voll und ganz auf ihre Ria-Serie ausgerichtet, welche vor kurzem beim Splitter-Verlag debütierte. Chris Schlag, der am 1. September bei City Comics eine kleine Ausstellung zu seinen Bären eröffnete, die übrigens noch bis zum 15.September besucht werden kann, hatte eine Vielzahl seiner Bären-Produkte am Start, wobei auch einige Exponate aus der Ausstellung den Weg zum Comicgarten fanden. Resümee Anhand der langen und sicherlich nicht vollständigen Auflistung dürfte sich die Frage, in wie weit der Comicgarten abwechslungsreich war, erledigt haben. Die Lokalität bot ausreichend Platz und verfügt noch über genügend Freiraum, um für eine möglicherweise angestrebte Vergrößerung dienlich zu sein. Die Bewirtung klappte schnell und vorzüglich, was bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung mit parallel dazu stattfindender Familienfeier und normalen Tagesgeschäft sicherlich nicht selbstverständlich ist. Die Organisation darf sich ebenfalls ein Bienchen eintragen für absolut stressfreie Konversationen, einem minutiös eingehaltenen Ablaufplan und einem ständig offenen Ohr für allem möglichen Humbug. So gesehen, also ein perfekter Septembertag in Leipzig an dem es auch nach reichlichem Überlegen nichts auszusetzen gibt. |
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| Daten dieses Berichts | |||
| Bericht vom: | 05.09.2011 - 15:14 | ||
| Kategorie: | Tagebuch | ||
| Autor dieses Berichts: | Christian Recklies | ||
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