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Signierstunden und was zu beachten ist
Es sind wieder eine ganze Menge Künstler in München anwesend und wir wollen einmal zusammen fassen, was Ihr als Fans bei Signierstunden beachten solltet und wo es eventuell Stolperfallen gibt.

Etwas kaufen
Sehr viele Verlage sehen es sehr gerne oder verlangen es sogar, dass Ihr etwas am Stand kauft und dann erst eine Signierung und / oder Zeichnung bekommt. Das ist keine Abzocke, das ist sogar sehr in Ordnung. Denn Ihr dürft nicht vergessen, dass die Anwesenheit eines Künstlers richtig viel Geld kostet. Da muss die Anreise gezahlt werden, die schon einmal mit einigen hundert Euro zu Buche schlägt, außerdem muss der Künstler auch irgendwo schlafen, so dass auch die Unterkunft bezahlt werden muss. Es gibt Künstler, die zudem durchaus ein Honorar wollen, wobei da die Wenigsten sind. Was aber sicher auch gezahlt werden muss, das ist die Verpflegung am Stand und am Abend im Restaurant. Und es gibt Künstler, die eine "Entourage" mitbringen, zum Beispiel die Familie, den Manager oder wen auch immer. Auch diese müssen freilich verpflegt, untergebracht und deren Anreise bezahlt werden. Insgesamt kann der Aufenthalt eines Künstlers durchaus einige hundert bis einige tausend Euro kosten. Dass dann der Verlag diese Investition in Form von Verkäufen wieder herein bekommen möchte ist legitim und verständlich.

Nur ein Exemplar
Es kann durchaus vorkommen, dass auf einmal einem verblüfften Künstler ein ganzer Stapel an Heften, Büchern oder Alben vorgelegt wird. Klar, manch guter Kunde kann das vielleicht sogar machen. Wenn der Verlag etliche hundert Euro an Verkäufen durch den Kunden rein bekommt, dann macht der Vertreter des Verlages das vielleicht mit und lässt es zu. Aber andererseits ist es doch recht unverschämt, wenn da eine ganze Reihe an Fans steht, die jetzt Ewigkeiten warten muss, bis dieser Stapel abgearbeitet ist. Also bitte: Nur ein Exemplar signieren lassen, eine Zeichnung anfertigen lassen. Das ist fair zu allen Anderen, die da noch warten.

Nichts für Freunde
Mal ganz ehrlich: Wie würdet Ihr das finden, wenn da auf einmal ein wildfremder vor Dir steht und fragt, ob er auch noch eine Zeichnung für einen Freund bekommen könnte? Der Freund, Verwandte, Bruder oder was auch immer kann nicht zur Messe kommen? Nun, ganz ehrlich: Pech gehabt. Es wird sicher wieder eine Gelegenheit geben, wo er dann auch kommen und sich eine Zeichnung anfertigen lassen kann. Hier greift im Prinzip alles aus dem vorherigen Absatz. Es gibt Andere, die den weiten Weg auf sich genommen haben und die sollten dann auch zu ihrem Recht kommen dürfen.

Charaktere, die der Zeichner nicht kennt
Einen Zeichner um eine Zeichnung einer ihrer Charaktere zu bitten, mag in Ordnung sein. Aber viele Zeichner werden wohl kaum Tim & Struppi oder Superman zeichnen können. Fragt also bitte nicht danach. Die Zeichner sind in der Regel auf die eigenen Charaktere "eingeschossen" können diese auch zum Teil einfach so aus dem Ärmel schütteln. Alles Andere ist aber für sie genauso schwer, wie wenn man einen komplett ungeübten Menschen um eine solche Zeichnung bitten würde. Es gibt zwar auch Künstler, die solche "artfremden" Charaktere zeichnen können und es auch tun. Aber dann sollten die auch Zeit haben und hinter Euch keine Schlange mit 20 Leuten stehen.

Höflichkeit ist Trumpf
Die Zeichner sind auch nur Menschen, sie machen hier einen Job und der ist auf Messen ziemlich hart. In der Regel sitzt der Zeichner in seinem stillen Kämmerlein und malt vor sich hin. Die Messe ist laut, sie ist nervig, sie ist voll und der Platz für die Zeichner ist begrenzt. Also bitte seid höflich zu den Zeichnern, grüßt sie, lächelt sie an. Werft ihnen nicht einfach den gerade gekauften Band mit einer Fluppe im Gesicht hin. Wie heißt es so schön? Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder heraus. Ihr werdet sehen, dass Eure Höflichkeit, Eure Freundlichkeit sich auch in der Reaktion der Zeichner niederschlägt.

Utensilien
Eine Messe ist wahnsinnig anstrengend, insbesondere auch für Euch. Bringt Euch ausreichend zu Trinken mit, insbesondere wenn es warm sein sollte (was wir ja alle hoffen, denn Regen an Messetagen ist doch grausam). Wenn Ihr damit rechnen müsst, dass bei Eurem Zeichner eine lange Schlange steht, dann solltet Ihr Euch auch Gedanken über eine Sitzgelegenheit machen. Es gibt kleine, zusammenklappbare Hocker aus dem Campingbedarf, die da sehr gut geeignet sind. Auch das richtige Schuhwerk ist durchaus von Vorteil. Stöckelschuhe sehen toll aus, aber wenn man lange in der Schlange stehen muss, sind sie nicht gerade die erste Wahl. Und dann noch ein ganz wichtiges Utensil: Ein gutes Deodorant. Das gehört zum Teil auch noch in den Bereich der Höflichkeit, aber nicht nur gegenüber dem Zeichner, sondern auch gegenüber denjenigen, die da mit Euch leiden in der Schlange. Nichts ist schlimmer als Schweiß... geruch.

Wir hoffen, dass Euch dieser Artikel weiter geholfen hat. Viel Glück bei der Autogramm- bzw. Zeichnungenjagd!

Daten dieses Berichts
Bericht vom: 16.06.2011 - 21:39
Kategorie: Tagebuch
Autor dieses Berichts: Bernd Glasstetter
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