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Es ändert sich was auf der Buchmesse
Die Faszination Comic ist ein bewährtes Konzept, hat inzwischen zehn Jahre auf dem Buckel. Da kann eine Auffrischung gut tun. Und das Zentrum ist nicht das Einzige, das in diesem Jahr eine Frischzellenkur erfährt. Denn die Buchmesse richtet ein noch stärkeres Augenmerk auf multimedialen Themen. Das Ganze nennt sich Frankfurt SPARKS und soll über den berühmten Tellerrand, also über die Buchbranche hinausblicken.

Zu Frankfurt SPARKS gehören verschiedene Initiativen, wie zum Beispiel die Fachkonferenz Frankfurt StoryDrive oder das StoryDrive Business Centre. Ein weiterer Bestandteil sind die sogenannten Hot Spots. Entliehen ist der Name dem Vulkanismus. Dort sind zum Beispiel die Vulkane auf Hawaii auf einem Hot Spot aufgesetzt. Die Hot Spots sollen in Frankfurt spezielle Zentren bilden, die thematisch ausgerichtet sind. Und einer dieser Hot Spots ist „Kids & Comics“.

Die Bühne, die früher direkt zum Comic-Zentrum gehörte, wird ab diesem Jahr im Hot Spot angesiedelt, der in direkter Nachbarschaft zum Comic-Zentrum sein Lager aufschlägt. Das Comic-Zentrum behält aber weiterhin das Comic-Café, die Leseecke, eine Ausstellung, die Signiertische und einen Info-Point. Daneben wird aus dem Leseregal ein richtiger Gemeinschaftsstand, auf dem sich insbesondere die kleineren Verlage präsentieren können. Der Stand wird von der Buchmesse betreut, so dass sich die Verlagsvertreter vorrangig ihren Geschäften widmen können. Und um die geht es ja auch und vor allem auf der Frankfurter Buchmesse. Denn hier werden Kontakte geknüpft, Geschäfte eingeleitet oder Lizenzen gehandelt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Verleger müssen nicht ständig ihren Stand betreuen und können Termine auf dem Stand oder in anderen Hallen wahr nehmen.

Auf der Bühne des Hot Spots wird es während der Fachbesuchertage vermehrt um sogenannte crossmediale Inhalte gehen. Dabei stehen die Comics nicht mehr alleine im Fokus, auch wenn zum Beispiel am Freitag morgen ein Comic-Frühstück mit David Boller stattfinden wird. Zusätzlich wird es aber um die neuen Medien gehen, die digitalen Medien. Erst am Wochenende, an den offenen Besuchertagen, werden die Comic-Veranstaltungen wieder den ganzen Tag ausfüllen.

Für die Besucher, die zum Stammpublikum gehören, wird es nicht mehr ganz so einfach sein alle Verlage an einem Punkt anzutreffen. Schon im letzten Jahr hatten sich Reprodukt und Edition Moderne in die Nachbarhalle verlegen lassen, um der Belletristik näher zu sein. Nach eigenen Aussagen war man damit hochzufrieden. Schreiber & Leser geht nun denselben Weg. Alle drei Verlage versprechen sich Kontakte zu neuen Kunden und Lesern, die sich wohl eher nicht in den Comicbereich trauen würden.

Cross Cult hingegen orientiert sich innerhalb der Halle etwas neu und rückt näher zum Buchbereich hin. Andreas Mergenthaler will dadurch vor allem die Romansparte des Verlags stärker bewerben. Aber er will auch dem Comiczentrum treu bleiben, das er für eine wichtige Institution hält. Paninicomics, Carlsen und Ehapa bleiben ebenfalls in der Halle 3.0.

Es wird sicher spannend zu beobachten sein, wie das neue Konzept umgesetzt wird. Aber eines ist sicher: Die schon von Haus aus durch die Kombination von Bild und Text crossmedialen Comics eignen sich besonders gut zur Kombination mit weiteren Medien, beispielsweise online, Film oder Fernsehen. Und genau diese Ausrichtung ist Ziel der Frankfurter Buchmesse. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Wenn Ihr uns Eure Meinung zu diesem Thema mitteilen wollt, oder zu unseren Berichten, dann könnt Ihr das in unserem Forum tun:
http://www.comicforum.de/showthread.php?t=113087


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Bericht vom: 14.07.2011 - 09:17
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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Interviewreihe Verlage vor der Buchmesse: Reprodukt